APIS MELLIFICA

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Apis mellifica


KURZBESCHREIBUNG NACH DR. JOH.-MATTHIAS BANSA

Halsentzündung, lokale Entzündung, Schwellung, Insektenstiche

Besondere Kennzeichen: Starke Schwellung (z.B. glasige Schwellung der Mandeln, des Rachens und Zäpfchens). Stechender und brennender Schmerz. Besserung durch kühle Umschläge. Verschlimmerung durch Wärme und Berührung, Fieber ohne Durst.


URSUBSTANZ:

Honigbiene, Bienengift, Hymenopterae; Europa, Asien, Nord- und Mittelamerika

THEMA:

Halsentzündung, lokale Entzündungen, Schwellungen, Insektenstiche.

Besondere Kennzeichen: Starke Schwellung (z.B. glasige Schwellung der Mandeln, des Rachens und Zäpfchens). Stechender und brennender Schmerz. Besserung durch kühle Umschläge. Verschlimmerung durch Wärme und Berührung, Fieber ohne Durst.

LEITSYMPTOME:

Akute Hautentzündungen, Neigung zu Eiterung, Furunkel, Angina, Kopfschmerzen, Allergie Apis hilft bei brennenden, stechenden Schmerzen mit ödematösen Schwellungen, wie z.B. bei einer Angina, wo das Zäpfchen stark anschwillt.

SCHLÜSSELSYMPTOME nach BOGER

REGION

  • ZELLGEWEBE
    • AUGEN.
    • GESICHT.
    • RACHEN.
    • OVARIEN.

SERÖSE HÖHLEN.

HAUT.
NIEREN.BLASE.
Nerven. Atmung.

Herz.Blut.

Rechte Seite; rechts nach links.


SCHLECHTER

  • HITZE
    • ZIMMER. Wetter.
    • Getränke. Feuer.
    • Bett.
    • [Heißes Bad. (Op.).]

Berührung, [sogar der Haare].
Nach Schlaf. 16 Uhr.
Druck.
Unterdrückte Hautausschläge.


BESSER

  • KÜHL
    • LUFT. Baden.
    • Entblößen.

Geringer Auswurf.
Bewegung.

[Stechen, Brennen, Prickeln, Beißen, wie heiße Nadeln. Muss sich hinlegen.] Schneller Beginn. PLÖTZLICH; SCHRILLE SCHREIE oder Schmerzen, die zum Schreien zwingen; Nervosität, Schwellung, Erguss, usw. EMPFINDLICH; gegenüber Schmerz. Scharfes Stechen, [Brennen] oder zerschlagene Wundheit; des Gehirns, ABDOMEN, Ovarien, Blase, usw.. AUFGEDUNSENHEIT, glänzende Röte. Ödeme; [der Augenlieder oder Lippen;] rot; sackartig. BRENNEN-Jucken. Infektionen. Entzündung. Steifheit. [Taubheit.]

[Kindisch.] Gereizt, erregbar, [eifersüchtig,] aufgeregt und unruhig oder apathisch. [Albernes Misstrauen.] Nervös und ungeschickt oder geistesabwesend; lässt Dinge fallen. PLÖTZLICHE, DURCHDRINGENDE SCHREIE. Kopfschmerzen. Stechen oder wie ein Schlag; < Hinterkopf. ROLLT DEN KOPF. Tauber, müder Kopfschmerz, > Druck. Haar schmerzhaft empfindlich. Muffiger Kopfschweiß. [Wangen hängen herab.] Augen aufgedunsen; Konjunktiva oder Lieder wie Wassersäcke; rot; angeschwollen. Perforierendes Hornhautgeschwür. Reichlich heiße Tränen. Photophobie; kann jedoch keine Bedeckung ertragen. Schielen. Blindheit, > Stuhl. Myosis. Gesicht aufgedunsen oder rot, < um die Augen; wächserne Blässe. Otitis bei Scharlach. [Rote Nase.] Kalte Nase. Roter Mund oder Zunge. Zähneknirschen. Zunge; Bläschen am Rand; geschwollen; rauh; wie verbrannt; wund. Rachen sandig, wie glasiert oder durchscheinend, > kalte Dinge. Ödem des Zäpfchen. [Purpurner Hals.] Fleischige, rote Mandeln. [Re. Mandel, > kalte Getränke.] Angina. Diphterie; frühe Erschöpfung (Merc.-cy.); schmutzige Membran. DURSTLOSIGKEIT; aber Durst während Frost.

Aszites. Orangegelbe oder tomatensoßenartige Stühle; geruchlos; < Bewegung. Anus wund, geschwollen; nässt Blut oder steht offen [(Phos.)]. Brennen beim Urinieren. Dysurie. Spärlicher, widerlicher Urin; Kaffeesatzsediment. Nephritis. Ovarien taub; Tumor des re.; Zysten. Amenorrhoe in der Pubertät. Keuchendes Atmen; empfindet, als wäre jeder Atemzug sein letzter. Lufthunger. Ziehen im Rachen. [Durstlos und ödematös. Abdomen wie gespannt, als ob es platzen wolle, bei Anstrengung zum Stuhl. Reichlicher Urin, aber trinkt wenig. Ovarien kongestiert, bei unterdrückten Menses.] Herz; Stiche vom Apex nach hinten; Herzschlag erschüttert den ganzen Körper. Hände und Füße taub. Handflächen heiß. Nägel fühlen sich locker an. Haut rosig rot; empfindlich; rauher Ausschlag; stichähnliche Stellen; blass. Großflächige Urtikaria. [Asthma durch Nesselfieber.] Erysipel. Scharlach. Trockene, heiße Haut, abwechselnd mit Strömen von Schweiß. SCHLÄFRIG, aber zu nervös; wenn erhitzt; UND SCHREIT AUF. Wirft die Decke weg. Schwacher, schneller Puls. Frost; antizipierend (Jeden Tag etwas früher auftretendes Froststadium bei Wechselfieber.); mit Atemnot, Urtikaria, wünscht sich abzudecken; abwechselnd mit Hitze; re. Seite. BRENNENDE HITZE; aber fröstelig, bei Bewegung; ohne Durst; um 16 Uhr. Hitze eines Teiles, mit Kälte eines anderen. Schweiß in Strömen; stellenweise.

