ARANEA DIADEMA

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Aranea diadema

Ursubstanz:

Systematik: Animalia - Arthropoda - Arachnida - Araneae - Araneomorphae
Verreibung der ganzen mittelbraunen Garten-Kreuzspinne, Familie der Arachnidae, Spinnentiere, Gattung Araneidae, Untergattung Araneomorphae, echte Webspinnen. Der Körper besteht aus 2 Zeilen: oberer Teil, Cephalothorax: Kopf und Brust sind verwachsen, hier entspringen die 8 Arme der Spinnentiere. Unterer Teil: Bauch und Unterleib.
Arachnidae besitzen ein Paar großer Kieferklauen, Cheliceren genannt, die entwicklungsgeschichtlich aus den Beinen entstanden sind. Diese sind hohl, wodurch das Gift der Kieferdrüsen in das Opfer gespritzt wird und es lähmt. Nachdem das Innere des erbeuteten Insekts sich verflüssigt hat kann es ausgesaugt werden. Fühler fehlen, was sie von Insekten unterscheidet.
Die Kreuzspinne lebt 2 Jahre lang und als Einzelgängerin. Nach der Eiablage im Herbst des zweiten Jahres sterben die Weibchen. Die Jungspinnen schlüpfen im Frühling des folgenden Jahres, trennen sich bereits nach einer Woche und überwintern mit einer Größe von ca. 4 mm im Schutz von Laub oder unter Rinde. Die Weibchen erreichen im zweiten Jahr eine Körpergröße von bis zu 18 mm, die Männchen bis 10 mm. Um zu wachsen müssen sich die Tiere häuten, das heißt, das chitinisierte Exoskelett sprengen, wobei der auf das Doppelte erhöhte Blutdruck die treibende Kraft ist.
Der Biss ist für den Menschen ungefährlich, ruft jedoch stärkere Irritationen wie der einer Biene hervor, mit neurologischen Beschwerden, die periodisch wiederkehren können. Das Gift soll kleine Vögel töten können, die durch Krämpfe sterben.
Prüfungen wurden durchgeführt von Gross, Grauvogl, Mezger.
Abkürzung in der Homöopathie: aran

Thema:

Körperlich: malariaanfällige Konstitution.

Psychisch: Holt verdrängte, seelische "Leichen" aus dem Keller, Integration von Häßlichem, Versöhnung mit der mütterlichen Linie, Zerstörung zulassen, die die Neugeburt ermöglicht. Folgen von übermächtige, missbrauchender Mutter.

Nach Zippermayr: Zwiespalt zwischen sozialem Halt und dem Gefühl, eingeengt zu sein. Kann sich nicht damit abfinden, nur akzeptiert zu sein, wenn es sich in seiner Dynamik einschränkt. Strategie: sich dauernd zurückhalten, angespannt abwehrbereit sein.

Leitsymptome:

Verschlimmerung durch kalt/feucht, lokale Kälteempfindung bis in die Knochen, durch nichts zu bessern, exakte Periodizität, lokales Vergrößerungsgefühl bzw. Schweregefühl; Besserung durch Tabakrauch;
Schüttelfrost, große Unruhe, Schmerzqualität: stechend, zwickend, krampfartig, schneidend.

SCHLÜSSELSYMPTOME nach BOGER

REGION

Nerven.

Blut.
Knochen
Rechte Seite


SCHLECHTER

GENAUE PERIODIZITÄT.

  • FEUCHTIGKEIT
    • Kälte.
    • Während Regen.
    • Baden.


BESSER

Rauchen.


Kalt bis auf die Knochen (Calc.); kann nicht warm werden. Jeder feuchte Tag verursacht Frösteln. GEFÜHL VON ENORMER VERGRÖSSERUNG oder Taubheit der Körperteile; beim Erwachen. Hämorrhagie. Knochenhautentzündung. [Nervöses Temperament.] Heftiger Schmerz in allen oberen Zähnen auf einmal, beim Zubettgehen. Vergrößerte Milz. Malaria.

Ergänzend: CEDRON

Klinisches Bild:

Dysmenorrhoe; Hämorrhagien; Neuralgien, z. B. interkostal; Malaria; Knochen- & Gelenksbeschwerden, z. B. Rachitis, Skorbut, Zahnschmerzen, Rheumatismus; Kopfschmerzen; Milzbeschwerden; Punktionswunden; Parkinson;

Klinisches Bild:

Ätiologie:

Folgen von kalt-feuchter Umgebung, Wetterwechsel. Folgen von Missbrauch in der Kindheit.

