LATRODECTUS MACTANS

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Ursubstanz:

Systematik: Animalia - Arthropoda - Arachnida - Araneae - Theridiidae.
Verreibung der lebenden, weiblichen Schwarzen Witwe, einer Kugel- bzw. Haubennnetzspinne (Theridiidae) aus Amerika, v. A. Südstaaten. Größe ca. 1 cm, mit 8 Beinen, die jeweils etwas 2,5 cm lang sind. Sie verkriecht sich gerne in Mauerritzen, im halbhohen Gras oder an überhängenden Felsen. Das haubenartige Deckengespinst, das sich aus einem unregelmäßigen Gewirr kurzer, weitmaschiger Fäden zusammensetzt, wird von Spannfäden gehalten. Die Schwarze Witwe ernährt sich hauptsächlich von geflügelten Insekten. Im oberen Teil des Netzes befindet sich der nach unten offene, schüsselförmige Schlupfwinkel, in dem sich die Spinne meistens aufhält. Lebt Latrodectus in der Nähe des Menschen, so baut sie ihr Nest häufig unter Latrinendeckeln, welhalb es häufig zu Bissen in die Genitalien und Oberschenkel kommt. Die Spinne ist nachtaktiv. In freier Natur beträgt die Lebenserwartung etwas ein Jahr, bei gehaltenen Tieren bis zu drei Jahren.
Das Gift des ist 15x stärker als das der Crotaliden und ist in der geringen Menge, die beim Biss eines Weibchens abgegeben wird für kleine Kinder tödlich, die an Herzlähmung sterben. In den USA wurden im Zeitraum von 1959 - 1973 insgesamt 1726 Zwischenfälle mit Latrodectus mactans gemeldet, wobei 55 Personen an der Vergiftung starben. Es enstehen erst lokal, dann sich ausbreitende große Schmerzen, begleitet von Schweißausbruch, großem Durst, Übelkeit, Atemnot, Lähmungserscheinungen, extremes Angstgefühl und heftigen, schmerzhaften Krämpfen am ganzen Körper, was auch zu Grimassieren führt und erst durch starkes Schwitzen nachlässt. Schwellung der Lymphknoten, neurotoxische Wirkung. Leibschmerzen und starre Bauchmuskulatur, Blasen- & Nierenfunktion eingeschränkt, die Hämolysine führen zum Erbrechen von schwarzem Blut und schwarzem Durchfall. Lokal tritt Nekrose mit stark verzögerter Heilung ein.
Nach der Paarung wird das viel kleinere Männchen gefressen. Eiablage: Die Weibchen von Latrodectus mactans stellen ca. 10 runde, gelbliche Eikokons her. Nach einem Monat schlüpfen aus jedem Kokon 100-500 Spiderlinge.
Die Beutetiere sind oft viel größer und schwerer als die Spinne selbst. Die Aufnahme in die Materia medica erfolgte durch Jones und Tafel 1889 nach Prüfungen von Bradbury und Blair.

Thema:

Körperlich:


Psychisch: Weiblichkeit, weibliche Sexualität, Betrug um Macht und Geld.


Zippermayr: Starr vor Entsetzen. Atemlose Wut darüber, statt Akzeptanz und Anerkennung nur Missachtung zu erfahren und trotz Bemühung, Verzicht, Anspruchslosigkeit keine Wertschätzung erfahren zu haben. Strategie: Hinterhältigkeit, weil es sich hilflos fühlt und nicht offen reagieren kann.

Leitsymptome:

Schmerzen, Krämpfe, Zusammenschnürungs- und Taubheitsgefühl. Gefühllosigkeit der Extremitäten während des Krampfes, wie abgestorben. Krämpfe in Bauch- & Brustmuskulatur und im LWS-Bereich. Die Haut ist während der Anfälle eiskalt und bläulich marmoriert. Starke Frostigkeit, reichlicher kalter Schweiß. Schwarze Blutungen, auch Hämorrhagien mit dünnem, wässrigen Blut. Wunden bluten reichlich (3), Hämophilie (3).

Klinisches Bild:

Angina pectoris (3) und Herzinfarkt im Akutstadium (Arn). Mit Todesangst, Unruhe, Erschöpfung, Atemnot und ausstrahlenden Schmerzen in den linken Arm bis in die Fingerspitzen, mit Taubheit und Lähmung der betroffenen Teile. Lähmungen des Nervensystems, Lähmungen des Plexus lumbosacralis. Puls beschleunigt bis 130/Min., schwach, fadenförmig, kaum zu tasten, langsame Herzfunktion. Hypertronie. Apoplex.
Ruhelosigkeit tags und nachts, obwohl Bewegung verschlechtert. Chorea. Gefäßspasmen in den Extremitäten, periphäre Durchblutungsstörungen. Schmerzhafte Lähmung (2). Sprechen fällt schwer. Hochdruckkrisen. Gangrän. Septische Nekrosen. Bisse von giftigen Tieren (2), Spinnenbisse (1). Erstickungsangst.

Ethiologie:

Folgen von Unfall, Nahtoderfahrung (Acon., Op). Folge von Iodmissbrauch. Folge von Überarbeiten. Konstitutionelle Syphilis. Alkoholismus.

Modalitäten:

Verschlimmerung:

<Berührung, nachts, feuchtes Wetter, Wetterwechsel, vor Gewittern.
<Alkohol, geringste Bewegung, sogar der Hände; Belastung, Sport
<Sommer, Herbst

Besserung:

>Warmes Wetter, warme Anwendungen, Erbrechen.
>Ruhig Sitzen. Schwitzen, Trinken

Geistes- und Gemütssymptome:

Eifersucht, Empfindlichkeit (2): gegen Geräusche (2), Berührung und Gerüche. Konfus, depressiv, extreme Unruhe, bewegt sich bis zur geistigen Erschöpfung. Kann nicht liegen.
Ängste: qualvolle Angst (2), Agonie vor dem Tod (3), Gefühl des Todes (3), Angst, den Verstand zu verlieren. Angst bzw. Gefühl zu ersticken, zu sterben. Schreit laut vor Angst und Schmerz. Ängstlicher Ausdruck (2).

Verlangen zu beten. Boshaft, sarkastisch, Verlangen zu verletzen. Alkoholismus. Anorexia nervosa. Unkontrolliertes, grundloses Weinen bei Männern, die sonst emotional stark und solide sind.

Subtiles Profitieren von der Symptomatologie, werden der Familie zur Last durch depressive Neigung (Ther., Loxo-recl.). Taubheit des Armes, Beines,... werden als sicheres Vorzeichen des bevorstehenden Todes wahrgenommen. (Mangialavori)


Charakteristische Symptome: (Schema Kopf zu Fuß)

Kopf:

Augen:

Ohren:

Nase:

Gesicht:

Mund:

Hals:

Magen:

Abdomen:

Stuhl und Anus:

Harnorgane:

Männliche Genitalien:

Weibliche Genitalien:

Atemwege:

Herz und Puls:

Äußerer Hals und Rücken:

Extremitäten:

Obere Extremitäten:

Untere Extremitäten:

Haut:

Schlaf:

Fieber:

Besondere Hinweise:

Verwandte Mittel:

Antidote: