HEPAR SULFURIS: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 4. Januar 2013, 19:28 Uhr


KURZBESCHREIBUNG NACH DR. JOH.-MATTHIAS BANSA

(Kalkschwefelleber) Eiterungsneigung (z.B. Fingernageleiterung, Mandelabszeß).

Besondere Kennzeichen: Stechender Schmerz, Splitterschmerz beim Schlucken, Empfindlichkeit gegen trockene Kälte und Berührung. Fröstelligkeit, Besserung durch feuchte Wärme, Gerüch wie von altem Käse. Bei Mandeleiterung vielleicht oder an Stelle von Mercurius solubilis H. (siehe dort). Der Charakter ist heftig und zänkisch. Diese seelischen Symptome müssen beim akuten Zustand nicht vorhanden sein.

URSUBSTANZ

Kalkartige Schwefelleber.

Ein unreines Kalziumsulphid, das durch Verbrennen des weißen Inneren von Austernschalen mit weißen Schwefelblumen in einem Tiegel hergestellt wird. Trituration.

Systematik:


Synonyme: Calcarea sulphurata Hahnemannii


Abkürzung in der Homöopathie: Hep.

PRÜFUNGEN

SCHLÜSSELSYMPTOME nach BOGER

REGION:

NERVEN.

BINDEGEWEBE.

SCHLEIMHÄUTE DER ATEMWEGE.

Beugen.

DRÜSEN.Nieren.

Haut.

Nasenrücken(Kali-bi.).


SCHLECHTER:

  • KALT - Trocken
    • LUFT. WINTER.
    • ZUGLUFT. WIND.
    • KÖRPERTEIL WIRD.
  • GERINGSTE
    • ENTBLÖSSUNG.
    • BERÜHRUNG
    • Geräusche.
    • Anstrengung

Liegen auf dem schmerzhaften Teil.

Quecksilber. Nachts.


BESSER:

  • HITZE
    • WARMES EINHÜLLEN.
    • ZUM KOPF.
    • Feuchte.

FEUCHTES WETTER.

Schlaffheit. FRÖSTELIG UND ÜBEREMPFINDLICH; gegen Kälte; Schmerzen; [oder Berührung;] fällt leicht in Ohnmacht, usw. Reichliche Absonderungen; übelriechend; wie alter Käse. Saure; Stühle, Geruch des Körpers, Schweiß , usw. SCHWITZ LEICHT, aber wagt es nicht, sich abzudecken; und reichlich, ohne Erleichterung. Als ob ein Luftzug über ein Körperteil bläst. Trägt einen Mantel bei heißem Wetter. Erkältet sich, wenn Feuchtigkeit ausgesetzt. Wundes STECHEN, wie scharfe Splitter. JEDE VERLETZUNG EITERT. EITERUNG; drohende, oder viel dicker Eiter. Abszess. [Mastoiditis.] Gelbe, Skleren, Auswurf, Schleim, usw.

