NUX VOMICA

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Nux vomica

KURZBESCHREIBUNG NACH DR. JOH.-MATTHIAS BANSA

Magen-Darm, Hämorrhoiden, Schlaf, Erkältung.

Besondere Kennzeichen: Zu Beginn eines Schnupfens, wenn die Nase im Freien und in der Nacht stärker verstopft ist und am Morgen zu fließen anfängt. Empfindlichkeit gegen Luftzug, Magenbeschwerden, Übelkeit und Sodbrennen nach zu reichlichem Essen, Verlangen nach Alkohol und Kaffee, die aber nicht vertragen werden, Verstopfung und Hämorrhoiden bei vergeblichem Stuhlgang und sitzender Lebensweise, Schlaflosigkeit mit Gedankenzudrang; wacht gegen 4 Uhr auf und ist gegen 7 Uhr wieder müde. Besonders für reizbar-nervös-cholerisch veranlagte Menschen, die zur Pedanterie neigen und sich vom modernen Berufs- und Geschäftsleben hetzen lassen.


URSUBSTANZ

Systematik:


Synonyme:


Abkürzung in der Homöopathie: nux-v


PRÜFUNGEN

Nux vomica in: Samuel Hahnemann, Reine Arzneimittellehre, Teil 1

SCHLÜSSELSYMPTOME nach BOGER

REGION

Zerebrospinale Achse.

NERVEN.

  • VERDAUUNGSORGANE
    • MAGEN.
    • LEBER.
    • Gedärme.

ATMUNGSORGANE.

Brünette Männer.


SCHLECHTER

FRÜH AM MORGEN

  • KÄLTE
    • FRISCHE LUFT (trockene).
    • Zugluft. Wind.
    • Sitzfläche.
    • ENTBLÖSSEN.
  • AUSSCHWEIFENDER LEBENSWANDEL
    • KAFFEE.
    • Gewürze.
    • Rauschmittel
    • Alkohol
    • Drogen.
    • Völlerei.
    • Abführmittel.

Sitzende Lebensweise. Überessen.

  • Geistige
    • Anstrengung.
    • Ermüdung. Ärger.

Gestörter Schlaf.

  • GERINGE EINFLÜSSE
    • Zorn. Geräusche.
    • Gerüche. Licht.
    • Berührung.
    • DRUCK: der Kleidung,
    • < Taille.


BESSER

FREIE ABSONDERUNGEN.

Schläfchen (kali-bi.).

Einwickeln des Kopfes.

Ruhen. Feuchte Luft.

Heiße Getränke. Milch.


ERSCHEINUNGEN; oft in unregelmäßigen Schüben oder zu keinem Ergebnis führend. Gesteigerte Reflexe. [Reizbar und überempfindlich, geistig und körperlich. Feste, faserige Brünette.] Zusammenziehen. Zuckungen. Krämpfe; bei vollem Bewusstsein. Gespanntes, zusammenziehendes Gefühl. Sehr schmerzempfindlich. Blitzartige Schmerzen. Neuralgie; vorausgehend. [Empfindung, als sei der Körper innerlich rauh.] Zerschlagene Wundheit; DES ABDOMENS, Gehirn, usw. INNERLICHES [kratzendes] RAUHEITSGEFÜHL; Hals; Kehlkopf, usw. Erkältungsneigung. Verdauungsstörung. [Ohnmacht nach Erbrechen, nach Stuhl, nach Wehen, usw.]