Ergänzend: ARNICA MONTANA; BARIUM CARBONICUM, MERCURIUS CYANATUS, NATRIUM MURIATICUM

[Antidote: CARBOLICUM ACIDUM]

Verwandt: ARSENICUM ALBUM, CANTHARIS VESICATORIA, PULSATILLA PRATENSIS, URTICA URENS

KLINISCHES BILD:

Der Patient ist sehr unruhig, reizbar, aggressiv und empfindlich und verspürt keinen Durst. Die Schmerzen sind stechend, drückend und schwellend wie von einem Bienenstich. Apis wirkt gut bei allen Entzündungen der Körperoberfläche, besonders der Schleimhäute. Die Gliedmaßen findet man Zeichen von Ödemen (Wassersucht). Der Puls der Patienten ist schnell und jagend.

ÄTIOLOGIE:

MIASMATIK:

MODALITÄTEN

CAUSA / ÄTIOLOGIE

VORLIEBEN

ABNEIGUNGEN

VERSCHLIMMERUNG

  • Wärme
  • Berührung
  • Liegen, Druck, nachmittags, nach dem Schlafen, in geschlossenen und erhitzten Räumen, rechte Seite


BESSERUNG

  • Kalte Umschläge
  • frische Luft
  • kaltes Baden
  • keine Bedeckung

GEISTES- UND GEMÜTSSYMPTOME:

Apathisch, gleichgültig, ungeschickt (läßt Gegenstände fallen) Todesahnung, benommen, eifersüchtig, schwierig zufriedenzustellen, zu Tränen geneigt, reizbar, traurig

  • Abnahme des Gedächtnisses. - Geistesabwesend.
  • Verlust des Bewusstseins.
  • Stupor unterbrochen von durchdringendem Schreien
  • Ungeschicklicht, lässt jeden Gegenstand fallen
  • Benommenheit; Gleichgültig.
  • Konnte Gedanken nicht dahin bringen, bei irgend einem Gegenstand zu verweilen.
  • Murmelndes Delirieren.
  • Plötzliches schrilles Schreien. Hydrocephalus, etc.
  • Geschäftig, unruhig, keine Ausdauer zur Arbeit.
  • Eifersucht (bei Frauen).
  • Wähnt, dass er laufen oder springen muss, dass er nicht gehen kann.
  • Weinerlich, kann sich nicht enthalten zu weinen.
  • Todesfurcht.
  • Apathie, Harthörig; Ausdruck von Glückseligkeit.
  • Stimmung: reizbar; schwer zu befriedigen; nervös. - Heftig, bis zur Raserei .
  • Wahnsinn, besonders solcher, der bei Frauen geschlechtlichen Ursachen entspringt.

ALLGEMEINE SYMPTOME:

CHARAKTERISTISCHE SYMPTOME: (Schema Kopf zu Fuß)

KOPF:

Gesamtes Gehirn fühlt sich müde an, Schwindelgefühl mit Niesen, verschlimmert beim Hinlegen oder Augenschließen, Hitze, pochende, stechende Schmerzen, besser durch Druck, schlimmer bei Bewegung, Patient bohrt Kopf ins Kissen und schreit auf.

  • Dumpfer/schwerer/spannender Kopfschmerz über Augen, mit Schmerz durch Augenhöhlen.
  • Chronischer Kopfschmerz, Schmerz in Stirn/Schläfen, (zieht Augen in Mitleidenschaft), + Schwindel, Übel + Erbrechen, muss Kopf und Augen gesenkt halten.
  • Brennen und Klopfen im Kopf, < Bewegung/Bücken, zeitweise > Kopf fest mit Händen drücken; gelegentlich Schweiß.
  • Schmerz im Hinterkopf.
  • Ziehen vom Nacken ausgehend, erstreckt sich hinter l. Ohr/ breitet sich über l. Kopfhälfte
  • Neuralgischer Schmerz wie ein Bienenstich in l. Schläfengegend und um dieselbe herum.


INNERER KOPF:

  • Kongestion nach Kopf und Gesicht; Vollheitgefühl im Kopf.
  • „Wie ermüdet im Hirn“; Prickeln in letzterem, „Als ob es eingeschlafen wäre“.
  • Dumpfer/schwerer/spannender Kopfschmerz über Augen, mit Schmerz durch Augenhöhlen.
  • Chronischer Kopfschmerz, Schmerz in Stirn/Schläfen, (zieht Augen in Mitleidenschaft), + Schwindel, Übel + Erbrechen, muss Kopf und Augen gesenkt halten.
  • Brennen und Klopfen im Kopf, < Bewegung/Bücken, zeitweise > Kopf fest mit Händen drücken; gelegentlich Schweiß. - - Schmerz im Hinterkopf.
  • Ziehen vom Nacken ausgehend, erstreckt sich hinter l. Ohr/ breitet sich über l. Kopfhälfte
  • Neuralgischer Schmerz wie ein Bienenstich in l. Schläfengegend und um dieselbe herum.
  • Kind liegt im Sopor/Delirium, plötzliche kreischende Schreie/Schielen/Zähneknirschen, Bohren des Kopfes in Kissen; Zuckungen während Lähmung in nicht gelähmte Seite; Kopf nass von Schweiß; wenig milchiger Urin; große Zehe nach oben gekehrt; Übelkeit liegend; übel riechender Atem; wunde Zunge. Akuter Hydrocephalus. Nac erysipelatösen Ausschlägen.
  • Schmerz im Hinterkopf, mit gelegentlichem durchdringendem Geschrei. Hydrocephalus.
  • Chronische Meningitis, mit beträchtlichen Gehirnstörungen und Symptomen zeigen drohenden, wenn nicht schon vorhandenen Erguss von Serum in den Arachnoidal-Sack an
  • Hydrocephaloid; Stupor; rote Augen, heißer Kopf; gellendes Geschrei; trockene Zunge, trockene Haut, kalte und blaue Hände; unterdrückter Urin, Bauch empfindlich; Durchfall schleimig, übel riechend, unwillkürlich, Eiterflocken enthaltend.
  • Hydrocephalische Vergrößerung des Kopfes.


ÄUSSERER KOPF

  • Haarfall stellenweise .
  • Kopfschweiß mit moschusähnlichem Geruch.
  • Geschwulstgefühl des Kopfes (und Erstarrung in Kopfhaut).
  • Kopfhaut gedünstet/Stirn/um Augen Erysipelatöse Entzündung Kopfhaut/Gesicht.
  • Bohren des Kopfes (rückwärts) in Kissen.
  • Eingesunkene Fontanelle. Kindercholera


AUGEN:

Lider geschwollen, rot, entzündet, Bindehautentzündung, Gerstenkorn, brennende Tränen

  • Schielen, Zittern des Augapfels, < Nachts
  • Rollen der Augen.
  • Starke, durchschießende, reißende Schmerzen in Augen.
  • Brennende/stechende/prickelnde Schmerzen.
  • Injizierte Konjunktiva, voll von dunklen Blutgefässen; Chemosis.
  • Hornhaut: dick, mit dunklen, rauchigen Flecken; gräulich, rauchig, undurchsichtig.
  • Geschwüre auf der Hornhaut; Narben; Staphylom der Hornhaut.
  • Konjunktivitis, Lichtscheu; er kann aber die Augen nicht bedeckt haben.
  • Brennende, profuse Tränen; Empfindlichkeit gegen Licht.
  • Lider: dunkelrot/ektropisch/geschwollen, Wundheit der Ränder; Granulationen; geschwollen und empfindlich ödematös, mit sackartiger Geschwulst unter dem Auge; nicht entzündliches Ödem (wie Arsen); steifes Empfinden.