[Schlechte Laune. Plötzlich schwaches Gedächtnis. Reizbar,, mental und körperlich; gegen Schmerz, Kälte; wird leicht mürrisch und heftig.] Hastig, heftig, reizbar; oder unzufrieden. Haar fällt stellenweise aus; schmerzt bei Berührung. Verhärtete Geschwüre oder Hautflecken. Lichtscheu. Chronischer Ohrenfluss. Bohren an der Nasenwurzel. Verstopfte, schmerzhafte Nase. Ausgereifte Erkältung und Katarrhe. [Niest durch den geringsten Kältehauch.] Räuspert Schleim hoch. Stechen, wie ein Splitter, wie Fischgräten, usw., im Hals. Mandelentzündung. [Oberkiefer springt hervor.] Kropf (re.); Schmerzen zeihen zum Kopf. Magen schwach; leicht verstimmt. Verlangt nach Säuren, Gewürzen oder Stimulantien. Essen erquickt aber bewirkt Schweregefühl. Fauliger Schleim aus dem Anus. Stuhlgang schwierig, obgleich weich. Muss warten, bis Urin kommt; entleert danach Blut und Eiter. Nephritis; nach Scharlach. Sehr übelriechende, heiße, membranöse oder eitrige Leukorrhoe. Schmerzhafter Kehlkopf. [Husten durch die geringste Entblößung.] Pfeifendes, erstickendes Atmen;muss den Kopf zurückbeugen. Krupp. Heiserkeit; chronisch; der Sänger. Stimmlosigkeit. Asthma; nach Unterdrückungen. Husten, erstickend, bellend; < kalte Getränke oder morgens;Hüsteln, wie von einer Feder; LOCKER, bringt aber keinen Auswurf zustande, es verengt sich in kalter Luft. SCHWÄCHE UND VIEL RASSELN IN DER BRUST. Viel Auswurf; dick, und gelb. Rezidierende Bronchitis; bei jeder Erkältung. Haut empfindlich gegenüber kalter Luft (Agar.). Übelriechende, feuchte Hautausschläge [in den Hautfalten]. Indolente, pulsierende Geschwüre; umgeben von kleineren Geschwüren, Pusteln oder Eiterbeulen. Impetigo. Mangelhafte Granulation. Schweiß und Rasseln bei jeder Erkältung oder Husten. Nachtschweiße. Niedrige Fieber. Hektische Fieber. [Körper dünstet einen widerlichen Geruch aus.]

Ergänzend: JODUM, SILICEA TERRA

Verwandt: MERCURIUS SOLUBILIS

Folgemittel: PHOSPHORUS, SILICEA TERRA

Antidote: BELLADONNA, CHAMOMILLA, KALIUM IODATUM, MERCURIUS SOLUBILIS, SILICEA TERRA

LEITSYMPTOME

  • Überempfindlichkeit gegenüber allen physischen und psychischen Einflüssen
  • Entzündungsneigung
  • starkes und leichtes Schwitzen
  • Schmerzen im Hals wie von Splittern
  • Atonie des Verdauungs- und Harntraktes

ÄTIOLOGIE

MODALITÄTEN

Verschlimmerung

  • < durch geringst Kälteexposition [EuNa];
  • < trocken-kalte Luft; Zugluft;
  • < Kaltwerden eines Körperteils; Entblößung;
  • < Berührung; Geräusch;
  • < Quecksilbermissbrauch;
  • < nachts [Pha]

Besserung

  • > Feuchtes Wetter;
  • > Warmes Einpacken (bis zum Kopf);
  • > feuchte Wärme/Hitze

MIASMATIK

KLINISCHE INDIKATIONEN

GEISTES- UND GEMÜTSSYMPTOME

  • Reizbarkeit: heikel; man kann ihm nichts recht machen; übellaunig; unzufrieden mit sich und anderen; heftig mit Impulsen zu schrecklichen Taten: Töten und Brandstiftung
  • Angst: vor Schmerzen und Verletzungen; Hypochondrie; Agoraphobie
  • träger Charakter
  • Niedergeschlagenheit: entmutigt und traurig; tiefe Melancholie mit Selbstmordgedanken wegen seiner Leiden
  • hastiges Sprechen und Trinken


