NATRIUM MURIATICUM: Unterschied zwischen den Versionen

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Periodisch; mit dem Stand der Sonne, 9 - 11 Uhr, zur selben Stunde (vgl.cedr.), jeden zweiten Tag, nach Menses. Hitze; feuchte, Sonne, Sommer. Meeresküste.  Anstrengung; geistige, der Augen, durch Schreiben, Lesen oder Sprechen. Emotionen; Mitleid. Pubertät. Chinin. Stärkehaltige Lebensmittel; Teig, Brot, insbesondere Schwarzbrot, Nudeln. Reichhaltige Speisen. Butter. Sauerkraut. Saure Speisen. Geräusche; Musik. Berührung; Druck. Vollmond. Koitus.
  
 
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* Fasten; vor dem Frühstück.
  
 
==MIASMATIK==
 
==MIASMATIK==

Version vom 30. November 2012, 18:05 Uhr

Kochsalz

URSUBSTANZ

Systematik:


Synonyme:


Abkürzung in der Homöopathie: nat-m

PRÜFUNGEN

LEITSYMPTOME

  • Beschwerden durch alte, zurückliegende Enttäuschung (4): Enttäuschte Liebe (4)
  • Beschwerden durch Kummer (4)
  • Hautmittel (bes. die Trockenheit)
  • Periodizität der Symptome
  • Chronisches Kummermittel
  • Folgen von alten Enttäuschungen
  • Sehr sensibel, empfindsam
  • Zeigen wenig Gefühle (Mauer)
  • Abneigung oder Verlangen nach Salz
  • Binden alles an sich => Wasser, Gefühle, Freunde
  • Bezug zum Meer

SCHLÜSSELSYMPTOME nach BOGER

REGION

  • ERNÄHRUNG
    • Verdauungstrakt.
    • GEHIRN.
    • BLUT.
    • MUSKELN.

GEMÜT.

HERZ.

  • DRÜSEN
    • SCHLEIM.
    • Milz.
    • Leber.

Haut.


SCHLECHTER

  • PERIODISCH
    • 9-11 Uhr.
    • Mit der Sonne.
    • Nach der Menses.
    • Jeden 2. Tag (Ars. Chin.).
  • HITZE
    • Sonne. Sommer.
    • Feuchtigkeit.

Anstrengung; Augen, Geist.
Heftige Gemütsbewegungen.
Mitgefühl.
Pubertät. Chinin.
Chronische Malaria. Silbersalze.


BESSER

Frische Luft. Kühles Baden.
Schwitzen. Ruhe.
Vor dem Frühstück.
Tiefes Atmen.


Dünn, durstig, [hoffnungslos] und schlecht ernährt. Abmagerung; absteigende; < Nacken oder Abdomen. Anämie. TROCKENHEIT; Haut, Mund, Hals, Rektum, Vagina, usw. Taubheit; einer Seite; Teile, auf denen er liegt; Finger. Zittrig. Leicht erschöpft. [Teile erscheinen kurz, Kniesehnen, Nacken, usw. Nicht besonders schmerzempfindlich.] Leichte Erkältlichkeit. Nervöse Reizbarkeit. Dicke weiße oder klare scharfe Absonderungen. Exakte Periodizität. Malariakachexie.
[Hasserfüllt; verabscheut Trost oder Aufhebens.] Untröstlich. Leicht erzürnt; < wenn geströstet. Traurig, zurückhaltend; Gesellschaft ist unangenehm. Hypochondrie. Weint bitterlich. Heftiger Kummer. Zerstreute Gedanken, oder ein Gedanke bleibt hängen, verhindert den Schlaf, ruft Rachegedanken hervor, usw. Angst. Befürchtungen. Fürchtet oder träumt von Räubern. Schwindel; als würde er fallen, beim Schließen der Augen. [Nickende Bewegungen.] KOPFSCHMERZEN; hämmernd; schwer; berstend; rasend machend; über den Augen; auf dem Scheitel, beim Erwachen; mit reilweiser Taubheit oder gestörtem Sehen; < Lesen; < Bewegung, sogar der Augen; > Druck auf die Augen. Migräne. Haarausfall. Augen fühlen sich zusammengezogen an. Tränenfluss auf der betroffenen Seite (Spig.); beim Niesen, Husten, usw. Ptosis, beim Niederlegen. Verschwommenes Sehen, schwankendes Gesichtsfeld. Buchstaben laufen zusammen. Halbsichtigkeit, dann Kopfschmerz. [Kann nicht bei künstlichem Licht lesen.] Nase verstopft, hoch oben; Niesen früh am Morgen; abwechselnd Fließschnupfen und trockener Schnupfen; Ströme von Flüssigkeit; kleine Geschwüre in der Nase. Gesicht; blass, schmutzig oder fettig. HERPES UM DIE LIPPEN; oder am Haarrand; perlenartig. Klopfen im Unterkiefer, < Beißen, < Hitze und Kälte. [Basedow Kropf.] Räuspert viel Schleim aus; bitter. LANDKARTENZUNGE; mit Bläschen besetzt oder gestreift entlang des Randes. Stumpfer Geschmack und Geruch. Zäpfchen hängt nach einer Seite. Hals; ein Fleck ist trocken, wund, kitzelt, verursacht Husten, usw.; glänzend. Durst; trinkt große Mengen. Großer Hunger, dennoch Abmagerung; ohne Appetit. VERLANGEN NACH SALZ. Abneigung gegen Brot. Brennendes Aufstoßen; nach dem Essen. Sodbrennen. Epigastrisches Pulsieren. Angstgefühl im Magen, steigt hoch zum Kopf. Gespanntes Abdomen; < Leisten. Trockener, harter, krümeliger Stuhl, zerreißt den Anus oder verursacht Brennen; mit glasigem Schlem bedeckt; jeden zweiten Tag. Chronische Diarrhoe. Zusammenschnüren des Afters. Herpes ani. Rotes Urinsediment. Koitus; schmerzhaft; Abneigung dagegen; dann Rückenschmerzen, schwache Beine, Depression, usw. Unterdrückte Gonorrhoe. Schwächender Ausfluss, anstelle der Menses. Husten; durch Kitzeln im Oberbauch; mit Asthma oder Herzklopfen; < Winter. Atemwegsinfekte, nach unterdrückten Schweißen. Herz; Herzklopfen, erschüttert den Körper, oder abwechselnd im Klopfen im Kopf; Flattern; schwach; wund; < Gemütsbewegungen, Liegen auf der (li.) Seite oder Bewegung. Schmerzhafte Nackenmuskeln. Rückenschmerz wie zuschlagen, früh am Morgen; < Husten, > Liegen auf dem Rücken, oder Druck. Rissige Fingerspitzen. Schnappen in den Knien. Kniesehnen scheinen zu kurz, oder Ziehen darin. Schluchzt im Schlaf. Erwacht mit Schwächegefühl. Haut, ölig; trocken, rauh, schmutzig, ungesund oder gelb; Risse oder herpesartige Hautausschläge, < Gelenkbeugen oder um die Fingerknöchel herum. Kälte vieler Körperteile; Hände; Füße; Herz. Morgenfrost, mit Durst. [Fröstelig, aber < in der Sonne.] Schweiß, kalt, spärlich; an der Haargrenze; auf der Nase, im Gesicht, beim Essen (Cham.).