OHREN:

Äußeres Ohr rot, entzündet, wund; stechender Schmerz

  • Schwerhörig.
  • Röte und Geschwulst beider Ohren.
  • Hebt bei jedem Schrei die Hand an hinteren Teil der Ohren.


NASE:

Kalte Nasenspitze, rot, geschwollen, entzündet, mit scharfem Schmerz

  • Dicker/weißer/stinkender/schleimiger Ausfluss, mit Blut vermischt.
  • Nase geschwollen, rot und ödematös.
  • Geschwüre in Nasenlöchern, > Kälte


GESICHT:

Geschwollen, rot, mit bohrendem Schmerz, Hautausschläge

Ausdruck: glücklich/vergnügt/entsetzt/apathisch/verzerrte Gesichtszüge, Gesicht dunkel und geschwollen/eingefallen/blass/krank.

Angesicht:

  • bleich/gelblich blass/(dunkel)rot/geschwollen/heiß, mit Brennen und Bohren, mehr an der r. Seite; ödematös/wachsfarben/blass
  • Brennende Backen mit kalten Füssen.
  • Erysipel des Gesichts
  • Stechender Schmerz im l. Backenknochen.

Unteres Angesicht:

  • Ödematöse Lippen.
  • Wütendheftige Schmerzen in Lippen erstr. 1. Zahnfleisch/2. Kopf/3. ganzen Körper.
  • Brennen: in Lippen; am Kinn.
  • Rauhheit und Gefühl von Spannen an Lippen, besonders oberen.
  • Oberlippen geschwollen/heiß/rot.
  • Aufgesprungene Unterlippe.
  • Bläuliche Lippen von Asphyxie; Zusammenschnürung des Schlundes.


MUND:

Zunge feuerrot, geschwollen, wund, mit Bläschen, Gaumen und Lippen geschwollen, besonders Oberlippe

  • Klebriger, zäher, schaumiger Speichel.
  • Trocken im Mund und Rachen
  • Brennen in Mund /Schlund.
  • Übelriechender Atem.

Schlund:

  • Tonsillen geschwollen, hellrot, Stecken schluckend .
  • Tiefe Geschwüre an Tonsillen/Gaumen; erysipelatöses/Ödem um Geschwüre.
  • Glottis-Ödem. - - Schleimhaut bedeckt mit schmutzigen, graulichen Ablagerungen.
  • Zäher Schleim im Schlunde. - - Hals geschwollen, innerlich und äußerlich; heiser; Atmen und Schlingen beschwerlich.
  • Gruppenweise an Rückwand des Schlundes kleine Blasen mit klarer Flüssigkeit angefüllt.
  • Kein Appetit noch Verlangen nach Nahrung.
  • Unstillbarer Durst; trinkt oft aber wenig auf einmal. Bei Katarrhen der Brust, Diphtherie und einigen Arten von Wassersucht.
  • Durstlos. In der Cerebro-Spinal-Meningitis; Eierstockswassersucht, Ascites in Schwangerschaft.
  • Kein Durst während der Hitze; bei trockenem Munde.
  • Verlangt Milch + verschafft Erleichterung.
  • Appetit auf saure Sachen.
  • Kind trinkt am Tage, verweigert des Nachts. Nach der Impfung.


Zähne:

  • Beim Zahnen: Zahnfleisch sackartig geschwollen, sieht wässerig aus, das Kind erwacht mit Geschrei; rote Flecke hier und da auf der Haut.
  • Überspringende Schmerz in l. oberen Backenzähnen.
  • Schmerz im Zahnfleisch.
  • Plötzliches unwillkürliches Zusammenbeißen der Zähne.
  • Leicht blutendes Zahnfleisch.
  • Geschwulst/Röte des Zahnfleisches und Backe mit Wundheitsschmerz/Stechen in Zähnen.

Zunge:

  • Zungespitze: rot/geschwollen/trocken, glänzend/rissig/wund/geschwürig o. mit Bläschen bedeckt/weiß belegt; Glossitis.
  • Bitterer Geschmack.
  • Unfähig zu sprechen/ Zunge herauszustrecken.
  • Zunge trocken; feurige Röte der Backenhöhle mit schmerzhafter Empfindlichkeit.
  • Rohheit, Brennen und schmerzhaft stechende Bläschen längs des Zungenrandes.

HALS:

Entzündung, zusammengezogen, stechende Schmerzen, Hals geschwollen, Mandeln geschwollen, feuerrot, Geschwüre auf Mandeln, Gefühl einer Fischgräte im Hals

BRUST:

Schmerzen in der Herzgegend und im vorderen Brustteil

ABDOMEN:

Entzündung, stechende Schmerzen, wie gequetscht oder wund, Schwellung bei rechter Leiste

  • Brennen unter den kurzen Rippen an beiden Seiten.
  • Wundheitsgefühl unter Rippen
  • Krümmt sich zusammen gezwungen durch schmerzhaftes Gefühl von Zusammenziehen im Hypochondrium
  • Schmerz in Gegend der Hypochondrien, welcher sich nach oben ausbreitet.

Bauch:

  • Vollheit und Auftreibung des Bauches.
  • Poltern im Bauch.
  • Krankhaftes Gefühl im Bauch macht ihn zum Stillsitzen geneigt.
  • SchneiDEN im Bauch
  • Brennen, Stechen in Eingeweiden.
  • Wehtun der Eingeweide und Bauchwandungen, dasselbe wird empfunden daraufdrückend o. Niesen.
  • „Als ob Eingeweide gequetscht“. Dysenterie.Ascites.
  • Wehtun, Druckschmerz im Hypogastrium, mit Herabdrängen des Uterus.
  • Peritonitis mit Ausschwitzung; oft mit Metritis; Urin wenig und dunkel.
  • Bauchwände gespannt; Empfindlichkeit der Ileo-coecal-Gegend. Typhus.

