ALLIUM CEPA

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Allium Cepa

KURZBESCHREIBUNG NACH DR. JOH.-MATTHIAS BANSA

Fließschnupfen mit wundmachenden Sekret, nicht reizender Tränenfluss, Rachenkitzeln und Hustenreiz

Besondere Kennzeichen: Im Freien deutliche Besserung (ähnlich wie Nux vomica)


URSUBSTANZ

Systematik: gewöhnlich roter Küchenzwiebel, den wir als Feld- oder Gartengemüse kennen.

Besondere Kennzeichen: Wirkt besonders auf die oberen Atemwege heilt gewöhnliche Erkältungen, die sich in der Nase festsetzen und nach unten wandern. Es wirkt zunächst auf der linken Seite der Nase und verschiebt sich später auf die rechte Seite. ALLIUM CEPA weist in der Prüfung die Tendenz auf, Entzündungen vom obersten Teil der Atemwege, also von der Nase, nach unten zum Kehlkopf und zu den Bronchien zu treiben. Achtung bei Patienten, die eine Tendenz zu allergischem Asthma zeigen. Hier keine hohe Potenzen benutzen, wenn man sich über das Mittel nicht sicher ist.

Synonyme: Ein Fließschnupfen mit wundmachendem Sekret, jedoch mit nicht reizendem Tränenfluss. Bei Erkältung infolge feuchtkaltem Wetter

Abkürzung in der Homöopathie: All-c.

PRÜFUNGEN

SCHLÜSSELSYMPTOME nach BOGER

REGION

  • SCHLEIMHÄUTE:
    • NASE
    • AUGEN
    • Kehlkopf
    • Gedärme

Nerven.
Links nach rechts.


SCHLECHTER

WARMER RAUM. Feuchte Füße.
Singen. Feuchtigkeit.
Nord- oder Westwind. Frühling.

BESSER

Kühle, frische Luft.
Baden. Bewegung.


Akute Erkältung, Katarrhe oder Neuralgien. Schießende Schmerzen; so fein wie ein Faden.

Stirnkopfschmerzen; zu den Augen und zum Gesicht; > fließender Schnupfen oder Menses. Wässrige Augen <Husten; wünscht sie zu reiben (Scil.) HÄUFIGES, HEFTIGES NIESEN, SCHNUPFEN; SCHARF, WÄSSRIG; mit Brennen, Beißen. Tröpfeln der Nase oder vom Zäpfchen. Empfindlich gegenüber Gerüchen. Rauher Hals oder Kehlkopf. Flatulenz; lärmend; widerlich; schmerzhaft. Reichlicher Urin. Unaufhörlicher, hackender, kitzelnder Husten; hält ihn zurück; als ob die Kehle zerreißt oder zersplittert; muss sie anfassen. Sprechen schmerzhaft. Heiserkeit. Chronische Bronchitis. Phantomschmerz. Wundgescheuerte Füße.

Ergänzend: PHOSPHORUS

Verwandt: EUPHRASIA OFFICINALIS, GELSEMIUM SEMPERVIRENS, KALIUM IODATUM

LEITSYMPTOME

ÄTIOLOGIE

MODALITÄTEN

Verschlimmerung

  • im warmen Raum
  • gegen Abend

Besserung

  • im Freien

MIASMATIK

KLINISCHE INDIKATIONEN

GEISTES- UND GEMÜTSSYMPTOME


Passt zu phlegmatischen Patienten.

ALLGEMEINSYMPTOME


Patient fühlt sich richtig scheußlich, mit Benommenheit, Stumpfheit, Schwierigkeiten bei Denken und großer Schläfrigkeit. - Bei Patienten, die an ähnlichen Symptomen leiden, jedoch einen klaren Kopf dabei haben, wird dieses Mittel eher nicht die gewünschte Wirkung zeigen.

Verlangen

Abneigungen

CHARAKTERISTISCHE SYMPTOME (Schema Kopf zu Fuß)

Kopf


Kopfschmerzen bei Schnupfen, hauptsächlich in der Stirn, Fadenartiger Schmerz im Gesicht, meist in der rechten Schläfe

Augen


Reichlicher, nicht wundmachender Tränenfluss; Jucken, Beißen, Brennen in den Augen. Empfindlich gegen Licht. Die Augen sind blutunterlaufen und wässrig;

Ohren


Nase


Übermäßige, wässrige und sehr scharfe Absonderungen aus der Nase, mit Tränen der Augen. Anhaltendes Niesen, Fließschnupfen mit Kopfschmerzen, Husten und Heiserkeit. Polypen.

Gesicht


Mund


Zähne:

Innerer Hals


Schmerz im Hals, der sich zu den Ohren erstreckt.

Atemwege


Katarrhalische Heiserkeit. Reizhusten beim Einatmen kalter Luft. Kitzeln im Kehlkopf. Neigung, sich ständig zu räuspern. Empfindung, als wäre der Kehlkopf gepalten oder gerissen. Beklemmte Atmung durch Druck in der Brustmitte. Zugeschnürtes Gefühl in der Gegend des Kehlkopfdeckels. Schmerzen erstrecken sich bis zum Ohr.

Brust


Herz und Puls


Abdomen


Rumpeln in den Därmen und übel riechende Blähungen. Schmerzen im linken Hypogastrium. Kolik beim Sitzen und Umherbewegen.

Magen


Heißhunger. Schmerz in der Pylorusregion. Durst. Aufstoßen. Übelkeit.

Äußerer Hals und Rücken


Rektum, Anus und Stuhl


Stiche im Rektum; Jucken und Rhagaden im Anus. Glühende Hitze im Rektum.

Harnorgane

Urin:
Empfindung einer Blasenschwäche. Häufiges und reichliches Wasserlassen. Urin ist rot. Brennen in der Urethra.

Männliche Genitalien


Weibliche Genitalien


Menstruation:

Extremitäten


Obere Extremitäten


Untere Extremitäten


Wundes, müdes Gefühl der Glieder, besonders der Arme. Geschwüre an der Ferse. Nasswerden der Füße kann böse Folgen bringen.

Haut

Fieber und Frost

Schlaf

Weit geöffneter Mund im Tiefschlaf. Erwachen um 2 Uhr.

Träume

BESONDERE HINWEISE

Bewährte Indikationen

Thema des Arzneimittels

Körperlich:


Psychisch:


Hinweise zur Signatur:


Symbolik, Mythologie, Analogien aus Literatur und Künsten:


VERWANDTE MITTEL

Komplementärmittel/Ergänzungsmittel

PHOSPHORUS, THUJA OCCIDENTALIS, PULSATILLA PRATENSIS

Folgemittel

Zyklen

Kollateralmittel/Vergleichsmittel

GELSEMIUM SEMPERVIRENS, EUPHORBIUM OFFICINARUM, KALIUM IODATUM, ACONITUM NAPELLUS, IPECACUANHA

Antidote

ARNICA MONTANA, CHAMOMILLA RECUTICA, VERATRUM ALBUM

Es antidotiert

QUELLEN


S.R. Phatak: Homöopatische Arzneimittellehre; Verlag Urban & Fischer; ISBN 3-437-56861-2

William Boericke: Handbuch der homöopathischen Arzneimittellehre; Verlag Narayana; ISBN 978-392-138384-1

Georgos Vithoulkas: Homöopathische Arzneimittel; Verlag Urban & Fischer; ISBN 978-3-437-55061-4

C.M. Boger: Synoptik Key; Similimum-Verlag; ISBN 3-930256-30-4