Verwandt: PULSATILLA PRATENSIS

Komplementär: IGNATIA AMARA, SEPIA SUCCUS

ÄTIOLOGIE


MODALITÄTEN

Verschlimmerung

Periodisch; mit dem Stand der Sonne, 9 - 11 Uhr, zur selben Stunde (vgl.cedr.), jeden zweiten Tag, nach Menses. Hitze; feuchte, Sonne, Sommer. Meeresküste. Anstrengung; geistige, der Augen, durch Schreiben, Lesen oder Sprechen. Emotionen; Mitleid. Pubertät. Chinin. Stärkehaltige Lebensmittel; Teig, Brot, insbesondere Schwarzbrot, Nudeln. Reichhaltige Speisen. Butter. Sauerkraut. Saure Speisen. Geräusche; Musik. Berührung; Druck. Vollmond. Koitus.

Besserung

  • Frische Luft.
  • Kühles Bad.
  • Ruhe.
  • Schweiße.
  • Tiefes Atmen.
  • Enge Kleidung.
  • Fasten; vor dem Frühstück.

MIASMATIK

KLINISCHE INDIKATIONEN

Divergierender Strabismus (4); Heuschnupfen (4); Verletzungen und Verrenkungen (3);

GEISTES- UND GEMÜTSSYMPTOME

  • Verweilt bei vergangenen, unangenehmen Ereignissen (einziges 4-wertiges Mittel! 3-wertig: IGNATIA, LYCOPODIUM).
  • Beschwerden durch Kummer (4): Beschwerden durch Grobheit anderer (3) (weiters 3-wertig: STAPHISAGRIA). Kann nicht weinen, obwohl er traurig ist (einziges 4-wertiges Mittel! 3-wertig: IGNATIA). Weint, wenn er angesprochen wird (2) (3-wertig: STAPHISAGRIA. Weiters 2-wertig: IODUM, MEDORRHINUM, NATRIUM MURIATICUM, PLATIN, TUBERCULINUM). Hat der Kummer nicht wie bei IGNATIA funktionelle Störungen, sondern bereits pathologisch Veränderungen des Körpergewebes nach sich gezogen, sind laut Morrison Arzneien wie AURUM METALLICUM und NATRIUM MURIATICUM eher indiziert.
  • Misantropisch: Haß (4) (weiters 4-wertig: CICUTA VIROSA). Abneigung gegen Gesellschaft (4) (weiters 4-wertig: CICUTA VIROSA; Abneigung gegen die Anwesenheit Fremder (einziges 4-wertiges Mittel!); beim Urinieren (einziges 4-wertiges Mittel!).

Trost verschlechtert (4) (weiters 4-wertig: SEPIA. 3-wertig: IGNATIA, SILICEA TERRA, SYPHILINUM).

Zorn mit blassem Gesicht (4) (weiters 4-wertig: STAPHISAGRIA).



ALLGEMEINSYMPTOME


Verletzungen und Verrenkungen (3) (weitere 3-wertige: AGNUS CASTUS, ARNICA, CALCIUM CARBONICUM, IGNATIA, LYCOPODIUM, NATRIUM CARBONICUM, PETROLEUM, PHOSPHORUS, PULSATILLA, RHUS TOXICODENDRON).
Anämie (3) (weiters 3-wertig: ARSENICUM ALBUM, ARSENICUM SULPHURATUM FLAVUM, BORAX, CALCIUM, CALCIUM PHOSPHORICUM, CHINA, FERRUM, FERRUM ARSENICOSUM, GERMANIUM METALLICUM, GRAPHIT, HELLEBORUS, KALIUM ARSENICOSUM, KALIUM CARBONICUM, KALIUM FERROCYANATUM, KALIUM PHOSPHORICUM, MANGANUM, MEDORRHINUM, MERCURIUS, MOSCHUS, NITRICUM ACIDUM, PHOSPHORUS, PLATIN, PLUMBUM, PULSATILLA, SQUILLA, STAPHISAGRIA, SULPHURICUM ACIDUM, SULPHUR).
Schwindel: schlechter durch Anstrengung der Augen (4) (weiters 4-wertig: PHOSPHORUS). Schwindel beim Blicken aus dem Fenster (einziges 4-wertiges Mittel!). Schwindel nach Kaffee (einziges 4-wertiges Mittel! 3-wertig: CHAMOMILLA).

Verlangen

Verlangen nach Salz (4) (weiters 4-wertig: PHOSPHORUS und VERATRUM ALBUM).

Abneigungen

CHARAKTERISTISCHE SYMPTOME (Schema Kopf zu Fuß)

Kopf


Augen

Schielen: Divergierender Strabismus (einziges 4-wertiges Mittel!). Sieht schwarze, schwebende Flecken vor den Augen (4) (weiters 4-wertig: PHOSPHORUS, SEPIA).
Rote Augen beim Nähen (einziges 4-wertiges Mittel! 3-wertig: ARGENTUM NITRICUM; 2-wertig: RUTA).
Asthenopie, mit Lidkrämpfen und neuralgischem Schmerz in der Augengegend (DD IGNATIA).

Ohren


Nase

Heuschnupfen (einziges 4-wertiges Mittel! 3-wertig: AGARICUS, ALLIUM CEPA, ARSEN, ARUNDO MAURITANICA, GELSEMIUM, LYCOPODIUM, PSORINUM, PULSATILLA, SABADILLA, SINAPIS NIGRA, TUBERCULINUM).

Gesicht


Mund

Geschmacklosigkeit der Speisen bei Schnupfen (einziges 4-wertiges Mittel! 3-wertig: PULSATILLA).
Zähne:

Innerer Hals


Globus hystericus: Gefühl eines Klumpens (3) (weitere 3-wertige: ASA FOETIDA, IGNATIA, LACHESIS, PSORINUM).
Würgen/Zusammenziehen verschlechtert sich durch Trinken (einziges 4-wertiges Mittel! 3-wertig: HYOSCYAMUS NIGER).

Atemwege


Brust


Herz und Puls


Abdomen


Magen


Äußerer Hals und Rücken

Kropf (einziges 4-wertiges Mittel! 3-wertig: CALCIUM, IODUM, SPONGIA).
Rückenschmerzen schlechter durch langes Bücken (4-wertig und einziges Mittel in der Rubrik!!!).

Rektum, Anus und Stuhl

Gefühl im Rektum, als würde die Fäzes darin zurückbleiben (4) (weiters 4-wertig: SEPIA).

Harnorgane

Abneigung gegen die Anwesenheit Fremder beim Urinieren (einziges 4-wertiges Mittel! 1-wertig: AMBRA GRISEA, HEPAR SULPHURIS, LYCOPODIUM CLAVATUM, MURIATICUM ACIDUM, TARENTULA HISPANICA).
Unwillkürliches Urinieren, schlechter beim Husten (4) (weiters 4-wertig: CAUSTICUM, PULSATILLA).
Urin:

Männliche Genitalien

Feuchte Hautausschläge des Skrotums (einziges 4-wertiges Mittel! 3-wertig: GRAPHIT).

Weibliche Genitalien

Trockenheit der Vagina (einziges 4-wertiges Mittel! 3-wertig: LYCOPODIUM und SEPIA).
Schmerz der Vagina beim Koitus (4) (weiters 4-wertig: SEPIA; 3-wertig: ARGENTUM NITRICUM, LYSSINUM).
Menstruation:

Extremitäten

Bursae (4) (weiters 4-wertig: ARNICA; 3-wertig: PHYTOLACCA DESCANDRA, SILICEA und STICTA PULMONARIA).

Obere Extremitäten


Untere Extremitäten


Haut

Ringförmiger Herpes (4) (weiters 4-wertig: SEPIA, TELLURIUM, TUBERCULINUM).

Frost und Fieber

Schlaf

Träume

BESONDERE HINWEISE

Arzneimittelbild bei Kindern:
Kinder, die keine Ungerechtigkeit ertragen (3) (weiters 3-wertig: CAUSTICUM, COLOCYNTHIS, NUX VOMICA).