[Empfindlich und tadelsüchtig]. Lebhaft, ZORNIG UND UNGEDULDIG; kann keinen Schmerz ertragen; so außer sich, dass er weint. Ehrgeizig, nervös und reizbar. Nörglerisch. Boshaft. Reizbare Hypochondrie. Mürrisch. Fürchtet Armut. Heftige, [widerwärtige] (suizidale) Impulse. Schwindel; bei leerem Magen; anfallsweise. Empfindliche Kopfhaut. Geschwollene Stirn. Tränenfluss; auf der betroffenen Seite. Migräne. Blutunterlaufene Augen. Wunde Nasenlöcher. Nase verstopft, aber Fließschnupfen, auf einer Seite. Niesen; heftig; erfolglos; durch intensives Kribbeln im (li.) Nasenloch. Schnupfen; fließt am Tage und in frische Luft, nachts trocken. Nasenbluten bei Husten. Verstärkter Geruch. Rotes, aufgedunsenes oder gelbiches Gesicht, [< um Nase und Mund]. Linker Mundwinkel hängt herab. Kiefer schnappen zu; steif. Zähneklappern. Mundgeruch. GESCHMACK, bitter-sauer; schlecht morgens. Juckender Gaumen; Eustachische Röhre. Rauher, kratzender Hals; widerlicher Geschmack darin beim Husten. Verlangt pikante Speisen oder Stimulantien. SCHLUCKAUF. Heftiges Brechwürgen, < Räuspern. Aufstoßen; sauer. Sodbrennen. Wasseraufschwulken. Übelkeit; > wenn er nur Erbrechen könnte. HEFTIGES ERBRECHEN; gallig-sauer. Speisen liegen wie ein schwerer Knoten im Magen. Magenschmerzen strahlen zum Rücken; Brust; > Erbrechen usw. wie wund; stechend; vergrößert. Gallenkolik. [Gedärme zwicken hier und dort.] WUNDE GEDÄRME, < HUSTEN ODER AUFTRETEN. Hernie; bei Kindern. Blähungskolik. UNANGENEHMER, unregelmäßiger und ERFOLGLOSER STUHLGANG, < STUHL. Große Anstrengung beim Stuhl. Inaktive Perestaltik. Im Rektum; eingeklemmter Flatus; als ob noch Stuhl zurückbleibt; Krampf darin. Verstopfung. HÄMORRHOIDEN; juckend; > kalt baden. Sexuelle Erregbarkeit. Onanie. Vorzeitige Ejakulation. Menses reichlich, zu früh und verlängert oder unterbrochen; dunkles klumpiges Blut. Dysmenorrhoische Krämpfe; breiten sich aus über den ganzen Körper. Heftiger Husten, wirft Patient nieder; anfallsweise; Keuchhusten. Schmerzhafter steifer Nacken; Schmerz hinunter zu (re.) Schulter. Kreuzschmerz, als wolle es brechen; muss sich aufrichten, um sich umzudrehen. Akute Lumbago. Krabbeln entlang der Wirbelsäule. Schießen von den Zehen zu den Oberschenkeln, < nach Stuhl. Spannungskrampf in den Waden und Fußsohlen. Füße fühlen sich an wie roh und klumpig. Gänsehaut. Gelbsucht. Gähnen. Schläfrig am Abend oder schlaflos durch Gedankenandrang. Erwacht zu früh; kann nicht wieder einschlafen. Schläft schließlich doch wieder ein, aber beim Erwachen fühlt er sich miserabel. Alptraum. [Frost mit Durst, und Hitze ohne Durst.] LEICHT FRÖSTELIG; KANN SICH NICHT AUFDECKEN, < Bewegung; [< trinken] selbst während der Hitze. Saurer Schweiß.

Ergänzend: KALIUM CARBONICUM, PHOSPHORUS, SULPHUR

Verwandt: IGNATIA AMARA, LYCOPODIUM CLAVATUM

LEITSYMPTOME

  • Beschwerden durch geistige Angstrengung (4): Überreizung, Überempfindlich
  • Schwierige Konzentration (4): Nervös, ungeduldig, stehen unter Zeitdruck
  • Rücksichtslos
  • Arbeitsam, Arbeit ist wichtig, ehrgeizig
  • Wollen Macht über andere haben
  • Konkurrenz- und Wettbewerbsdenken
  • Beschwerden durch Zorn (4): Aggressiv, aufbrausend, cholerisch
  • Leber- Gallenprobleme
  • Probleme mit dem Verdauungstrakt

ÄTIOLOGIE

  • Beschwerden durch geistige Angstrengung (4)
  • Beschwerden durch Zorn (4)

MODALITÄTEN

Verschlimmerung

  • <Kaltwerden der Füße (4)
  • <Beschwerden am Abend. MORGENS meistens schlechte Laune. Trockene KÄLTE, kaltes Wetter, ZUGLUFT. Unbedeckt sein. Reagieren empfindlich auf: Musik, Lärm, Gerüche, Berührung, Druck z.B. von Kleidung. Stimulanzien werden nicht vertragen => Alkohol, Kaffee, Drogen. Exzessen.

Besserung

  • >Nach kurzem Schlaf, schlummern oder Ruhe. Auf der Seite liegen. EINWICKELN DES KOPFES. Wärme, fühlen sich in warmen Räumen wohler. Heiße Getränke, warme Milch. Natürlichen Absonderungen.

MIASMATIK

KLINISCHE INDIKATIONEN

GEISTES- UND GEMÜTSSYMPTOME

Spircht immer von Selbstmord, begeht ihn aber nicht (4-wertig und einziges Mittel in der Rubrik!!!).

Sehr reizbar; empfindlich auf alle Sinneseindrücke. Häßlich, bösartig. Kann keine Geräusche, Gerüche, Licht etc. ertragen. Möchte nicht berührt werden. Die Zeit vergeht zu langsam. Sogar die geringste Beschwerde greift sie stark an.Neigt dazu, anderen heftig Vorwürfe zu machen. [Pha]
Mißmutig. (Zänkische Ärgerlichkeit;sehr) geneigt, anderen ihre Fehler heftig vorzuwerfen. [WiBo]

Eifriges feuriges Temperament. Nux-Patienten fröstelt es leicht, sie vermeiden es im Freien etc. zu sein. Nux scheint nei mit sich im Einklang zu stehen; unharmonische krampfhafte Tätigkeit.

CHOLERIKER, NICHT KRITIKFÄHIG, GEREIZT. Überempfindlich, NERVÖS. UNZUFRIEDENE Menschen, AGGRESSIV, suchen Gründe um auszurasten. Mürrisch, nörgelnd, intrigant, gehässig, AUFBRAUSEND, ruhelos, GEWALTTÄTIG. Suchen immer die Schuld bei anderen, machen ständig Vorwürfe. Leben OHNE RÜCKSICHT auf sich und andere.

Betreiben Raubabbau mit ihrem Körper, nehmen z.B. Aufputschmittel (Kaffee, Speed, Koks) um besser und länger arbeiten zu können (suchen nicht den Kick). Nehmen abends Beruhigungsmittel(Alkohol, Valium), um schneller einzuschlafen. Machen sich keine Gedanken über NW., wollen funktionieren!

Sind permanentem STRESS und Überarbeitung ausgesetzt. Unregelmäßige Lebensweise => NERVÖSE REIZBARKEIT im körperlichen und geistigen Bereich!

Arbeiten sich hoch, ARBEITET VIEL und konsequent, können ohne Arbeit nicht leben. Häufig WORKAHOLIKER, oftmals in führenden Positionen zu finden. Eifrig. ARBEIT DIENT DEM REINEN SELBSTZWECK, PRIMÄR GEHT ES DARUM MACHT ÜBER ANDERE AUSZUÜBEN (beruflich als auch privat).

Sind nie mit einem Ziel zufrieden, unterliegen dem Zwang weiter zu wollen. Wenn ein Ziel erreicht ist, muss sich sofort ein höheres gesteckt werden, auf das hingearbeitet wird (nichts ist unschaffbar, wenn man nur hart genug arbeitet: Es gibt keine Grenze).Z.B. Aggressive Autofahrer, überholen links, Lichthupe, fahren schnell usw. Trotz der inneren Unruhe und Unzufriedenheit sind Nux eher sesshafte Menschen.

Sind eher HEKTISCHE MENSCHEN, verbreiten Unruhe, stiften Unfrieden. Stehen permanent unter Zeitdruck (schnelles, hastiges essen). Zeit vergeht zu langsam. UNGEDULDIG, können nicht warten, haben keine Zeit für die Behandlung => wollen etwas schnell Wirksames, behandeln sich häufig selber => nur symptomatisch (der Körper hat zu funktionieren)!

Akzeptieren keine Fehler (Angst zu versagen), verlangen von anderen genauso viel wie von sich => terrorisieren die Familie, Angestellte, Kollegen. Solange die anderen "spuren" können sie durchaus großzügig sein!

Reagieren oft überreizt, ohne Überlegung (z.B. schlagen zu, oder kündigen jemanden spontan ohne Anlass). Sind skrupellos, lügen wenn sich daraus ein Vorteil ergibt, schwärzen Kollegen an, schalten Konkurrenten aus (jedes Mittel ist recht). Können im Affekt andere umbringen, empfinden kein Mitleid, keine Reue, sind nicht fähig zur Selbstreflexion. Affektselbstmord.

Nux müssen nicht in einer führenden Position sein, sind dann aber privat engagiert z.B.: Sportverein, Schützenverein => WOLLEN MACHT HABEN (Vorsitzende).

Gesteigertes SEXUELLES VERLANGEN => mit vielen verschiedenen Partnern. Sind untreu, akzeptieren keine Grenzen => belästigen Mitmenschen, Mitarbeiter.

Furcht vor Armut. Furcht vor Messern. HYPOCHONDRIE.

ALLGEMEINSYMPTOME

Neigung zu Hernien: Bauchnabel, Leiste, Rektumprolaps. Besonders bei Säuglingen. Symptome auch als Folge von Genussmittelmissbrauch (Alkohol, Zigaretten, Drogen).

Allgemeine Verschlechterung durch Kaltwerden der Füße (einziges 4-wertiges Mittel! 3-wertig: CONIUM, LYCOPODIUM, PULSATILLA).

Schwindel durch alkoholische Getränke (einziges 4-wertiges Mittel! 3-wertig: COLOCYNTHIS, NATRIUM MURIATICUM). Schwindel begleitet von Trübsichtigkeit (4) (weiters 4-wertig: GELSEMIUM). Schwindel mit der Empfindung, dass das Zimmer sich dreht (einziges 4-wertiges Mittel! 3-wertig: CALCIUM, CAUSTICUM, PHOSPHOR).

Verlangen

Als Speisevorlieben findet sich das Verlangen nach Stimulantien, Fett, Gewürze, Kaffe, Sahne, scharfe Speisen, Zucker, Öl, Alkohol, Kaffe und kalte Coca Cola.

Abneigungen

Als Speiseabneigungen finden sich manchmal Fleisch, öfters aber "Diätfutter", Müsli, Dinkel und ähnliche gesunde Nahrung. Cola Ligth wird z.B. als kastrierte Cola abgelehnt.

CHARAKTERISTISCHE SYMPTOME (Schema Kopf zu Fuß)

Kopf

  • Kopfschmerzen im Hinterkopf oder über den Augen, mit Schwindel; das Gehirn schein sich im Kreis zu drehen; mit Schwarzwerden vor den Augen; bei leerem Magen. Überempfindlichkeit. Schwindel mit momentanem Bewußtseinsverlust. Gefühl von Berrauschung; < morgens, geistige Anstrengung, Tabak, Alkohol, Kaffee, im Freien.
  • Hält sich beim Husten den Kopf (4) (weiters 4-wertig: BRYONIA).
  • Drückender Schmerz auf dem Scheitel, als würde ein Nagel hineingetrieben. Schwindel am Morgen und nach dem Essen. Kopfhaut ist empfindlich (gegen Berührung und Wind). Stirnkopfschmerz, mit dem Verlangen, den Kopf gegen etwas zu pressen. Kongestiver Kopfschmerz in Verbindung mit Hämorrhoiden.
  • Kopfschmerz im Sonnenschein. Glonoinum, Natrum carbonicum. Fühlt sich vergrößert (viel größer als der Körper) und inwendig schmerzhaft an, nach Ausschweifung. Migräne.
  • Erkältet sich leicht; besser durch warmes Einpacken des Kopfes.
  • (Heftige) Rucke in der (linken Gehirnhälfte in der Richtung von der) Augenhöhle nach (den Schläfen und) dem Hinterkopf ausstrahlend.

Augen

  • Lichtscheu; vor allem morgens.
  • Trübsehen und Empfindlichkeit
  • Blutunterlaufen. Brennen der Augen, Trockenheitsempfindung in den inneren Augenwinkeln. Lidränder und Canthi jucken und brenne, wie wund gerieben besonders morgens [A.C.Co]
  • Infraorbitalneuralgie, mit Wässern der Augen.
  • Atrophie der Sehnerven; Parese der Augenmuskeln, < Tabak und Stimulatien; Verlust des Sehvermögens vom gewohnheitsmäßigen Gebrauch von Rauschmitteln.
  • Untere Hälfte der Augäpfel gelb. Neuritis nervi optici. Frühjahrskonjunktivitis. [Pha]


Ohren

  • Heftiges Jucken im Ohr durch die Eustachische Röhre.
  • Der Gehörgang ist trocken und empfindlich.
  • Ohrenschmerz verschlimmert (morgens) sich im Bett. Ohrenschmerz, stechend, beim Schlucken; bzw. muss dadurch oft schlucken
  • Überempfindlichkeit der Hörnerven. Laute Geräusche bereiten Schmerzen (reißend, bohrend) im Ohr und machen ihn ärgerlich.


Nase

  • Nase verstopft, dennoch läuft sie auf einer Seite oder wechselnd zwischen den Nasenlöchern; tagsüber und im Haus fließend; nachts und im Freien verstopft.
  • Scharfe Absonderungen, mit dem Gefühl der Verstopfung. Nase sieht scharf und spitz aus.
  • Nasenlöcher innerlich schmerzhaft, wie ulzeriert; auch die Ränder.
  • Stockschnupfen bei Neugeborenen. Erkältung mit verstopfter Nase chronischer Schnupfen bei Kleinkindern; nach Einwirkung von trockener, kalter Luft; mit Verschlimmerung im warmen Zimmer.
  • Überempfindlich gegen starke Gerüche; kann davon sogar in Ohnmacht fallen.
  • Nasenbluten während des Schlafs (Aufgrund von stockendem Hämorrhoidalfluss) und am Morgen [Bry.]; beim Husten.
  • Niesen: heftig, abgebrochen; von starken Kribbeln im (linken) Nasenloch. Geruchsillusionen: es riecht wie fauler Käse; wie brennender Schwefel.


Gesicht

  • Rot, prall gespannt; oder gelblich, besonders um Nase und Mund. [Pha] Gesichtsblässe [A.C.Co]
  • Linker Mundwinkel hängt herab.[Pha] Zucken und krampfhafte Verzerrung der Gesichtmuskeln. [A.C.Co]
  • Reißende und ziehende Schmerzen im Gesicht, erstrecken dich in das Ohr. Ziehen in den Kaumuskeln, mit Steifheit. Tetanische Kontraktion der Kiefer; Trismus.
  • Infraorbitalneuralgie: mit Anschwellen der Wange; intermittierend; besser beim Liegen im Bett; morgens schlechter; besonders nach Missbrauch von Kaffee oder Alkohol
  • Akne aufgrund von Käse-Essen. Pickel aufgrund exzessiven Alkoholkonsums.
  • Kind fährt sich dauernd mit der Hand übers Gesicht. (Hirnerkrankung)


Mund

  • Kinnladen schnappen zu, verschließen sich; Kaumuskeln steif. [Gefühl, als ob Kinnbackenzwang entstehen wollte.] Unterkiefer (tetanisch) an den Oberkiefer geschlossen. Zähneklappern, Zahnschmerzen, besser durch warme Getränke; schlechter durch kalte Dinge.
  • Kleine aphtöse Geschwüre im Mund und Hals, mit fauligem Geruch, mit blutigem Speichel der nachts herausläuft
  • Zahnfleisch skorbutisch, geschwollen, weiß und blutet; spuckt koagoliertes Blut
  • Foetor ex ore; saurer Mundgeruch. Mundgeschmack: bitter; sauer; schlechter Geschmack morgens im Mund, oder fauliger Geschmack [beim Räuspern] tief im Hals.
  • Vordere Zungenhälfte sauber; die hintere mit dickem Belag überzogen; weiß, gelb, rissige Ränder. Schmerz wie Nadelstiche in den Zungenrändern, schlimmer nach dem Essen und nach Waschen des Gesichts mit kaltem Wasser.
  • Jucken [oder Kitzel] im Gaumen; im der Eustachischen Röhre.
  • Ziehende, reißende Zahnschmerzen; schlechter durch geistige Anstrengung, durch Kälte oder kalte Sachen, nach dem Essen; durch Kaffee oder Wein; besser durch Wärme oder warme Getränke

Hals

  • Rauhes Gefühl; wie roh, wund und wie (mit scharfem Werkzeug) abgekratzt hauptsächlich beim Schlucken und beim Einatmen kalter Luft. Rauheit, Beengung, Spannung. Pharynx ist zusammengeschnürt; Schlucken, wie von einem Pflock im Hals. Kitzeln nach dem Aufwachen am Morgen.
  • Kleine Geschwüre im Hals; Schmerz schlimmer beim Leerschlucken. Uvula geschwollen.
  • Stechen im Schlund zu den Ohren hin beim Schlucken


Atemwege

  • Husten: heftig; wirft den Patienten zu Boden; anfallsweise; Keuchhusten; mit Kopfweh, als ob der Schädel zerspringen sollte, muss sich den Kopf halten.
  • Oberflächliche, flache Atmung. Atembeklemmung. Asthma: von verdorbenem Magen; bei Völlegefühl im Magen; mit Gefühl, als säßen die Kleider zu eng; besser durch Aufstoßen; mit Zerschalgenheitsschmerz in der Oberbauchgegend. Atembeklemmung durch krampfartiges Zusammenschnüren des unteren Teils des Brustkorbes; besonders beim Gehen und Steigen.
  • Katarrhalische Heiserkeit, mit schmerzhafter Rauheit in Kehlkopf und Brust.
  • Husten mit Empfindung als risse sich in der Brust etwas los; manchmal mit blutigem Auswurf.
  • Interkostalneuralgie, schlimmer beim Liegen auf der schmerzenden Seite. Verlangen zu essen während des Hustens.
  • Trockener, ermüdender Husten, von Mitternacht bis Tagesanbruch; abends nach dem Hinlegen, oder sehr früh am Morgen. Heftiger Husten vor dem Aufstehen morgens, mit Auswurf von geronnenem Blut, und Wundheit in der Brust.


Herz und Puls

  • Herzklopgen beim Liegen nach dem Mittagessen (einziges 4-wertiges Mittel!).
  • Müdigkeitsgefühl des Herzens.
  • Angina pectoris; Patient liegt auf den Knien, lehnt den Oberkörper zurück. [Pha]


Abdomen

  • Bauchschmerz wie wund, als ob die Gedärme zerschlagen wären (APIS MELLIFICA, ARSENICUM ALBUM), schlimmer beim Husten, bei jedem Tritt.
  • Übelkeit und Erbrechen: verschlimmert durch Wut, Alkohol, menstruelle Kolik oder andere Bauchschmerzen, Rauch [RoMo]
  • Ein unbehaglicher, "ängstlicher", anfallartiger, furchtloser Stuhldrang; nach erfolgtem Stuhl Linderung des Zwangs. Stuhlverstopfung. Inaktivität der Peristaltik. (Leibverstopfung wie von Untätigkeit der Gedärme.) Starkes Pressen auf den Stuhl; Gefühl, als bliebe noch Kot zurück und er könnnte nicht genug davon loswerden; Abgang geringer Mengen bei jedem Versuch.[Pha]
  • Auftreibung; von Blähung herrührend; mit krampfartiger Kolik; durch Verdauungsstörungen; durch Überessen; wie durch eine Erkältung. Kolik vom Entblößen. Gallensteine. Gallenkolik. Gelbsucht; von Zorn.
  • Lautes Rumpeln und Gurgeln im Bauch(LYCOPODIUM CLAVATUM), morgens. [A.C.Co]
  • Kneifen in den Gedärmen, hier und da. Gefühl wie von einem zu engen Bund um die Taille; Beklemmung durch Kleiderdruck. [Schmerz im Oberbauch, als ob die Kleider zu eng anlägen und beengten. - Der Bund der Kleider über die Hüften beengt immer und scheint stets allzu fest anzuliegen.] Kolik, mit Nach-oben-Drücken, was Kurzatmigkeit und Stuhldrang hervorruft.
  • Schmerz wie vor Durchfall durch Erkältung.
  • Leber ist geschwollen, mit Stichen und Schmerzhaftigkeit.
  • Schwäche in der Leistengegend. Eingeklemmte Hernie. (OPIUM) Dränen im Unterbauch zu den (weiblichen) Geschlechtsorganen.
  • Hernie: der Säuglinge; von Verstopfung oder vom Schreien; Nabelbruch. Blähungskolik. Koliken bei Stillkindern, wenn die Mutter reizende Speisen (etwa scharf gewürzt) zu sich genommen hat.
  • Abdominale Schmerzen nach unterdrückten Hämorrhoiden (4-wertig und einziges Mittel in der Rubrik!!!). Hämorrhoiden; juckend, blind oder blutend, besser durch Baden in kühlem Wasser. [Pha]


Magen

  • Verlangt nach stark gewürzten Speisen; nach Bier; fettem Essen welches gut vertragen wird (PULSATILLA PRATENSIS umgekehrt); Kreide; Kalk; Reizmittel, Alkohol.
  • Nach Überessen und von kalten oder heißen Getränken: Schluckauf und Verdauungsstörungen (besonders heißer Kaffee). Heftiger Schluckauf (CICUTA VIROSA, HYOSCYAMUS NIGER, LYCOPODIUM CLAVATUM). Sodbrennen; wie durch Überladen des Magens mit ranzigem Fett (PULSATILLA PRATENSIS)
  • Beim Ausräuspern des Rachenschleims hebt es wie zum Erbrechen. Aufstoßen: saures, bitteres; schwieriges. [Es ist ihr oft, als wenn es ihr aufstoßen wollte, und doch geht es nicht; es ist ihr dann als wenn die Speiseröhre mit Krampf zusammengezogen wäre.] Blähsucht und Sodbrennen. Wasseraufschwulken. [Häufiger Ausfluss wässrigen Speichels aus dem Mund.]
  • Saurer Geschmack und Übelkeit morgens, nach dem Essen oder Trinken; durch Tabakrauchen, mit Ohnmachtsgefühl. Gewicht und Schmerz im Magen; Verschlimmerung durch Essen und einige Zeit danach.
  • Übelkeit; hat das Gefühl, es würde besser, wenn man nur brechen könnte.
  • Heftiges Erbrechen; mit viel Würgen; gallig; sauer; oder möchte erbrechen, kann aber nicht.
  • Heißhunger, besonders am Tag vor dem Anfall von Dyspepsie. Die Magengegend ist sehr druckempfindlich (BRYONIA ALBA, ARSENICUM ALBUM). Essen liegt schwer im Magen, Magen wie verknotet.
  • Magenschmerzen erstrecken sich nach Rücken und Brust; besser durch Erbrechen, auch durch heiße Getränke; schlimmer durch Essen. Magenverstimmungen. Magenregion empfindlich auf Druck. Krallende, krampfende Schmerzen im Magen. Spannung und Völle im Epigastrium. Essen liegt schwer im Magen, Magen wie verknotet.
  • Gefühl, als ob sich etwas in der epigastrischen Region umdrehte, Unbehagen in der Magengrube, erstreckt dich zum Rachen, Erstickungsgefühl und behinderte Atmung.
  • Abgekratztes Gefühl in der Magengrube (PULSATILLA PRATENSIS)
  • Hunger und dennoch Abneigung gegen Speisen, besonders Brot (LYCOPODIUM CLAVATUM, NATRIUM MURIATICUM), Wasser, Kaffee und Tabak. [A.C.Co]
  • Traumatogener Schmerz im Magen [nach Sturz auf die Magengegend]; schlimmer durch das geringste Essen.]
  • Der Oberbauch ist aufgebläht, mit Druck wie von einem Stein, mehrere Stunden nach dem Essen.