MAGEN:

Wundes Gefühl, kein Durst, Erbrechen, Wunsch nach Milch

  • Brennende Hitze im Magen
  • Herzgrube ist empfindlich; Brennen wie von Säure; Reizbarkeit des Magens; Vollheit; Druck < Schmerz.
  • Starkes Wehtun in Herzgrube bei Berührung.

Essen und Trinken:

  • Beständiges Schlucken erleichtert das Wehtun und den Husten.
  • Erbricht die Nahrung sobald sie genossen ist, darauf folgt Würgen.
  • Nach Essen: Schwere im Magen; die durchfallartigen Entleerungen treten von neuem ein.

Übelkeit und Erbrechen:

  • Übelkeit mit Neigung zum Erbrechen.
  • Erbrechen: von Galle/Schleim/mit roten Stippchen/Genossenen und Schleim; und Durchfall.
  • Bitteres oder scharfes Aufrülpsen; Sodbrennen bis in den Hals hinauf; Wasseraufschwulken.


STUHL UND ANUS:

HARNORGANE:

Brennen und Wundsein beim Urinieren, Harnverhaltung, häufiges und unwillkürliches Urinieren, stechende Schmerzen, Urin dunkelfarbig und spärlich, letzte Tropfen brennen und schmerzen

MÄNNLICHE GENITALIEN:

Prostataentzündung

WEIBLICHE GENITALIEN:

Wundheit und stechende Schmerzen, Eierstockentzündung, schlimmer im rechten Eierstock, Menses unterdrückt, Menstruationsbeschwerden mit Schmerz in den Eierstöcken, Schweregefühl in den Eierstöcken

ATEMWEGE:

Heiserkeit, Atem beschleunigt, Atemnot, kurzer, trockener Husten

HERZ UND PULS:

ÄUSSERER HALS UND RÜCKEN:

Rheumatische Schmerzen

EXTREMITÄTEN:

Ödeme, Schwellung von Armen, Beinen, Knien, Füßen, rheumatische Gliederschmerzen, taubes Gefühl in Händen und Fingerspitzen, Nesselausschlag mit untolerierbarem Juckreiz

OBERE EXTREMITÄTEN:

UNTERE EXTREMITÄTEN:

HAUT:

Wund, empfindlich, Schwellungen nach Stichen, Hautausschläge, Erysipel mit Schwellung und Empfindlichkeit, rosafarben, Karbunkel mit brennendem, stechendem Schmerz

SCHLAF:

Sehr schläfrig, Träume voller Sorgen und Mühen, Aufschreien während des Schlafes

FIEBER:

Nachmittags Frösteln, mit Durst, verschlimmert durch Bewegung und Hitze; leichter Schweiß

BESONDERE HINWEISE:

VERWANDTE MITTEL:

Natrium muriaticum, Cantharis, Vespa, Lachesis

KOLLATERALMITTEL:

ANTIDOTE:

Rhus toxicodendron

ES ANTIDOTIERT:

QUELLEN:

C.M. Boger: Synoptik Key; Similimum-Verlag; ISBN 3-930256-30-4

LINKS:

Taxonomie:


APIS - EIN VERKANNTES KONSTITUTIONSMITTEL AUCH FÜR ÄLTERE SEMESTER

Vortrag von Arne Krüger stellv.Schulleiter der Samuel-Hahnemann-Schule in Berlin www.samuelhahnemannschule.de

auf den 29. Berliner Heilpraktikertagen Berliner Heilpraktiker Nachrichten Nr. 3 / 1997

Aus der Arbeit an einem Artikel für die "Homöopathischen Einblicke" über Wespen und Bienen entstand eine intensive Beschäftigung mit diesen Tieren und dem Arzneimittel Apis, welches ich vorher nur als Akutmittel mit eingeschränkter organotroper Wirkung kannte. Apis ist hingegen ein Mittel mit einer großen konstitutionellen Wirkung. Vor allem zum Thema " Der ältere Mensch in der Naturheilpraxis " dieser Tagung gehört ein Teilaspekt der Apiskonstitution, und dieses möchte ich anschließend kurz darstellen.

GESCHICHTE UND MYTHOLOGIE

Die Bienen sind lange vor dem Menschen auf der Erde aufgetreten. Durch die Nutzung des Feuers und des Rauches kann es dem Menschen gelungen sein, an den Honig, und schließlich auch an die Bienen zu kommen. Die Biene findet sich in der Mythologie von vielen Kulturen. Die große Bedeutung der Biene als Honiglieferant ist sicher einer der Gründe für ihre religiöse Rangstellung. Im Ägypten der Pharaonen ist die Biene schon ca. 3000 v.Chr. als Symbol für die Herrschaft über Unterägypten ( Nildelta am Mittelmeer ) zu finden. Neben der Papyrusstaude ist die Biene Herrschaftszeichen des Königreiches Unterägypten, während Stier und Uräusschlange die Herrschaft für Oberägypten ( Niltal bis Nubien herauf ) symbolisieren. Die Biene stellte in der ägyptischen Mythologie die Verbindung des Königtums zum Sonnengott Rê dar. In der frühchristlichen Mystik hat die Biene eine besondere Bedeutung, da die scheinbar geschlechtslose Vermehrung der Bienen gut zur Jungfräulichkeit Mariens passte und z.B. vom römischen Kirchenvater Ambrosius als Symbol auf Abbildungen seiner Person benutzt wurde. Das Thema Geschlechtslosigkeit und Sexualität sind gerade auch beim älteren Apispatienten von großer Relevanz. Für das Mittel Apis werden die Arbeiterinnen von Honigbienen, Apis mellifica LINNE verwendet. Die lebenden Tiere werden dazu in 60% Alkohol getötet und nach weiterer Zugabe von Alkohol zerkleinert. Mit 62 % Alkohol wird der Ansatz versetzt und 14 Tage stehen gelassen, wobei er drei mal täglich umgeschüttelt wird. Durch Filtrieren ( ohne zu pressen ) gewinnt man eine anfangs hellgelbe Tinktur, die sich später dunkelgelb verfärbt.

EIN APISGEDICHT von E.Gardemin

Groß und Klein die Biene liebt Weil sie uns den Honig gibt. Das mag man schon wen'ger leiden, Daß sie uns auch sticht zu Zeiten.

Schmerzhaft ist der Bienenstich, Brennt und schwillt gleich fürchterlich, Nur der Imker ist gewitzt, Weiß, daß dies vor Rheuma schützt.