Bewährte Indikationen

Thema des Arzneimittels

Körperlich:


Psychisch:


Hinweise zur Signatur:


Symbolik, Mythologie, Analogien aus Literatur und Künsten:


VERWANDTE MITTEL

Komplementärmittel/Ergänzungsmittel

Folgemittel

Zyklen

Kollateralmittel/Vergleichsmittel

Antidote

Es antidotiert

QUELLEN

Radar 9, Archibel

LINKS

Morrison, Roger: Handbuch der homöopathischen Leitsymptome und Bestätigungssymptome, Kai Kröger Verlag, Groß Wittensee, 2. Auflage, 1997
Radar 9, Archibel


THEMA

"Great sadness" GM

ALLGEMEINES

Störungen der Kochsalzbilanz bewirken Oxidationsstörungen des Organismus. Das Salzmangelsyndrom führt zu Exsikkose. Unter übermäßiger Salzzufuhr kommt es zu Stoffwechselbeschleunigung mit verstärktem Eiweißabbau und Störungen des Wassermetabolismus. Die Folge ist Abmagerung und Beeinflussung der Flüssigkeitsbewegungen innerhalb der Gewebe. Der Spannungszustand der Gefäße verändert sich, es entwickeln sich Sekretionsstörungen sämtlicher Drüsen, und der Organismus trocknet aus. Der typische Natrium-muriaticum Patient ist häufig abgemagert, anämisch, mit blasser, trockener, welker, ggf. fettiger, glänzender Haut und allgemeiner, geistiger und körperlicher Erschöpfung. Es ist das Bild des hyperthyreoten Asthenikers.

Infolge der Stoffwechselbeschleunigung sind diese Patienten empfindlich gegen äußere Wärme, Sonnenbestrahlung und insbesondere Sommerhitze, obwohl sie grundsätzlich einen Mangel an Lebenswärme aufweisen und häufig frostig sind. Es besteht ein Verlangen nach frischer Luft sowie Empfindlichkeit gegenüber salzhaltiger Luft. Aufenthalte an der Meeresküste bessern entweder die Beschwerden und wirken allgemein belebend oder führen zu einer deutlichen Verschlimmerung. Natrium muriaticum ist ein Polychrest mit ubiquitärer Wirkung auf den Organismus, trotzdem müssen folgende Punkte der Pathogenese besonders hervorgehoben werden:

  • das Nervensystem - hier kommt es zu psychischer Reizbarkeit, mentaler Depression, Gedächtnismangel und nervös bedingten Störungen der Herztätigkeit und Blutzirkulation.
  • die drüsigen Gewebe - mit Ernährungsstörungen der Haut- und Schleimhautdrüsen des Atem- und Verdauungstraktes, entzündlicher Reizung der Lymphdrüsen sowie Dysfunktion der Ovarien, der Leber und der Milz.

Auffällig ist bei Menschen, die Natrium muriaticum benötigen, eine pessimistische, niedergeschlagene Grundhaltung, die entsprechend der hyperthyreoten Veranlagung von einer nervösen, leicht zu Zorn aufbrausenden Erregbarkeit überlagert wird. Äußerste seelische Empfindlichkeit macht diese Menschen reserviert und wenig umgänglich. Ärger, Kummer oder Kränkungen können sie nicht überwinden, wodurch sich ein verzweifelter, hoffnungsloser Gemütszustand einstellt. "Kummervoll, quält sich selbst, indem er lauter unangenehme Ideen aufsucht, was ihn sehr schwächt" HC

CAUSA

Verluste; emotionale. Emotionen; unterdrückte. Salz; Flüssigkeitsverluste. Stärkehaltige Lebensmittel; Brot, Nudeln, etc.

GEMUET

Nervöse Reizbarkeit und hochgradige Empfindsamkeit gegenüber äußeren Eindrücken. Zurückkommen auf unangenehme Ereignisse, die längst vergangen sind. "Er sucht in Gedanken immer die ehemaligen Unannehmlichkeiten auf, um darüber, sich kränkend, nachzudenken." HC Hass, auf Menschen, die ihn beleidigt haben; Rachsucht. Leicht zu Zorn erregt; < durch Trost. Abneigung gegen Gesellschaft; mag die Einsamkeit. Weint; unwillkürlich, bitter; will allein sein, um zu weinen. Kann nicht (mehr) weinen obwohl traurig. Traurigkeit abwechselnd mit Fröhlichkeit, Singen, Tanzen und Lachen. Lachen über Ernstes; abwechselnd mit Weinen; mit Tränen der Augen. Ungeschickte Hast; beim Reden, läßt Dinge fallen, Stößt sich immer wieder an der gleichen Stelle etc.. Heftig, vehement; abends, über Kleinigkeiten. Angst; hypochondrische, vor und während Menstruation, bei Gewitter, vor einer Verabredung, periodische, vor der Zukunft, vor dem Einschlafen, beim Aufwachen aus schrecklichen Träumen. Furcht; vor Krankheit, Unheil, Kleinigkeiten, vor Menschen, vor Männern, beim Gehen zu Fallen. Klaustrophobie. "Fear or dreams of robbers." PhM Extreme Gedächtnisschwäche durch geistige Erschöpfung; für Ereignisse, für das, was er gehört hat, was er sagen oder schreiben wollte, was er gedacht hat, für Worte. Konzentration fällt schwer; hat ein Leeregefühl beim Versuch, sich zu konzentrieren. "Sehr zum Weinen gestimmt, mit Arbeits-Unlust." HC Beschwerden durch stillen Kummer; kann nicht weinen. Teilnahmslos; traurig. "Sie sieht sich oft im Spiegel und wähnt, elend auszusehen." HC

Furcht vor Räubern (3) (einzige 4-wertige Arznei!!! ARSENICUM ALBUM)

KOPF ZU FUSS SCHEMA

KOPF

"Eingenommenheit des Kopfes, wie dumm und als wäre er nicht sein eigener."HC Taumeliger Schwindel. Schwindel; morgens, beim Aufstehen, beim Anstrengen der Augen, durch Alkohol, durch Tabak, die Gegenstände scheinen sich im Kreis zu drehen, chronisch mit einseitigem Kopfschmerz. "Dumpfes, betäubendes, drückendes Kopfweh, früh, gleich nach dem Erwachen, bis Mittag." HC Völlegefühl und Kopfschmerzen * , Intensität steigt und fällt mit der Sonne, periodisch, berstend, oft einseitig; erstreckt sich bis in das Auge, klopfend; wie mit tausend Hämmern, vorher Trübesehen mit Flimmern und Blitzen vor den Augen, < durch Bewegung; insbesondere der Augen, vor, während und besonders nach Menses, > durch Ruhe, liegen; mit erhobenem Kopf, durch Schlaf. Migräne. Kopfschmerz der Schulkinder. Haare fettig. Haarausfall. Juckreiz und schuppende Hautausschläge auf dem Kopf; an den Haargrenzen.