Äußerer Hals und Rücken

  • Rückenschmerz im Lendenbereich. Brennen in der Wirbelsäule; Verschlimmerung von3 bis 4 Uhr morgens. Sitzen bereitet Schmerzen.
  • Zerschlagenheitsgefühl unterhalb der Schulterblätter.
  • Zervikobrachialneuralgie; schmerzhaft steifer Hals; Schmerzen über die (rechte) Schulter herab, schlimmer durch Berührung; schlimmer mogens; schlimmer nach dem Essen.
  • Schiefer Hals aufgrund von Erkältung oder Nervenschock.
  • Schmerz, als wollte das Kreuz brechen; kann sich nicht im Bett umdrehen, ohne sich vorher aufzusetzen; schlimmer bei Fieber, schlimmer während des Stuhldrangs. Akute Lumbago.
  • Kribbeln [und Taubheitsgefühl] die Wirbelsäule entlang.
  • Kreuz wie lahm; nach der Entbindung. [Schmerz im Kreuz, als wenn es zerschlagen oder allzu schwach wäre, wie nach einer Niederkunft.]


Rektum, Anus und Stuhl

  • Ein unbehaglicher , "ängstlicher", anfallartiger, fruchtloser Stuhlgang; nach erfolgtem Stuhl Linderung des Zwang. Stuhlverstopfung. Ständige Beschwerden im Rektum.
  • Inaktivität der Perestaltik. [Leibverstopfung wie von Untätigkeit der Gedärme.]
  • Starkes Pressen auf den Stuhl; Gefühl, als bliebe noch Kot zurück und er könnte nicht genug davon loswerden; Zusammenschnürung des Rektums; Abgang geringer Mengen bei jedem Versuch. Häufiger und vergeblicher Drang, mit Kneifen und weichem Stuhl.
  • Mastdarmkrämpfe; Flatus [oder Fäzes] werden im Mastdarm zurückgehalten.
  • Juckende, blinde oder blutende Hämorrhoiden; mit borhendem, schlagendem oder drückendem Schmerz in Rektum und Anus; nach Stuhl, nahc einer Mahlzeit, und nach geistiger Anstrengung; mit vergeblichem Stuhldrang; sehr schmerzhaft; nach stark wirkenden Medikamenten; besser durch Baden in kühlen Wasser.
  • Dysenterie; die Schmerzen werden nach jedem Stuhlgang eine zeitlang erheblich gemildert.
  • Durchfall: mit Gelbsucht [Dig.]; besonders morgens; von dunkler Farbe; nach einem Gelage; während fiebriger Erkrankungen. Im Wechsel Durchfall und Verstopfung. Schlechter durch Kälte und Alkohol.
  • Ausscheidung von hellrotem Blut mit den Fäzes, mit Gefühl von Zusammenschnüren und Zusammenziehen im Rektum.
  • Bauchweh von stockendem Hämorrhoidalfluss." Stuhldrang aus erst weichem, dann hartem Kot bestehend.
  • Mastdarmvorfall bei Durchfall. Ein Zucken im After außer dem Stuhldrang.
  • Gefühl in den Leisten wie Flauheit.
  • Stuhldrang während des Urinierens.


Harnorgane

  • Nierenkolik (rechtsseitig), Schmerz erstreckt sich zu den Genitalien und bis in die Beine; mit tropfenweisem Harnabgang; besser in Rückenlage.
  • Bei Wasserlassen Jucken in der Harnröhre und Schmerz im Blasenhals.
  • Schmerzhaftes, vergebliches Harndrängen. Häufiger Harndrang; wenig und oft.
  • Krampfhafte Strangurie.
  • Blutharnen (IPECACUANHA, TEREBINTHINAE OLEUM) aufgrund von stockendem Hämorrhoidalfluss oder ausbleibender Menses.
  • Krampfhafte Harnröhrenverengung.
  • Blasenlähmung; Harntröpfeln; bei alten Männern mit Prostatahypertrophie oder bei Tripper.
  • Reizblase, durch krampfartig zusammengezogenen Sphinkter.
  • Unwillkürlicher Harnabgang beim Lachen, Husten, Niesen. [WiBo]
  • Urin blass, später dick, weißlich, eitrig; rötlich, mit Ziegelsediment; trübe, mit schmutzig gelbem Sediment. Zäher Schleim geht mit dem Urin ab, ohne Schmerz. [A.C.Co]


Männliche Genitalien

  • Sexuelles Begehren wird beim geringsten Anlass erregt. Gesteigerter Sexualtrieb; Promiskuität. Schmerzhafte Erektionen, besonders am Morgen; nach Mittagsschlaf.
  • Während des Verkehrs wird der Penis schlaff.
  • Üble Folgen von Onanie; von sexuellen Ausschweifungen.
  • Ejaculatio präcox. Kann sich nicht in weiblicher Gesellschaft aufhalten, ohne einen Samenerguss zu bekommen.
  • Vermehrtes Smegma (Vorhauttalg).
  • Zusammenschnürender Schmerz der Hoden. Orchitis (Hodenentzündung) (HAMAMELIS VIRGINIANA, PULSATILLA PRATENISIS).Vorhaut wund am Rand; Beißen, Jucken an der inneren Oberfläche.
  • Spermatorrhoe mit (geilen) Träumen, Rückenschmerzen, Brennen in der Wirbelsäule, Schwäche und Reizbarkeit.