Also: Brennen, Gliederreißen Schon zwei Leitsymptome heißen. Und als drittes gleich notier Wassersücht'ge Schwellung dir,

Die du überall kannst finden, Wo Gewebe sich entzünden, So bei Rose und Nephritis, Wassersucht und Diphtheritis.

Bei Entzündungen der Augen Wird das Mittel gleichfalls taugen, Hämorrhiden und nicht minder Bei dem Nabelbruch der Kinder.

Meistens ist der Durst vermindert Und die Harnfunktion behindert. Schon beim leisesten Berühren Wir vermehrte Schmerzen spüren.

DIE GIFTWIRKUNG

Die Gifte der Honigbiene enthält drei Klassen von Wirkstoffen. Man kann biogene Amine ( Histamin ), Polypeptide und Enzyme unterscheiden. Die Wirkung des Histamins kommt durch die Einwirkung auf im Körper vorhandene Histaminrezeptoren zustande. Histamin kommt im Körper zum einen als Entzündungsmediator in der Granula von Mastzellen und basophilen Granulozyten vor, zum anderen findet sich Histamin als Neurotransmitter in Neuronen im hinteren Hypothalamus. Die Wirkung als Entzündungsmediator steht bei der toxikologischen Bedeutung als Insektengift im Vordergrund. Das Histamin wirkt danach als Entzündungsmediator, indem es zur Erweiterung der lokalen Arteriolen und Venolen kommt und zur Erhöhung der endothelialen Perabilität. Dadurch bewirkt das Histamin eine lokale Hyperämie verbunden mit den wichtigen Entzündungszeichen Rötung ( rubor ), Wärme ( calor ) und Schwellung ( tumor ). Die Hyperämie und die gesteigerte Gefäßpermeabilität führen im Entzündungsgebiet zum Austritt von Plasmaproteinen und von Leukozyten. Der Schmerz entsteht hierbei zum Teil durch den Druck der Gewebeschwellung auf sensible Dendriten, die frei im Gewebe liegen. Falls Histamin aber nicht nur lokal im Entzündungsgebiet wirkt, sondern eine systemische Wirkung im ganzen Körper entwickeln kann, kommt es zu Kreislauf-, Muskel- und Magenwirkungen. Bei der Kreislaufwirkung findet man eine Blutdrucksenkung durch die Erweiterung der Arteriolen und Venolen. Als Reaktion auf diese Blutdrucksenkung reagiert das Herz mit einer positiv chronotropen und positiv inotropen Wirkung, wodurch es zur Steigerung der Herzfrequenz und der Herzkraft kommt. Durch eine systemische Wirkung auf die glatte Muskulatur kommt es in vielen Organen zur Kontraktion dieser. Eine besondere Empfindlichkeit findet sich bei den Bronchialmuskeln und beim Darm. Diese Bronchokonstriktion und Kontraktion der Darmmuskulatur finden sich am stärksten ausgeprägt bei anaphylaktischen Situationen mit einhergehender Atemnot.

VOLKSHEILKUNDE

In der Volksheilkunde wird die Honigbiene als ganzes Tier, als Bienengift ( vor allem bei rheumatischen Erkrankungen ), als Honig, als Blütenpollen, als Gelee royale ( u.a. bei Erschöpfungszuständen, Streß, Depression, Impotenz, Frigidität, Unfruchtbarkeit, Menstruationsstörungen und Wechseljahrsbeschwerden ) und als Propolis verwendet.

APISKONSTITUTION

Die Apispersönlichkeit kann in allen Altergruppen ausgeprägt sein. Für das Leben, die Liebe, die Gesundheit, die Krankheit, die Arbeit, das Sterben oder den Tod ist die Biene und ihr Medikament von Bedeutung. Apis dient hier als oft geheimnisvolles, dämonenhaftes, oder als moralisches Symbol. Apis kann aber auch als Symbol dämonischen Sexualverhaltens dienen. Die Unterdrückung der geschlechtlichen Funktion, wie wir sie bei den Arbeiterinnen der Biene deutlich sehen können, kann sich auch bei jungen, etwas albernen und schwärmenden Teenagern, aber auch bei geschlechtsreifen Frauen in den besten Jahren auswirken. Hier kann als z.B. zu einer Amenorrhoe, als Folge von Schreck und Entsetzen kommen. Apis hat oft viele Freunde, verkraftet dies allerdings seelisch nicht ganz. Allgemein finden sich Ödeme von Haut und Schleimhäuten, man findet Schwellungen und ein Aufgedunsensein. Es prägen rosigfarbene Ödeme das Apisbild, sowie stechende Schmerzen, Unverträglichkeit von Hitze, Ergüsse an Hirnhäuten, am Herzen und an der Pleura. Miasmatisch ordnet ALLEN Apis der Pseudo-Psora zu.

Die Geschäftigkeit und die rege Tätigkeit dienen dem Apis-Patienten dazu, seine fehlende Selbstverwirklichung und sein unbefriedigendes emotionales Leben auszugleichen. Da er sein eigenes Wesen zu wenig entwickelt hat, empfindet er wenig wares Selbstwertgefühl und mißt deshalb den außerhalb seiner Persönlichkeit liegenden Objekten sehr viel Bedeutung bei. Er gerät in Aufruhr, sobald jene Dinge gefährdet scheinen, die seinem Leben einen scheinbaren Halt und Sinn geben und seine Lebensgrundlage ausmachen. Der Verlust all dessen, was der Patient mit Wert belegt, ist deshalb eine der häufigsten Ursachen für sein Leiden.

Da der Apis-Patient sein Inneres im emotionalen Bereich nicht zeigt, so daß er vor Wut platzen könnte, muß er diese Erfahrung auf der körperlichen Ebene austragen. Im ganzen Körper können Flüssigkeitsansammlungen auftreten, wobei der Patient im Extremfall aufgetrieben, bis zum Platzen mit Wasser angefüllt ist und deshalb an einem unbeschreiblichen Engegefühl leidet. Seine emotionale Einengung überträgt der Patient auf die körperliche Ebene, um sich von dem seelischen Erstickungsgefühl zu befreien. Deshalb kann der Apispatient nun durch ödematöse Schwellungen des Kehlkopfes und der Luftwege in große Atemnot kommen.

Der Apis-Patient fühlt sich wie die Biene als Gemeinschaftswesen, weil er seine eigene Individualität noch nicht entdeckt hat. Durch sein Verlangen nach Gesellschaft und die Angst vor dem Alleinsein ist der Apis-Patient auf Beziehungen mit anderen Menschen geradezu angewiesen. Sie bedeuten für ihn eine gewisse Sicherheit, weshalb er sich in permanenter Geschäftigkeit für andere aufzuopfern bereit ist. Dies geschieht in der unbewußten Absicht, sich unabkömmlich zu machen und damit die anderen Personen oder Institutionen intensiver an sich zu binden. Liebgewordenes betrachtet er sehr stark als seinen Besitz, weshalb er auch mit heftiger Eifersucht reagiert, sobald er dazu den geringsten Anlaß entdeckt. In seinem Argwohn und seiner Eifersucht befindet er sich stets bereit, beim geringsten Anlaß kämpferisch zu reagieren. Dies gilt auch für die Bereiche, wo der Apis-Patient sich scheinbar zum Wohle der anderen aufopfert. Er zeigt sich dann erregt, reizbar, ärgerlich und zornig. Wie die Biene den Giftstachel benützt, um ihr Gut zu schützen, bedient sich der Apis-Patient der Eifersucht als Giftwaffe.

Der Patient kann sehr unter Eifersucht, Trennungsproblematiken und unter den Beschwerden unterdrückter Sexualität leiden, die mit dem realen oder vermeintlichen Partnerverlust gekoppelt sind. Apis kann ähnlich Lachesis sehr eifersüchtig auf den Partner sein, der sich stark mit seiner Arbeit identifiziert. GAWLIK berichtet von Frauen, die ihren Männern die Bücher zerreißen und in den Mülleimer werfen, die diese als besonders wertvoll empfinden. Er ist sehr stark mit Triebkonflikten konfrontiert, sei es nun durch verdrängte Sexualität oder durch übertriebenes sexuelles Begehren. Ist ein übersteigerter Sexualdrang vorhanden, hat es den Anschein, als möchte der Patient die Urgründe seines Daseins voll und ganz durch die Sexualität erforschen und erleben. Selbst in dieser Hinsicht gibt es Parallelen zum Triebleben der Bienenvölker, das ebenfalls Extreme aufweist. Bei den Arbeitsbienen ist der Geschlechtstrieb völlig unterdrückt, während die Königin intensiv umschwärmt wird und sich einzig und allein ihrer Fortpflanzung widmet. Durch die Verlustangst des Apis-Patienten entsteht sein eifersüchtiges Verhalten und ein Festhaltenwollen um jeden Preis. Je mehr er aber am anderen festhält, desto mehr verkrampft er sich, verhindert den Entwicklungsfluß, wird unbeweglich und leidet deshalb mitunter an rheumatischen Erkrankungen. Anstatt sich anderen zu öffnen und auf sie einzugehen, versucht er, sie aufgrund seines Besitzdenkens festzuhalten. Zu Apis können auch jene alten Damen und Herren gehören, die in höherem Alter noch ein pubertäres Schwärmen in ihrem Herzen tragen, sich in junge Menschen verlieben, mitunter albern lachen. Sie sind auf das vermehrte junge Wesen auch eifersüchtig und zermartern sich das Hirn mit tausend Gedanken, was diese oder dieser während der eigenen Abwesenheit wohl treibt. Die Apis-Eifersucht ist ähnlich zu der Eifersucht von Lachesis, doch die Lachesis-Eifersucht ist viel verrückter und unfundierter, das Mißtrauen dieser Patienten ist viel größer, sie werden ja von ihrer Eifersucht förmlich gefoltert.

Wenn der Apispatient Selbstvertrauen entwickelt und seine Individualität auf vielfältige Weise auszudrücken gelernt hat, wird er jedoch die Gelegenheit, seine Sexualität zu leben, nutzen. Er sollte seine Triebe nicht aus irgendwelchen Ängsten oder Ideologien heraus unterdrücken, sondern seiner Triebbefriedigung nachgehen. Schließlich ist ja der Apis-Patient bei aller Ähnlichkeit mit einer Honigbiene kein geschlechtsloses, arbeitsames Wesen, sondern immer noch ein Mensch mit Trieben und Sehnsüchten. Den Grundtenor von Emsigkeit und Arbeitsamkeit sollte aber nicht in allen breichen als pathologisch angesehen werden. Ein erlöster Apis-Patient kann neben der emsigen Arbeit und dem Interesse an der menschlichen Gemeinschaft durchaus eine befriedigende Sexualität und Individualität empfinden.

Nach GAWLIK sind wichtige Persönlichkeiten vor oder nach der Menopause die "grünen" bzw. die "feurigen" Witwen, die bis hin zur sexuellen Manie oder bis zur Nymphomanie gesteigertes Geschlechtsverhalten haben, vergleichbar mit dem der Bienenkönigin. Dies sind dann meist sehr lebhafte, äußerst sympathische, gut aussehende Frauen, die auch im Alter von 50 bis 60 Jahren noch eine sehr gute Figur haben. Sie treten auf wie ein Mannequin, das ein wenig nervös und reizbar ist. Immer sind sie sehr elegant und ordentlich angezogen, sorgfältig frisiert, sehr sauber, dabei aber etwas unruhig oder auch exaltiert. Gerne tragen sie etwas, dabei bewegen sie fortlaufend die Hände. So wandert beispielsweise die Handtasche von einer Hand in die andere. Einer der Körperteile bewegt sich immer, sei es die Schulter, sei es der Kopf, sei es die Glutealregion oder auch die Brüste. Die beschriebenen Frauen ähneln in ihrem Verhalten den Bienen, die an wunderschönen Blüten landen und sich dort dauernd bewegen, indem sie den Kopf vorstrecken, die Flügelchen und die Beinchen bewegen. Ihre meist starke erotische Austrahlung verfehlen sie nicht. Vernachlässigte, frustrierte Apisfrauen können sich so zu Nymphomaninnen entwickeln, die sich unter Umständen nur mit Mühe zurückhalten können, auch fremde Männer anzusprechen.

APIS UND DER TOD

Der Apis-Patient trotzt seiner Sterbestunde. Es ist ihm viel zu heiß und er sehnt sich nach Kühlung, kalten Tüchern und Kälte. Er möchte das Gefühl, als ob ein Feuer in ihm brenne, kühlen. Er zeigt Sehnsucht nach kalten Getränken, wobei er aber davon nur wenige kleine Schlucke trinkt. Die allgemeine Unruhe ist größer als die Angst vor dem Tod. Er zeigt dies auch durch ein ständiges Bewegen der Extremitäten und des Kopfes. Der Patient hat wache und immer bewegliche Augen.

Da Apis auch beim Tier zur Anwendung kommen kann, zum Abschluß noch ein Gedicht über den Apishund aus dem Buch " Homöopathische Verse auf den Hund gekommen" von Chr. Paarmann

Wälzte sich dein Hund im Grünen, und es stach ihn ein Insekt, Apis aus den Honigbienen hat den besten Heileffekt. Stechen, Brennen, Schwellung, Röte, bei Berührung großer Schmerz, Apis nimmt all seine Nöte, siehst du sie auch anderswärts: Wenn die Bindehaut geschwollen ist durch eine Allergie und sein Auge, rot verquollen, tränt, hilft Apis, auch beim " cri encéphalique ", der durch Schwellen der Gehirnhaut ausgelöst, daß er plötzlich einen grellen, durchdringenden Schrei ausstößt. Auch am Anfang der akuten Nier'n-Entzündung nimm es wichtig : Wenig Harnmenge mit Bluten und kein Durst, dann ist es richtig. Hat er entzündete Mandeln, Harn- und Durstverminderung, bringt bei ungesäumtem Handeln dieses Mittel Linderung.

Eine ausführliche Beschreibung des ganzen Arzneimittelbildes von Apis und ein Literaturverzeichnis ist den Homöopathischen Einblicken Nr. 29/97 nachzulesen.


Stuhl etc.: - - - Pulsieren im Rektum, mit Gefühl als sei der Anus vollgestopft; Tenesmus. - Durchfall :wässrig; gelb mit Kneifen; wässerig und faulig riechend; wässerig, kopiös, schwarz; grünlich-gelber Schleim, < morgens; schlammiger Schleim und Blut; häufig/ blutig/schmerzlos/olivengrün/schleimig/profus/voll von hellroten Klumpen/dünn/gelb mit außerordentlicher Schwäche; Stuhl bei jeder Bewegung des Körpers, als wäre der Anus beständig offen. - - Verstopft, mit dicken/harten/schwierigen Stühlen; stechen und Gefühl im Unterleib, als sei etwas zu fest angespannt, das bei größerer Anstrengung brechen müsse. - Blutung der Gedärme mit brennen, Wundheit am Anus, beständigem Tenesmus. Prolapsus ani.Harnorgane: - - Nierenschmerz, Wehtun auf Druck o. bückend. - Häufige plötzliche Schmerzanfälle längs der Harnleiter. - Reizbarkeit am Blasenhals, mit häufigem und brennendem Wasserlassen. - Häufiger Drang mit Abgang von nur wenigen Tropfen. - - Schwieriges Harnen bei Kindern. - Strangurie/Striktur/Harnverhaltung o. Blasenentzündung nach Missbrauch von Kanthariden. - Inkontinenz, mit Reizbarkeit der Teile - - Urin: spärlich/dunkelgefärbt/rot/blutig/heiß und spärlich/wenig übel riechend/rötlich-braun/nachdem er gestanden hat, trübe/spärlich/ milchig/ albuminös/dunkel/nit Bodensatz „Wie Kaffeegrund“; er enthält Harnzylinder und Epithelien.

Männliche Geschlechtsorgane: - - - Häufige und langanhaltende Erektionen. - Anschwellung der Hoden, mehr rechts; Jucken und Röte des Scrotums; es tut bei Berührung weh. - - Wassersucht des Scrotums; Hydrocele.

Weibliche Geschlechtsorgane: - - - In Eierstocksgegend scharfe/schneidende/durchbohrende Schmerzen, welche sich Schenkel hinunter ausbreiten; < r. Seite; Taubheit in Seite und Bein. Ovaritis. Ovarial-Tumor. - - Gefühl von Schwere in Ovarialgegend. - - R. Eierstock ist vergrößert; Schmerz in l.Brustgegend, Husten. - Wassersucht der Ovarien (rechts), o. Uterus. - - Empfindlich über Uterusgegend, mit herabdrängendem Schmerz; Leukorrhoe und schmerzhaftes Urinieren. - Hitze/Vollheitgefühl in Uterusgegend. - - Brennen o. Stechen in Gegend Uterus/Ovarien. - Blutung, mit Schwere im Unterleib, Schwäche/Unbehaglichkeit/Unruhe/Gähnen; sie kann auch rote Flecken haben, Stechen wie Bienenstiche. - Unterdrückte Menses, mit Kongestionen o. Entzündung der Ovarien. - - Amenorrhoe. - Dysmennorhoe, mit geringem Ausfluss schleimigen Blutes. - - Ödem der Labien. - Tumor der Ovarien. - - Leukorrhoe: profus, scharf, grünlich.

Schwangerschaft: - - - Abortus während der ersten Monate. - - Erysipel der Brustdrüsen. - Brustdrüsen: Brennen, Stechen, Anschwellung, Härte und Eiterung derselben. - Stechen, Brennen in scirrhösen Tumoren der Brustdrüsen, oder in offenem Krebs. - Blutung, + Peritonitis des Beckens begleitet.- - Nabelentzündung bei Neugeborenen.

Larynx: - - - Heiser morgens, trocken, Brennen des Larynx. - Sprechen schmerzhaft; Gefühl als ermüde es den Pharynx, in welchem Ziehen vorhanden - Gefühl von Schwäche im Larynx. - - Glottis-Ödem.

Respiration: - - - Atem: beschleunigt und erschwert mit Fieber und Kopfschmerz; kurz, schnell; schwierig, < beim Vor- und Rückwärtsbeugen; < Liegen auf l. Seite. - Arges Erstickungsgefühl; kann nichts um den Hals leiden. - Beklemmung, < Steigen/warmen Stube.

Husten: - - - Reiz zum Husten in Suprasternalgrube. - Husten besonders nach Liegen und Schlafen. - - Auswurf: selten/süßlich o. geschmacklos.- - Husten: croupähnlich; mit klingendem Ton; trocken, mit Verstopfung des Mundes; mit Wundheit im oberen Teil der Brust; mit schmerzhafter Erschütterung des Kopfes.

Lungen: - - - Wundheitsgefühl wie gequetscht oder geschlagen. - - Dumpfer, quälender Schmerz in l. Brustseite, nahe dem mittleren Teil des Sternum, mit Vollheitgefühl auf der Brust und kurzem Atem. - - | Hydrothorax. Nach Pleuresie. - Stiche in der l. Brustseite. - - Brennen/stechen durch die ganze Vorderseite der Brust.

Herz, Puls: - - - Plötzlicher akuter Schmerzanfall gerade Herzen erstr. bald quer durch r. Brust - Blasender Ton bei der Diastole.- - Puls: beschleunigt, voll und kräftig; schwach, kaum fühlbar am Handgelenk; zuweilen intermittierend und unfühlbar; fadenförmig und häufig; hart, klein und schnell.

Äußere Brust: - - - „Als ob Brust geschlagen und gequetscht“.