  • "By the way, a word of warning! Nat-mur. may be needed to cure the most terrible headaches, but not give it during a severe attack, at risk of a fearfull aggravation. Give its acute, Bryonia, for the immediate pain, and to palliate; and the curative drug later on, when the attack is over." TyM

AUGEN

Konjunktivitis. Sandgefühl in den Augen; morgens. Juckende, bohrende, brennende, stechende Schmerzen der Augen. Trockenheit der Bindehäute. Tränenfluss in kalter Luft. "Scharfe Tränen, die den Augenwinkel roth und wund machen." HC Trübesehen; nach Anstrengung der Augen. Nebelsehen, morgens zwischen 10 und 15 Uhr. Kann nicht bei künstlichem Licht lesen. Druckgefühl in den Augen beim angestrengtem Sehen. Flimmern, Flackern, feurige Punkte vor Kopfschmerzen. "Hemiopia then headache." PhM Krampfhaft geschlossene Lider während des Kopfschmerzes. Entzündung der Lidränder. Zucken der Lider; vor Menses."Retinal images are retained too long." PhM

OHREN

Ohrgeräusche; Summen, Brummen, Klingeln, Rauschen, Sausen, Ticken, Flattern, wie von einem Schmetterling. Schwerhörigkeit. Ziehende, stechende Schmerzen in den Ohren. Juckreiz am Ohrläppchen, hinter den Ohren. "Geschwulst des Ohrganges und Auslaufen des Ohres." HC

NASE

Starker Fließschnupfen einige Tage lang, dann Verstopfung der Nase. Nasenschleimhäute wund und geschwollen. Häufiges Niesen. "Mäßiger Schnupfen, mit gänzlichem Verluste des Geruches und Geschmackes." HC Epistaxis; beim Bücken, Husten, nachts.

GESICHT

Ausdruck; abgehärmt, alt aussehend, verwirrt, leidend. Erdfahl. Glänzend, fettig, wächsern. Akne; in der Pubertät. Hautausschläge; Pickel, Bläschen, Urticaria, Ekzeme, Herpes. Geschwüre der Lippen; der Mundwinkel. Risse der Lippen; in der Mitte der Unterlippe. Schwellung der Lippen. Erythroprosopalgie. Ausfallen der Barthaare.

MUND

Landkartenzunge. Kleinblasiger Speichel. Geschmacksverlust. Aphthen, Bläschen und Geschwüre an Mundschleimhaut und Zunge; Schmerzen und Brennen beim Essen. Trockenheitsgefühl in Mund und Rachen, bei feuchter Zunge. Empfindlichkeit der Zähne durch Luftzug oder Berührung. Zahnschmerzen beim Kauen. Schwere Zunge; Sprechen fällt schwer. "Sprechen fällt ihm schwer, er kann es nur mit Anstrengung; wie Schwäche in den Sprachorganen, von den Hypochondern aus." HC Kinder lernen spät Sprechen. Taubheit und Steife einer Zungenhälfte.

HALS/KEHLKOPF

Pflock-Gefühl im Hals; als müsse man über einen Klumpen schlucken, als würde der Hals zuschwellen. Kann nur Flüssigkeiten schlucken, feste Nahrung erreicht einen gewissen Punkt und wird dann heftig wieder ausgeworfen. Ein trockener, wunder Punkt im Kehlkopf kitzelt und provoziert Husten. "Tobacco smoker´s throat." PhM Auswurf; reichlich, bitter, salzig. Heiserkeit morgens.

BRUST

Hustenreiz durch Kitzelempfindung am Mageneingang. Husten mit Erbrechen des Genossenen. Asthma mit Herzklopfen; < im Winter. Katarrh nach unterdrückten Schweißen. Brustbeklemmung, abends. Zerschlagenheitsschmerzen der äußeren Brust. "Zerschlagenheits-Schmerz an der linken Brust, beim Vorbiegen und Atemholen, nicht beim Anfühlen." HC Intercostalneuralgie; links. Herzstiche; Empfindung wie Zusammenschnüren. Ängstliches Herzklopfen; < durch Anstrengung, Emotionen und Liegen auf der linken Seite."Heftiges Drücken unter dem Herzen, wie vom Bauche nach der Brust zu, Abends, im Bette, mit Herzklopfen, mehr schnell, als stark, vermehrt durch Liegen auf der linken, vermindert durch Liegen auf der rechten Seite, bis zum Einschlafen anhaltend." HC Kälteempfinden am Herzen bei geistiger Anstrengung. "Puls; full and slow or weak and rapid; intermittend every third beat; < lying down." PhM

ABDOMEN

Verlangen nach geschmacksintensiven Speisen; Salz, Pfeffer, bitteren Speisen und Getränken, nach Saurem, Essig, Zitronen, Fisch, Salzfisch, Austern, alkoholischen Getränken, Milch, Unverdaulichem, Kalk, Erde, Lehm, etc.. Abneigung gegen Brot, Fleisch, schwere und fette Speisen, Kaffee, Tabak. Großer Hunger; ohne Genuß, mit Abmagerung (vgl. iod.). Durst; trinkt große Mengen. Schluckauf. Aufstoßen; nach dem Essen, anfallsweise, nach gehaltvollen Speisen, Aufschwulken von Flüssigkeit. Sodbrennen nach dem Essen; mit Herzklopfen; in der Schwangerschaft. Gesichtsschweiß während des Essens (vgl. ign. , sulph. ). Fasten >. Starke Müdigkeit und Abspannung nach dem Essen bessert sich bei fortgestzter Verdauung. Völlegfühl nach dem Essen, nach dem Trinken; plötzlich. Epigastrium geschwollen und druckschmerzhaft. Gespanntes Abdomen. Unbehagliches Völlegfühl, > durch enge Kleidung. "Colic with nausea > flatus." PhM Obstipation durch Trockenheit und Untätigkeit des Rektums. Der Stuhl ist ungenügend, trocken, hart und krümelig, oder er besteht aus großen Brocken, die schwer zu entleeren sind. Stuhl mit glasigem Schleim bedeckt. Stuhlgang nur ein über den anderen Tag. Konstriktion des Rektums. Brennen und Wundheit des Afters. Stuhlgang > die Verdauungsbeschwerden. Verstopfung an Meeresküste. Seltener Diarrhoe. Diarrhoe, wässrig, schmerzlos, chronisch, morgens, durch Bewegung, nach stärkehaltigen Speisen. "Herpes ani." PhM

NIEREN/HARNWEGE

Polyurie. Harnabgang unwillkürlich; beim Husten, Niesen, Lachen, Treppensteigen. Muß warten bis der Urin anfängt zu laufen. Kann in Gegenwart anderer keinen Harn lassen (vgl. ambr.). Brennen in der Harnröhre. Absonderungen aus der Harnröhre.

MÄNNLICHE GENITALIEN

Vermindertes Sexualverlangen; Abneigung gegen Geschlechtsverkehr, gegen Frauen. Gesteigertes Sexualverlangen mit häufigen Samenergüssen und nachfolgenden Rückenschmerzen. Reizbarkeit nach Koitus.

WEIBLICHE GENITALIEN

Abneigung gegen Geschlechtsverkehr, gegen Männer. Trockene Schleimhäute. Brennende, wunde Schmerzen während Koitus. Menses zu spät und spärlich oder zu früh und reichlich. Verwirrtheit nach Mens. Fluor dünn, scharf und wundmachend.

NACKEN/RÜCKEN

Schmerzhafte Steife des Nackens. Wundes Zerschlagenheitsgefühl des gesamten Rückens; morgens, vormittags, < durch Husten, durch Koitus. Lähmige Kreuzschmerzen morgens beim Aufstehen, beim Aufrichten vom Bücken. Kreuz schmerzt wie zerbrochen, > durch Rückenlage; auf etwas Hartem. Stopft sich ein Kissen ins Kreuz.