ALLGEMEINSYMPTOME

  • Empfindlichkeit:
    • Schmerz: der geringste Schmerz lässt ihn in Ohnmacht fallen [Pha]; besonders an den Entzündeten, geschwollenen Stellen oder solche mit Hautausschlag; die Kranken können nicht ertragen, wenn sie berührt werden, nicht einmal wenn kalte Luft darüber streicht. CHINA verträgt bei Überempfindlichkeit gegen leichte Berührung trotzdem starken Druck. [EuNa]
    • Kälte: trägt sogar im Sommer einen Mantel [Pha]; erträgt nicht, wenn auch nur ein Körperteil kalt wird [RoMo]. Mittel mit Empfindlichkeit gegen kalte Luft sind noch ARSENICUM ALBUM,CALCAREA CARBONICA,NUX VOMICA,PSORINUM,SILICEA,TUBERCULINUM,[EuNa]
    • Reize: große Aufregung bei jeder Kleinigkeit; wird schnell heftig; streitsüchtig
  • Schwitzen: schwitzt sehr leicht, will sich aber nicht entblößen. Schweißabsonderungen riechen sauer; nach altem Käse. --> lokales und allgemeines Schweißmittel; kann nach MERCURIUS bei Rheumatismus angezeigt sein, wenn der Patient Tag und Nacht schwitzt, ohne Erleichterung und Mercurius nicht hilft [EuNa]
  • Entzündungen:
    • Eiterung: jede noch so kleine Verletzung eitert; Abszesse; reichliche Absonderung von dickem Eiter; Hepar nimmt Einfluss auf den Verlauf von Eiterungsprozessen: vor der Eiterung in hohen Dosen, aber nicht zu schnell oder häufig, kann die Eiterung verhindert werden; bei schon vorhandener Eiterung wird der Prozess beschleunigt und die Heilung unterstützt [EuNa].
    • Atemwege: z.B. chronischer Schnupfen; Krupp; Schwellung der Halsdrüsen und Lymphknoten. Unterscheidung zwischen Heparkrupp und ACONITUM-Krupp: Aconitumkrupp setzt schon abends ein, wobei Heparkrupp erst in den frühen Morgenstunden auftritt. Für Heparkrupp noch charakteristisch ist die Verschlimmerung beim Einatmen kalter Luft; Es scheint als würde er sich jedes mal neu erkälten, wenn er frische Luft einatmet. Bei chronischem Asthma bronchiale ähnelt Hepar oft NATRIUM SULFURICUM, der Unterschied liegt darin, dass das Asthma bei Hepar in trockener, kalter Luft schlechter und in feuchter besser wird; besonders charakteristisch ist das Husten wenn ein Körperteil entblößt wird. [EuNa]
    • Tonsillen: mit eitrigen Entzündungen, kann mit Schwerhörigkeit einhergehen; je nach Indikation werden auch andere Mittel angezeigt: BELLADONNA,MERCURIUS VIVUS,MERCURIUS JODATUS,FLAVUS,LACHESIS,LYCOPODIUM,LAC CANINUM,BHRYTA CARBONICA,PLUMBUM [EuNa]


Verlangen

Abneigungen

CHARAKTERISTISCHE SYMPTOME (Schema Kopf zu Fuß)

Kopf


Augen


Ohren


Nase


Gesicht


Mund


Zähne:

Innerer Hals


Atemwege


Brust


Herz und Puls


Abdomen


Magen


Äußerer Hals und Rücken


Rektum, Anus und Stuhl


Harnorgane

Urin:

Männliche Genitalien


Weibliche Genitalien


Menstruation:

Extremitäten


Obere Extremitäten


Untere Extremitäten


Haut

Frost und Fieber

Schlaf

Träume

BESONDERE HINWEISE

Bewährte Indikationen

Thema des Arzneimittels

Körperlich:


Psychisch:


Hinweise zur Signatur:


Symbolik, Mythologie, Analogien aus Literatur und Künsten:


VERWANDTE MITTEL

Komplementärmittel/Ergänzungsmittel

Folgemittel

Zyklen

Kollateralmittel/Vergleichsmittel

Antidote

Es antidotiert

QUELLEN

C.M. Boger: Synoptik Key; Similimum-Verlag; ISBN 3-930256-30-4
Roger Morrison: Der Homöopathischen Leitsymptome und Bestätigungssymptome; Kai Kröger Verlag; ISBN 3-9801945-5-8
Eugene B. Nash: Leitsymptome in der homöopathischen Therapie; Haug; ISBN 3-8304-7122-X
William Boericke: Handbuch der homöopathischen Materia medica; Haug; ISBN 3-8304-7205-6
S. R. Phatak: Homöopathische Arzneimittellehre; URBAN & FISCHER; ISBN 3-437-56861-2

LINKS