Hals, Rücken: - - - Steif im Nacken - - Rheumatische Stiche in r. Seite des Halses. - Spannender Schmerz von der linken Schulter zum Nacken. - - Brennen und Hitze wie "prickelnde Hitze" auf Rücken. - In unteren, hinteren Dorsalgegend, (l.) ein Quetschungsgefühl. - Brennen/Drücken in Steißbeingegend, < jedem Versuch sich zu setzen; des Abends.

Oberglieder: - - - Ödem der Hände. - - Panaritium, mit Brennen/Stechen/Klopfen; empfindlich bei Berührung; besonders im "Umlauf" nach Missbrauch von Sulfur. - - Taubheitsgefühl in Fingern, besonders an Fingerspitzen um Nägelwurzeln. - Rheumatismus in r. später in l. Schulter. - - Lähmigkeitsgefühl in Schulterblättern. - Druck unter Schulterblättern, schmerzhaft bei Bewegung. - - Ziehen in Armen.

Unterglieder: - - - Schmerz im l. Knie, mehr außen und nach vorn. - Wundheitsschmerz um l. Hüftgelenk; später Schwäche, Haltlos, Zittern im Gelenk. - Zehen und ganzen Fuß “Wie zu groß, geschwollen und steif“; ebenso Abends beim Ablegen der Stiefel. - - Brennen in Zehen, mit Röte; kalte Füße. - Beine/Füße wachsfarben, blass, geschwollen, ödematös.

Glieder im Allgemeinen: - - - Zittern der Hände und Füße - - Glieder: steif und kalt.

Lage etc.: - - - Besserung tritt ein, wenn die Lage der leidenden Teile verändert wird, welche beim Niederlegen mehr schmerzten. - - Schmerz > beim Bewegen oder Gehen.

Nerven: - - - Zittern; nervöse Unruhe. - - Ermüdet, wie gequetscht in jedem Glied und beson-ders im Rücken, wie nach Anstrengung; < aufstehend, nachdem er gesessen. - - L. Seite unbeweglich; ab und zu bewegt sich r. Arm; Gliederkrämpfe/-zittern/-zucken

Schlaf - - - Gähnen. - - Neigung zum Schlafen, aber wegen nervöser Unruhe kann er nicht. - Fortdauernder tiefer Schlaf. - - Unruhiger Schlaf und unaufhörliches Träumen. - Aufschreien während des Schlafes; ebenso plötzliches Auffahren. - Träume: vom Reisen; vom Fliegen; von versammelten Leuten; unangenehm.

Temperatur und Wetter: - - - Kaltes Wetter < Schwäche und Brustbeschwerden. - < Durchnässt werden, > Waschen o. Anfeuchten des leidenden Teiles mit kaltem Wasser. - Geschlossene Räume, besonders überheizte = unerträglich. - - Verlangt nach frischer Luft.

Frost, Fieber, Schweiß: - - - Frost um 15 h. < in Wärme, überläuft Rücken, + SCHWACH - Frösteln von geringstem Bewegung, mit Hitze im Gesicht und an den Händen; gegen Abend. - Gefühl von Kälte ohne wirkliche Kälte der Haut; kaltes Fieber. - Haut überall brennend heiß, o. wird allmählich kühl an einigen, heiß an anderen Stellen. - Hitze + Neigung sich aufzudecken. - - Trockene/heiße Haut, o. # trockene + feuchte Haut - Nach Zittern und Ohnmacht Schweiß, dann Nesselausschlag. - - - Während des Hitzesta-diums mehr o. weniger heftiger Kopfschmerz, gewöhnlich anhaltend tiefer Schlaf.

Intermittens. - - Schweißstadium fehlt entweder ganz o. ist sehr unbedeutend. Intermittens. - Anhaltend niedriges Fieber; kein Durst; schlimmer 15 h. er ist dann sehr schläfrig. - Typhoide Fieberform, (enterische/cerebrale/exanthematische/Febris nervosa putrida). - Durst fehlt während des Schweißes; kann während der Hitze vorhanden sein oder nicht, immer jedoch während des Frostes. - - Apyrexie: Schmerz unter den kurzen Rippen, l.; geschwollene Füße; wenig Urin; die Glieder und Gelenke tun weh; unruhig. Urticaria.

Anfälle: - - - Schmerz kehrt in Diphtheritis periodisch wieder - - Plötzliche Schmerz-Paroxysmen. - - Schmerz springt von einem Teil auf den anderen über Empfindungen: - - - Brennen, Stechen wie Bienenstiche, und Wundheitsgefühl scheinen die vorherrschend schmerzhaften Empfindungen zu sein - während Jucken, Spannung und Klopfen schmerzhaft sein können oder nicht. - - Taubheit der Glieder.

Gewebe: - - - Kreislaufbeschwerden und Flüssigkeit, Wassersucht, Phlebitis, variköse Venen, ecchymose Stellen, Gangrän, ungesunde Eiterung. - - Entzündung des Periost. - - Seröse Membranen: entzündet; blutunterlaufen; Synovitis. - Mucöse Membranen entzündet und katarrhalisch. - - Drüsen vergrößert, entzündet. - Muskeln starr, empfindlich bei Druck, etwas geschwollen; rheumatische Entzündung. - - Verhärtungen: Scirrhus oder offener Krebs.

Haut: - - - Stark dunkelroter Ausschlag. - - Scarlatina - - Masernartiger Ausschlag. - Stechen/Brennen/Prickeln/Beißen o. Hautjucken; Empfindlich gegen leiseste Berührung. - Haut ist heiss und rot. - - Rote Flecke am Bauch und anderen Teilen; Brennen, Stechen. - Kleine Pusteln mit Brennen/Schmerzen/Stechen, sie bilden trockene/schuppige/blättrige, bräunliche Schorfe. - - Weißer Miliaria-Ausschlag an Brust und Unterleib. - Körper ist mit großen, weißen Blattern bedeckt, Zwischenräume sind tief scharlachfarben. - Erysipel, mit Quetschungs- und Wundheitsschmerz und bedeutender Geschwulst. - Nessel-Ausschlag bei warmem Wetter, wenn man nicht schwitzen kann. - Haut: blass, wachsfarben, beinahe durchsichtig; dunkelblau, beinahe schwarz. - Karbunkel mit brennenden, stechenden Schmerzen.

Lebensalter und Konstitution: - - - Anlage zum Kropf. - - Biliöses, nervöses Temperament; Frauen und Kinder (Witwe); Mädchen, welche sonst vorsichtig sind, werden ungeschickt und lassen Gegenstände fallen, während sie die halten - - Alte Leute, Asthma.