EXTREMITÄTEN

Ruhelose Schwäche der Extremitäten. "Mattigkeit, Schwere und Niedersinken der Arme." HC Einschlafen der Fingerspitzen. Rheumatoide Schmerzen der Glieder, < durch Kälte und naßkaltes Wetter. "Joints of the leg in general; popliteal space or hollow of the knee; ankle; contraction of the joints; tension, tightness, or stiffness of the joints." GM Krämpfe in Armen, Händen, Fingern, Daumen, in den Waden; Spannung beim Gehen in den Waden. Schwere der Füße. Warzen der Handinnenfläche, der Finger, der Fußsohlen. "Corns: stitching, boring, stinging pains." HeG Rissige Haut der Hände, Finger, Fingerbeeren, an den Fingernägeln, zwischen den Zehen.

HAUT

Wunde, süchtige Haut.; Intertrigo. Kribbelempfindung der Haut; beginnt an den Füßen und steigt nach oben. Berührungsempfindliche Haut. "Haut trocken oder fettig; am meisten unter den Haaren." MzM Akne; der Stirnhaargrenze; Pubertierender. BläSchenauschlag; Herpes. Wunde, entzündete, abschilfernde, korrodierende, wundmachende Lymphe sezernierende Ekzeme; an den Haargrenzen. Ekzeme durch übermäßigen Salzgenuss. Haarschuppen. Seborrhoe. Beschwerden durch Insektenstiche.

SCHLAF

Tagesschläfrigkeit und Schlaflosigkeit nachts. Einschlafstörungen nach dem Aufwachen. Zuckungen vor dem Einschlafen. Träume; ängstliche, phantastische, sehr realistische, von Räubern; muß sich nach dem Traum vom Gegenteil überzeugen. Reden und Schluchzen während des Schlafs. " Somnambulism; rises and sits about room." PhM Unerquicklicher Schlaf. Schwäche beim Aufwachen.

FIEBER/FROST/TEMPERATUR

Frost und Kälte besonders in nasskaltem Wetter. Frost, aber Sonne <. Kälte einzelner Teile; der Hände, der Füße, des Herzens, des Rückens. Frost und Fieber mit starkem Durst. Fieber vormittags. Spärliche Schweiße. Nachtschweiße.


(Kochsalz)

Körper: Salz zieht Wasser an, entzieht dem Körper Wasser, => BINDET AUF ALLEN EBENEN! WASSERANSAMMLUNG => überall ÖDEME, Aszitis, in Körperhöhlen, Hydrocephalus.

Haut: TROCKENHEIT DER SCHLEIMHÄUTE => Mund, Kehle, Vagina, Darm, After. RISSE AM MUNDWINKEL, Interdigitalfalten. HAUT und Haare trocken (können auch FETTIG sein). Starker Haarausfall am ganzen Körper. LANDKARTENZUNGE. HAUTAUSSCHLÄGE: TROCKENE oder feuchte Ausschläge, Blasen große/ kleine. Ausschläge am HAARRAND, Gesicht, Beugen, Urticaria, Neurodermitis => Juckreiz. HERPES im Mundbereich, Genitalien.

Absonderungen: Wässrig, klar, scharf. Alles ist salzig => Sekrete, Speichel, Schweiß, Tränen, Auswurf.

Kopf: KOPFSCHMERZEN => Druckschmerz mit Periodizität und SCHWEISSNEIGUNG. Migräne. SCHWINDEL.

Nerven: TAUBHEITSGEFÜHL oder Kribbeln in Fingern, Zehen, Lippen, Zunge. Zuckungen in der Muskulatur. Zittern überall => am Körper, Hände, Mund, Lippen. GIT: ABMAGERUNG trotz vielen Essens. Mittel bei Hyperthyreose. Anorexie. Verdauungsstörungen => Obstipation abwechseln Diarrhoe, besonders morgens.

Genitalien: Probleme mit der Periode => traurig, verstimmt, Schmerzen. Probleme mit der Sexualität (Abneigung gegen Männer). Abneigung gegen Koitus.

HERZ: Flattern, Herzklopfen PALPITATIONEN, Druckgefühl im Herzbereich. Nase: HEUSCHNUPFEN => chron. Sinusitis mit Geruchs- und Geschmacksverlust. Chron. Verstopfung der Nase, Fließschnupfen. Tränende Augen.

Blase: Unwillkürlicher Urinabgang beim Lachen, Husten, Niesen. Polyurie.

Allg.: PERIODIZITÄT. Symptome von morgens bis abends, od. von 10-15h. GEFÜHL EINES FREMDKÖRPER => Haar auf der Zunge, Klumpen im Hals, Splitter. Schnelle Erschöpfung, Mattigkeit. Morgens schwach nach dem Aufwachen. Erkältungsneigung. FRIERT sehr leicht. Anämie. Hypochondrie. Spätentwicklung => bei Kindern, können aber auch frühreif sein.


Modalitäten

Besser Verbesserung oder Verschlimmerung am MEER. Krankheit von SONNENAUFGANG BIS UNTERGANG. Durch liegen auf etwas Hartem. Tiefes Einatmen. FRISCHE LUFT. Fasten, vor dem Frühstück. Schwitzen. Ruhe.


Schlechter TROST. Sonne, HITZE. Nach dem Koitus. Abneigung gegen Gesellschaft. Überanstrengung der Augen, des Geistes, der Stimme usw. Vollmond. Musik. PERIODISCH: Immer zur gleichen Zeit, jährlich, wöchentlich, 9-11h.


Gemüt: Sind früh und oft verletzt worden => FORTWÄHRENDE ENTTÄUSCHUNG! Verletzungen besonders in der Kindheit => z.B. mit Geschwistern, Eltern. ANGST VERLETZT ZU WERDEN und STARKE VERLETZBARKEIT => sind vorsichtig im Umgang mit anderen Menschen, zurückhaltend gehen auf Distanz. Haben wenige, aber gute Freunde! Enttäuschungen in der Liebe. Die Enttäuschung bei Nat-m ist chronisch => wird sie akut erlebt ist es häufig Ign.

Beziehungsprobleme => KÖNNEN SCHLECHT GEFÜHLE ZEIGEN. Wollen von sich wenig preisgeben (als Schutz, aus Angst vor Verletzung). Öffnen sich nur auf Vertrauensbasis, haben eine Mauer um sich gebaut, erzählen nicht viel von sich. Weinen nur wenn sie alleine sind. Dickköpfig und stur!

Haben gelernt, dass sie nur akzeptiert und geliebt werden, wenn sie etwas dafür tun. Suchen ständig nach BESTÄTIGUNG UND ANERKENNUNG => alles was sie machen muss perfekt sein, wo sie in Kontakt mit anderen treten. Wollen nicht angreifbar sein, haben hohe Ansprüche an sich! Sind PFLICHTBEWUSST, arbeitsam, zuverlässig, legen Wert auf Sauberkeit.

Menschen mit viel TIEFGANG, können schlecht mit Oberflächlichkeit umgehen. Sind sehr SENSIBEL, EMPFINDSAM und gute Beobachter => nehmen Stimmungen wahr, meinen man redet über sie, fühlen was andere denken! SCHULDGEFÜHLE.

Menschen den man vertrauen kann, hören gut zu, sind treu, verlässlich, opfern sich auf um zu helfen. Verhalten sich selber korrekt und verlangen das auch von anderen!

Haben STARKE BESITZANSPRÜCHE gegenüber ihren guten Freunden, sind egoistisch dabei. Können sich schlecht von Menschen oder Dingen trennen. Es fällt ihnen SCHWER LOSZULASSEN, sie sind fixiert auf bestimmte Bezugspersonen. Können sich schlecht auf neue Situationen einstellen. Heimweh! Haben sehr LANGEN UND TIEFEN KUMMER => wiederkehrende Enttäuschung!