Modalitäten:

Verschlimmerung:

Besserung:

  • >Tabakrauchen!!!
  • >Wärme
  • >abends
  • >Bewegung (an frischer Luft; der Hände)
  • >harter Druck
  • >hinlegen
  • >im Sommer

Geistes- und Gemütssymptome:

Wahnidee, sei geschwollen (2); Hysterie; Anorexia nervosa; redselig; reizbar; ruhelos; geistige Verwirrung; fühlt sich bedroht, wie im Krieg. Fühlt sich ausgestoßen und verlassen. Verhaltensstörungen bei Kindern; massive Unruhe. Gefühl, Zeit vergeht zu langsam. Konzentration ist vermindert; zerstreut und rasch ermüdbar durch geistige Arbeit; wie berauscht. Gefühl der Leichtigkeit und Euphorie mit Rededrang, schlägt um in mürrisch (2) bis melancholische und lebensmüde Gemütsfassung. Sehr schutzbedürftig. Spinnenangst. Beschwerden durch sexuellen Missbrauch; Beschwerden durch Verdrängung unangenehmer Ereignisse; Beschwerden durch unterwartete Trennung; Verlangen nach Klarheit, Klärung. Beschäftigt sich mit Seilen (liebt stricken, klettern, Knoten machen,...).

Allgemeinsymptome:

Charakteristische Symptome: (Schema Kopf zu Fuß)

Kopf:

Schwindel vor Kopfschmerz (2), im Liegen, muss sich hinlegen (2); Schmerzen: periodisch, v. A. der Stirn; mit Vergrößerungsgefühl; >im Freien (2), > durch Rauchen; < Sprechen(2), während Frost (2);

Augen:

Hitzegefühl, <nasses Wetter! Flimmern, Flackern: vor Kopfschmerz; mit Schwindel; <geistige Anstrengung.

Ohren:

Schmerzen: periodisch, v. A. nachmittags; zwickend,reißend, kneifend, ziehend. Die eigene Stimme klingt wie weit entfernt.

Nase:

Geruchssinn übersteigert; periodischer Schnupfen; Nasenbluten;

Gesicht:

Schmerzen: neuralgisch; rechts; brennend; Parotis; Hitzeempfindung; Gefühl von Schwellung;

Mund:

Geschmack: bitter; schlechter Geschmack < durch Milch, > durch rauchen; erregt Übelkeit; Zungengrundschmerz stechend, Schmerzen des Unterkiefers; Zunge fast gelähmt, Sprache ist schwer und belegt.

Zähne: Beschwerden, v. A. der oberen Zähne; Kälteempfindung; Schmerzen der Zähne, v. A. abends und nachts. Qualität: zwickend, kneifend (2), drückend; <im Liegen (2), >Rauchen. Neuralgisch, rheumatisch, periodisch.

Hals:

Schwellung der Blutgefäße, innen wie außen.

Brust:

Abdomen:

Auftreibung um die Zeit der Menstruation. Schmerz: nachmittags, abends; periodisch; >reiben, <Stuhlgang; Erkrankungen, Vergrößerungsgefühl sowie Schwellung der Milz; Schwere- & Völlegefühl im Abdomen;

Magen:

Appetit vermehrt morgens, sonst vermindert. Essen führt zu Kopfschmerzen und Konvulsionen. Erbrechen, z. B. nach Frost (2), mit Fieber. Epigastrium druckempfindlich; Völlegefühl und Schwere wie von Steinen. Leeregefühl im Magen (2); Übelkeit im Magen (2). 'Schmerzqualität': schneidend, krampfartig.
Verlangen nach Milch; flüssiger, energiereicher Nahrung, Fast food;

Stuhl und Anus:

Diarrhoe (2), v. A. nachts; Stuhl dünn, wässrig, flüssig, (2); plötzlich, schwallhaft.

Harnorgane:

Häufiger Harndrang; Harnverhaltung; Anfälle von Nierenschmerzen; Schmerzen der Harnröhre; Urin dunkel;

Männliche Genitalien:

Schmerzen von Penis und Eichel mit Harndrang.

Weibliche Genitalien:

Menses zu früh; zu lang; zu häufig (2); schmerzhaft; Dysmenorrhoe; Blutungen der Gebärmutter; klebrige, fadenziehende Leukorrhoe;

Atemwege:

Husten, während Fieber verschlechtert (2); blutiger Auswurf (2), bei anämischen und schwachen Menschen; Blutung der Lungen (2); Lungenkrebs; Interkostalneuralgien.

Herz und Puls:

Äußerer Hals und Rücken:

Rückenschmerzen, v. A. lumbal.

Extremitäten:

Steifheit, Zittern, Schweregefühl; Dysesthäsien: Taubheit, Ameisenlaufen, Vergrößerungsgefühl; rheumatische Beschwerden und Gelenksentzündungen; Kälte bis ins Knochenmark; Konvulsionen;

Obere Extremitäten:

Schwellung der oberen Extremität, v. A. nachts; auch Gefühl der Schwellung ohne tatsächliche; Taubheitsgefühl im Versorgungsbereich des N. ulnaris;

Untere Extremitäten:

Kälte der Füße, < durch gehen!!! (2) (DD CINNABARIS) Beschwerden der Knochen (2), Beschwerden der Fersen (2): Fersenbeinschmerz, bohrend; periodischer Ischias (2);

Haut:

Schlaf:

Unruhe und häufiges Erwachen, Körperteile fühlen sich beim Erwachen geschwollen und eingeschlafen an. Zahnschmerzen beim hinlegen abends.

Träume von Spinnen, Großmutter, schwarzen oder weißen Tieren, Burgen und Gemäuern, Mittelalter, von Geburt, von der Mutter ermordet zu werden, von Frauen gefressen zu werden. Von Ufos, Außerirdischen, Raumschiffen.

Fieber:

Intermittierend; vor und mit Frösteln, als wären die Knochen aus Eis, mit Bauchkrämpfen und Erbrechen, mit Rückenschmerzen; mit Kopf- & Knieschmerzen; Hitze mit Kopfschmerzen und Schweregefühl; gefolgt von Erbrechen und Erschöpfung, liegt da wie tot.

Besondere Hinweise:

Vorsichtiger Gebrauch wird angeraten, kann starke Blutflüsse und Bluthusten verursachen!

Verwandte Mittel:

intermittierend und Knochenbeschwerden: MYGALE LASIODORA, THERIDION CURASSAVICUM, TARENTULA HISPANICA, IPECACUANHA, NUX VOMICA, ARSENICUM ALBUM;

intermittierend in heißem Klima: CEDRON;

intermittierend in kaltem Klima: ARANEA IXOBOLA;


CHINA OFFICINALIS, HELODERMA SUSPECTUM, TABACUM, TELA ARANEAE, alle anderen Spinnen: ARANEA SCINENCIA, ARANEA IXOBOLA, LATRODECTUS MACTANS, THERIDION SURASSAVICUM, u.s.w..

Folgt gut auf: ARSENICUM ALBUM, CALCIUM CARBONICUM, CANNABIS INDICA, IPECACUANHA, LAC CANINUM, LYCOPODIUM, MEDORRHINUM, NUX VOMICA, RHUS TOXICODENDRON, SAMBUCUS NIGRA, SILICEA TERRA.

Antidote:

CHINA OFFICINALIS, MERCURIUS SOLUBILIS, TABACUM, Tabak rauchen

Es antidotiert:

CHINA OFFICINALIS, CHININUM, CHININUM SULFURICUM, MERCURIUS SOLUBILIS;

Quellen:

Blasig-Jäger, Thomas; Vint, Peter: Arzneimittelbeziehungen, Hahnemann Institut, 2. Auflage, 1999
Boericke, William: Handbuch der homöopthischen Materia medica, Haug Verlag, Stuttgart, 3. Auflage, 2004
Farokh J. Master: Schlangen, Spinnen, Pilze Verlag Peter Irl
König, Peter: Vorlesungen zur Materia medica: Aranea,
Mangiolavori, Massimo: Insekten und Parasiten in der Homöopathie, Narayana Verlag, 1. Auflage, 2009
Radar 9, Archibel
Seideneder, Armin: Mittelphänomene (homöopathisches Arzneimittelarchiv)
Zippermayr, Philipp: Die neue Materia medica der Motive, Verlag Peter Irl, Buchendorf bei München, 3. Auflage 2008
C.M. Boger: Synoptik Key; Similimum-Verlag; ISBN 3-930256-30-4

links:

Mittelphänomene, Armin Seideneder
Materia medica auf vithoulkas.com
Materia medica viva auf google books
Enders Handbuch Homöopathie auf google books
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