Fixe Ideen => schwarz/ weiß denken (Freund od. Feind) entwickeln RACHEGEFÜHLE. REIZBARKEIT, leicht zornig, oder verärgert. Reserviert, eingeschnappt. Abwechselnd lachen oder weinen. Lachen in ersten Angelegenheiten.

Starke DEPRESSIONEN. Sehnsucht nach TRAURIGEN GEFÜHLEN, wärmen ihre unangenehmen Erlebnisse immer wieder auf => werden mit den Depression alt. Häufige Suizidgedanken! Pflichten halten sie vom Suizid ab => Familie, Freunde!

Oftmals zerstreut, hastig, lassen Sachen fallen, unachtsam. Sind sehr vergesslich. Träume: Realistisch. Von Einbrechern, Räubern.

Probleme mit der Sexualität.


Nahrung: VERLANGEN NACH SALZIGEM, selten auch Abneigung (Chips, Lachs, Ernüsse). Verlangen: Sauere und bittere Speisen. Abneigung: Brot, Fleisch, Tabak. Starker DURST => trinkt große Mengen WASSER. Starkes Hungergefühl.


Aussehen: Kleidung: Korrekt, bieder, unauffällig. Hochgewachsen, hager, dünn, unweiblich => fallen nicht auf! ABMAGERUNG BESONDERS AM HALS. Schauen einen nicht an beim reden, überlegen lange bevor sie was sagen. Gute Psychologen, Therapeuten, Lehrer => sehr einfühlsam, vertrauensvoll, korrekt.

Ist eher ein Frauenmittel!

Kinder

Kleine schmale, dünne Kinder mit dünnen Hals, ziehen oft die Schultern hoch. Sehr zurückhaltend, sprechen nur wenn sie gefragt werden, erledigen alle Aufgaben! Entwicklungsverzögerungen bei Kindern: Sprechen, Laufen.

Zentrale Idee


ANGST VERLETZT ZU WERDEN => AUS FRÜHER, HÄUFIGER ENTTÄUSCHUNG HERAUS!


NATRIUM MURIATICUM Auszug Vithoulkas

Das Hauptcharakteristikum, das dem Natrium-mur.-Bild zugrunde liegt, ist die Introvertiertheit, die aus einer großen Verletzlichkeit auf der gefühlsmäßigen Ebene entspringt. Natrium.-mur.-Patienten sind sehr sensibel; sie fühlen den Schmerz der anderen und spüren, daß jede Form von Zurückweisung, Spott, Demütigung oder Kummer für sie selbst unerträglich wäre. Aus diesem Grunde bauen sie eine Schutzmauer um sich auf, schließen sich in ihrer eigenen Welt ein und ziehen es vor, ihre Angelegenheiten selbst zu regeln. Sie vermeiden es,verletzt zu werden, koste es, was es wolle. Menschen, die für ein Natrium-mur.-Krankheitsbild anfällig sind, sind vom Gefühl her sehr empfindlich und verletzlich, aber sehr klar und stark auf der geistigen und körperlichen Ebene. Geistig entwickeln sie einen hohen Grad an Objektivität und Bewußtsein wie auch einen starken Sinn für Verantwortung. Aus diesem Grund fällt ihnen oft die Rolle desjenigen zu, der sein Ohr mitfühlend anderen leiht, die in Not sind. Durch ihre Sensibilität und ihr Verantwortungsbewußtsein gelangen sie oft in beratende Rollen als Psychotherapeuten, als Seelsorger usw.. Während sie mitfühlend den Sorgen der anderen zuhören, behalten sie selbst ihre Objektivität und erscheinen sehr stark. Sie nehmen jedoch innerlich den Schmerz des anderen auf und beschäftigen sich später damit; sie stellen besonders die Fragen: "Wie würde ich in einer solchen Situation reagieren ? Würde ich es ertragen können ?"

Ihr ganzes Leben hindurch werden Menschen mit Natrium-mur.-Tendenzen tief durch alle Lebensumstände beeinflußt und sind auf diese Weise in ihrem Bewußtsein und Verständnis ihrem Alter voraus. Sie sind stark, mögen die Herausforderung, selbst wenn sie ein gefühlsmäßiges Risiko beinhaltet. Zuerst freuen sie sich über Gesellschaft und der emotionale Kontakt mit anderen tut ihnen gut. Sie genießen die Zuneigung anderer, sie erwarten und fordern sie innerlich sogar, obwohl sie selbst nicht leicht ihre Zuneigung zum Ausdruck bringen. Sie sind so empfindlich, daß sie sich durch die kleinste Bemerkung, die kleinste Geste verletzt fühlen, die vielleicht Zurückweisung oder Spott beinhalten könnte. Natrium-mur.-Heranwachsende z.B. verabreden sich nicht gerne zu einem Rendezvous, aus Angst zurückgewiesen zu werden. Selbst eingebildete Kränkungen können Leiden hervorrufen. Nachdem sie mehrere Male verletzt wurden, lernen sie, vorsichtiger zu sein. Sie werden es sich zweimal überlegen, ehe sie sich auf eine emotionale Erfahrung einlassen. Sie wenden sich introvertierten Beschäftigungen zu, die emotional "sicher" sind, wie z.B. Lesen (meist Romane oder Lektüre, die von praktischem Wert in zwischenmenschlichen Beziehungen ist), Musik ,oder sie hängen Phantasien nach.

Sie können sich in ihrer Isolation ganz wohl fühlen. Sie neigen zu Verschlossenheit und wollen ihre Probleme selbst lösen, ohne auf die Hilfe anderer angewiesen zu sein. Allmählich gelangen sie an einen Punkt, an dem sie keinen Kontakt mehr mit der Welt draußen braubhen. Wenn jemand in ihre private, in sich gekehrte Welt eindringt, können sie ärgerlich reagieren. Ihr vordringlichstes Bestreben im Leben wird es, "nicht zu verletzen und nicht verletzt zu werden".

Jemandem Schmerzen zuzufügen, würde das Ende der Welt für sie bedeuten; egal ob es sie selbst trifft oder andere. Sie sind vollkommen unfähig, anderen wissentlich Schmerzen zu bereiten. Aus diesem Grund entwickeln sie sich zu sehr ernsten Menschen. Sie machen keine Witze, die jemanden vielleicht aus Versehen verletzen könnten. Anderen mögen sie kalt und zu sachlich erscheinen, weil sie so darauf bedacht sind, ihre eigene emotionale Verletzlichkeit zu verbergen bzw. andere nicht zu verletzen. Zusammen mit dem starken Verantwortungsbewußtsein von Natrium mur. führt dies dazu, daß Schuldgefühle eine große Rolle im Leben dieser Menschen spielen.

Vom Körperbau her sind Kinder mit Natrium-mur.-Tendenzen eher zart und dünn. Man sieht oft eine feine,genau horizontal verlaufende Linie, die das Unterlid in zwei Teile teilt. Diese Linie tritt im allgemeinen bei jungen Mädchen mit hysterischen Persönlichkeitszügen auf; weitere Mittel, die diese Linie haben, sind u.a. Asa foetida, Lilium tigrinum, Moschus. Zusätzlich beobachtet man manchmal einen Riß in der Unterlippe.

Das Natrium -mur.-Kind reagiert sehr empfindlich auf Spannungen. Wenn die Eltern miteinander streiten, leidet es; es wird vielleicht sogar körperlich krank.

Wir haben meist sehr brave Kinder vor uns; es ist nicht nötig, sie schwer zu be-strafen, ein einziger mißbilligender Blick genügt.

Die hysterische Tendenz bei Natrium-mur.-Kindern wird leicht sichtbar, wenn sie streng getadelt werden. Dann reagieren sie extrem, werfen sich zu Boden, treten und schreien. Trost oder Beruhigung sind sinnlos und verschlimmern die Sache nur; der Anfall dauert solange, bis sie selbst beschließen aufzuhören.

Später mit fortschreitendem Alter, zeigt sich die Neigung zur Hysterie auf andere Art. Normalerweise bringen Natrium-mur.-Patienten ihre Gefühle nicht direkt zum Ausdruck. Zum Beispiel weinen sie nicht leicht, wenn ein Kummer an ihnen nagt. Sie können sehr ernst in ihrem Benehmen sein. Wenn sie dagegen nervös und gestreßt sind, neigen sie dazu, über ernste Dinge zu lachen, hysterisch zu kichern. Gerät dieses Kichern außer Kontrolle, löst es sich in hysterischem Weinen auf.

Heranwachsende dieses Typs sind wahrscheinlich ruhig und zurückgezogen aber mit Verantwortungsbewußtsein und Integrität. Auf einer Party sitzen sie eher am Rand und haben Gefallen daran, den anderen zuzuschauen; sie stellen sich vor, was die anderen eben erleben. Wenn sie sich zu jemandem hingezogen fühlen, flirten sie nicht mit ihm oder sind besonders freundlich zu ihm. Sie tun, als würden sie ihn gar nicht beachten und beobachten ihn nur aus den Augenwinkeln. Sie malen sich gerne aus, der andere sei genauso von ihnen angezogen, und es kann passieren, daß sie die ganze Situation auf romantische Art und Weise völlig übersteigert sehen. Deshalb stellt Kent fest, daß sich ein junges Natrium-mur.-Mädchen leicht in einen verheirateten oder sonstwie unerreichbaren Mann verliebt. Das führt dann zu großem Schmerz und Kummer und endet in noch größerer Introversion.

Sie entwickeln intensive emotionale Zuneigung zu anderen, aber sie zeigen ihre Gefühle nicht. Eine Tochter hegt vielleicht tiefe Gefühle für ihren Vater, ohne daß es jemand merkt. Dann stirbt der Vater. Die Tochter trauert still, schließt sich in ihrem Zimmer ein und weint in ihr Kopfkissen. Zur Überraschung aller, die nicht gemerkt heben, wie tief sie ihrem Vater zugetan war, zieht sie sich mehr und mehr in sich selbst zurück und will mit ihren Büchern und ihrer Musik allein sein. Kein Weinen und Klagen vor anderen, vielleicht manchmal ein Seufzen. Dieser Zustand hält an, bis sie schließlich zusammenbricht. Dann kommt es zu unkontrolliertem hysterischen Schluchzen, es schüttelt ihren ganzen Körper, er krampft und zuckt. Ein solcher Ausbruch dauert normalerweise nur kurze Zeit, sie gewinnt Kontrolle und Fassung schnell wieder zurück.

Das erste pathologische Stadium bei Natrium-mur. zeigt sich auf der körperlichen Ebene - Gastritis, Arthritis, Migräne, Krebs, Herpes auf der Unterlipppe. Wie zu erwarten, tauchen solche Zustände wahrscheinlich nach einer Periode des In-sich-Gekehrtseins auf, die einem schweren Kummer oder einer schweren Demütigung folgte.

Oder der Patient reagiert hysterisch auf jeden Umwelteinfluß - er wird empfindlich gegen Licht, Geräusche, Zigarettenrauch usw.. Bei solchen Patienten treten häufig Allergien und Ekzeme auf.

Auch neurologische Störungen treten bei Natrium mur. häufig auf. Zum Beispiel Neuralgien des linken Auges oder der linken Intercostalnerven. Auch Multiple Sklerose spricht auf Natrium mur. an, natürlich nur, wenn die Gesamtheit der Symptome paßt. Herzerkrankungen sind bekannt, aber sie pflegen sich eher als Arrhythmien oder als Herzklopfen zu äußern - eine Wirkung des Nervensystems auf das Herz.

Einige der bekanntesten Schlüsselsymptome finden sich in den frühesten Phasen des Natrium-mur.-Krankheitsverlaufs. Der Patient hat starkes Verlangen nach Salz, Abneigung gegen schleimige Speisen und Fett sowie gegen Hühnerfleisch. Charakteristischerweise besteht Unverträglichkeit von Hitze, Empfindlichkeit gegen Licht und Verschlimmerung (besonders der Kopfschmerzen und der Haut) durch die Sonne. Das trifft in verschiedenem Ausmaße für alle Natriumsalze zu, ist aber bei Natrium mur. mehr oder weniger gleich stark ausgeprägt. Sonne und Licht verschlimmern Natrium sulfuricum stärker als Natrium muriaticum; am schlechtesten verträgt Natrium carbonicum die Sonne. Der Natrium-mur.-Patient kann sowohl gegen Hitze als auch gegen Kälte empfindlich sein, meist jedoch reagiert er auf Hitze stärker. Er ist weniger hitzeempfindlich als Natrium sulfuricum und weniger kälteempfindlich als Natrium carbonicum.

Ein charakteristisches Symptom von Natrium mur. ist die Unfähigkeit, in Gegenwart anderer zu urinieren oder Stuhl abzusetzen. Sie entspringt der Furcht, sich lächerlich zu machen und führt zu einer anhaltenden Spannung der Sphinktermuskulatur, die sich nur beim Alleinsein löst.

Wenn die emotionale Verletzlichkeit zunehmend pathologisch wird, reagiert der Patient depressiv. In dieser Depression ist er untröstbar und neigt sogar zum Selbstmord. Nehmen wir zum Beispiel an, ein junger Mann hat eine schwere Zurückweisung oder einen schweren Kummer erlitten; er zieht sich in sein Zimmer zurück und stellt die traurigste Musik an, die er finden kann. Die Musik ist nicht geeignet, die Stimmung zu heben, eher verschlimmert sie alles. Er schwelgt in Depressionen. Wenn irgendetwas schiefgegangen ist, übertreibt er alles maßlos. Er läßt sich nicht helfen, versucht, sein Problem allein zu lösen. Wenn schließlich die Depression langsam verschwindet, gewinnt er wieder eine realistischere Lebenseinstellung. Zu diesem Zeitpunkt wird ihm Musik helfen, die Reste seiner Depression zu überwinden. Das heißt, ob Musik bei Natrium mur. verschlimmert oder zur Besserung beiträgt, hängt von den Umständen ab; möglich ist beides.

Diese Depression ist eine Art von hysterischer Reaktion. Normalerweise bleibt der Natrium-mur.-Patient solange objektiv, wie er seine Gefühle unter Kontrolle hat; bricht die Kontrolle im Gefühlsbereich jedoch zusammen, wird der Patient irrational und die Gefühle übernehmen das Steuer.

Wenn die Krankheit über das Stadium der Depression hinausschreitet, kommt es zu periodisch auftretenden körperlichen Symptomen und zu Stimmungsschwankungen.

Körperliche Symptome treten in bestimmten Intervallen und zu bestimmten Zeiten auf. Deshalb ist Natrium mur. oft bei Patienten indiziert, die früher einmal an Malaria erkrankt waren, oder bei denen die Einnahme von Chinin zu negativen Auswirkungen geführt hat; es kann auch bei Patienten von Nutzen sein, in deren Familie Malaria vorkam. Die bei Natrium mur. häufig anzutreffenden Migräneanfälle treten oft zu bestimmten Zeiten auf, normalerweise zwischen 10 Uhr und 15 Uhr. Asthmaanfälle treten häufig ebenfalls zwischen 17 Uhr und 19 Uhr auf.

Die Stimmung schwankt zwischen unverständlicher Depression und nicht einsehbarer Heiterkeit. Wenn die Objektivität des Patienten beeinträchtigt ist, spielt sich auf der emotionalen Ebene alles in Extremen ab. In diesem Stadium können manche charakteristische körperliche Symptome allmählich verschwinden. Wenn die Krankheit tiefere Schichten erreicht, kann es sein daß das Verlangen nach Salz, die Abneigung gegen schleimige Speisen, die Verschlimmerung durch die Sonne nicht mehr länger vorhanden sind. Das Verschwinden dieser Züge ist dem Tieferschreiten der Krankheit direkt proportional. Der Homöopath muß oft nach solchen Symptomen nicht nur in der Gegenwart,sondern auch in der Vergangenheit forschen.

Wenn die Krankheit die emotionale Ebene erreicht hat, entwickelt sich als erste Furcht die Klaustrophobie. In frühen Stadien erfreuen sich Natrium-mur.-Patienten noch ziemlicher emotionaler Freiheit und ärgern sich über jede Einengung durch andere. Später verschließen sie sich, bedingt durch ihre eigene Verletzlichkeit. Wenn sie von außen die gleiche Einengung erfahren (zum Beispiel durch geschlossene Räume), die sie sich innerlich selbst auferlegen, bekommen sie Angst.

Zusammen mit der Klaustrophobie kommt es zu Verhärtungsprozessen auf der emotionalen Ebene. Die Patienten entwickeln fixe Ideen; sie teilen alles in gut oder schlecht, richtig oder falsch, praktisch oder unpraktisch ein.

Schließlich steigt eine hypochondrische Angst um die Gesundheit aus dem Inneren auf, eine zwanghafte Aufmerksamkeit, für alles, was die Gesundheit betrifft. Dann brechen auch die zwanghaften Kontrollmechanismen zusammen und der Patient drückt alles offen aus, was er sich vorher nicht zu sagen getraut hatte. Er wird schamlos, exhibitionistisch, führt obszöne Reden.usw...Im Endstadium wird der Patient normalerweise nicht vollkommen verrückt; er verliert seine geistige Kontrolle nicht ganz, aber es kommt zu diesem schamlosen Benehmen.

Natrium muriaticum ist ein so tiefwirkendes Mittel.und in unserem westlichen Kulturkreis so häufig indiziert, daß wir es mit einigen anderen Arzneimitteln vergleichen sollten.

Ignatia steht natürlich Natrium muriaticum am nächsten. In vieler Hinsicht sind sie sogar identisch. Aus diesem Grunde folgen sie einander oft in bestimmten Fällen.Ignatia ist von oberflächlicher Wirkung und ist oft angezeigt, wenn die Reaktionen des Patienten oberflächlicher sind. Natrium muriaticum-Patienten sind stärker, sie können größeren emotionalen Streß und schlimmere Schocks ohne Zusammenbruch erdulden. Bei Ignatia bricht der Patient unter verhältnismäßig geringem Streß zusammen. Außerdem schlägt sich die Krankheit bei Ignatia nicht so leicht auf der körperlichen Ebene nieder. Deshalb ist Ignatia eher angezeigt, wenn sich normale Kummererlebnisse, die das Leben so mit sich bringt, die das Leben so mit sich bringt, auf der emotionalen Ebene auswirken. Natrium muriaticum kommt dagegen mehr bei außergewöhnlichen Belastungen in-frage, die zum körperlichen Zusammenbruch führen.

Häufig fühlt der Ignatia-Patient eine Beengung beim Atmen oder im Hals, besonders nach einem emotionalen Schock. Das charakteristische Seufzen von Ignatia ist ein Versuch dieses Beengungsgefühl zu lindern. Ignatia weint leichter als Natrium muriaticum und weint mit größerer Wahrscheinlichkeit bei der homöopathischen Anamnese als Natrium muriaticum. Nach einem Kummer leidet ein Ignatia-Patient seltener an Schlaflosigkeit als ein Natrium muriaticum-Patient.

Oft, besonders wenn vorwiegend körperliche Symptome vorhanden sind, kann es schwierig sein, einen Natrium-mur.-Fall von einem Phosphor-Fall zu unterscheiden. Vom Äußeren her sind sich beide sehr ähnlich: dünn, sensibel, eventuell hyperthyreot. Das Hauptunterscheidungsmerkmal ist natürlich, ob es sich um eine offene oder um eine verschlossene Persönlichkeit handelt. Der sensible Mensch, der eher zurückhaltend ist, ausweichend reagiert und sich im Sessel zurücklehnt, während er seine Symptome berichtet, braucht wahrscheinlich Natrium mur.. Der Phosphor-Patient hingegen ist offen und verleiht seinen Gefühlen Ausdruck, beugt sioh im Sessel nach vorn und sucht den persönlichen Kontakt mit dem Arzt.

LILIUM TIGRINUM ist wie NATRIUM MURIATICUM ein hochgradig hysterisches Mittel. Wenn ein LILIUM TIGRINUM-Patient jedoch abgelehnt wird, reagiert er sofort impulsiv. Ein NATRIUM MURIATICUM-Patient leidet lange Zeit innerlich, bevor er schließlich mit einer hysterischen Reaktion zusammenbricht. LILIUM TIGRINUM reagiert in einer solchen Situation auch mit größerer Wahrscheinlichkeit bösartig und grausam, während NATRIUM MURIATICUM sich lieber selbst ein Leid zufügt, als anderen Schmerzen zu bereiten.

MOSCHUS ist ein anderes hysterisches Mittel, das aber leicht zu unterscheiden ist. Diese Hysterie soll von der Umgebung beobachtet werden. Der Patient setzt sie ein, um andere zu manipulieren und gefühlsmäßig zu erpressen. NATRIUM MURIATICUM will seine hysterischen Reaktionen lieber so gut es geht verstecken.

PULSATILLA wird manchmal mit Natrium mur. verwechselt. Beide vertragen die Hitze schlecht, werden durch die Sonne verschlimmert und haben eine Abneigung gegen Fett. Pulsatilla jedoch zeigt seine Gefühle und Gemütsbewegungen sehr leicht. Wenn ein PULSATILLA-Patient weint (was oft passiert), handelt es sich um ein süßes, sanftes Weinen, während NATRIUM MURIATICUM in krampfhaftes, laut schluchzendes Heulen ausbricht, das den ganzen Körper schüttelt. Leidende PULSATILLA-Patienten suchen von sich aus die Hilfe anderer und sind von diesen abhängig; NATRIUM MURIATICUM ist selbständiger und zieht es vor, Probleme selbst zu lösen.

Der LYCOPODIUM-Patient stellt äußerlich eine harte Schale zur Schau, da er im Inneren schwach und feige ist. NATRIUM MURIATICUM ist stark, aber emotional verwundbar.

SEPIA ist nahe mit Natrium mur. verwandt. Besonders bei Kindern können beide schwer zu unterscheiden sein. SEPIA-Kinder sind sehr empfindsam und viel erregbarer als NATRIUM MURIATICUM-Kinder. In der Erregbarkeit können sie überschießend und hyperaktiv werden. Als Erwachsener scheint der SEPIA-Patient durch seine Übererregbarkeit zusammengebrochen zu sein, wird müde, geistig stumpf und apathisch. Natrium mur. fühlt Zuneigung, drückt sie aber nur schwer aus; Sepia hat sie vollkommen verloren. Der SEPIA-Patient ist mit größerer Wahrscheinlichkeit bösartig und grausam; er genießt es fast, andere zu verletzen; dies wäre für Natrium mur. undenkbar.


QUELLEN

C.M. Boger: Synoptik Key; Similimum-Verlag; ISBN 3-930256-30-4