Weibliche Genitalien

  • Sexuelles Begehren heftig; mit Brennen in der Scham.
  • Menstruation: zu stark, zu früh, zu lang; aussetzend; dunkles Blut mit geronnenen Stücken; unregelmäßiger Zyklus, mit Ohnmachtsanfällen. ("Das schon einen Tag lang vergangene Monatliche kommt auf einige Stunden wieder.")
  • Metrorrhagie, mit der Empfindung, als ob Stuhlgang kommen wollte.
  • Dysmenorrhoe: Unterleibskrämpfe dehnen sich auf den ganzen Körper aus; mit Schmerz im Kreuzbein; mit beständigem (erfolglosem) Stuhldrang.
  • Ausfluss: stinkend, die Wäsche gelb färbend.
  • Unwirksame Wehen; erstrecken sich zum Rektum, mit Stuhldrang und häufigem Urinieren; wird bei jeder Wehe ohnmächtig. Starke Blutung nach Fehlgeburt. Uterusvorfall; aufgrund von Überanstrengung oder Verheben. Alle alten Symptome sind nach der Periode schlimmer. Lochien spärlich, übelriechend.
  • Brustwarzen: wund; weißer Punkt in der Mitte; spannender Schmerz darin beim Stillen. Schmerzloser Milchstau in der Brust, wenn das Kind nicht mit dieser Brust gestillt wird.

Extremitäten

  • Empfindung von plötzlichem Kräfteverlust in Armen und Beinen am Morgen.
  • Schmerz wie geprellt in den Gliedern und Gelenken; schlimmer morgens im Bett; besser beim Aufstehen.
  • Krampfartige Schmerzen in den GElenen nach Gähnen und Strecken, mit Frösteln und innerem Klopfen.
  • Zittern der Glieder und Rucken des Herzens, große Mattigkeit und Erschlaffung in allen Gliedern, nach Aufenthalt in frischer Luft.
  • Frösteln von Rücken und Gliedern morgens, mit Schmerz der Haut wie durch frostige Kälte, und Einschlafen der Glieder.

Obere Extremitäten

  • Arme und Hände schlafen ein, Empfindung von Taubheit und Steifheit.
  • Lähmung der Arme mit (Toben und) Stoßen darin.
  • Automatische Bewegungen der (rechten) Hand zum Mund (Apoplexie).

Untere Extremitäten

  • Spannender Krampfschmerz in den Waden (nachts); in den Fußsohlen, muss den Fuß ausstrecken, um sich zu erleichtern; oder, beim Gehen, plötzlich stehen bleiben.
  • Empfindung, als hätte man Klumpfüße oder als wären die Füße rohes Fleisch.
  • Stehend zuckender Schmerz von den Zehen bis in die Oberschenkel; besonders nach dem Stuhlgang.
  • Schleppt die Füße nach beim Gehen (Chorea); Beine zittern; unfester, wankender Gang.
  • Empfindung im Kniegelenk (beim Gehen), als ob die Gelenkschmiere fehlte und es knacken wollte. Schmerzhafte Schwellung der Knie. Steifheit und Spannung in den Kniekehlen, besonders nach dem Stehen; Gefühl, als wären die Sehen zu kurz, beim Aufstehen von einem Sitz.
  • Lähmung der Untergliedmaßen nach Überanstrengung oder wenn man nass geworden ist (RHUS TOXICODENDRON). Beine steif.

Haut

  • Gänsehaut
  • Haut ist rot und fleckig; bei Akne
  • Urticaria bei Magenstörungen
  • Blaue Flecken am Körper, wie Blutunterlaufen. [Pha]
  • Haut ist heiß, will sich aber dennoch nicht entblößen

Frost und Fieber

  • Frösteln bei der geringsten Bewegung der Bettwäsche (einziges 4-wertiges Mittel! 3-wertig: ARNICA).
  • Fieberfrost mit Durst, Fieberhitze ohne Durst.
  • Friert leicht, kann sich nicht entblößen, schlimmer durch Bewegung; schlimmer durch Trinken, selbst während der Fieberhitze.
  • Der ganze Körper ist brennend heiß, besonders das Gesicht; aber kann sich weder rühren noch aufdecken, ohne zu frösteln.
  • Ungeheurer Schüttelfrost mit blauen Fingernägeln. [Pha] Außerordentliche Steifigkeit, mit blauen Fingernägeln. [WiBo]
  • Schweiß: sauer riechend; halbseitig; warm, auf der Oberseite des Körpers; im Liegen.
  • Glieder- und Rückenschmerzen mit Magensymptomen
  • Trockene Hitze des Körpers

Schlaf

  • Schläft abends beim Sitzen ein (einziges 4-wertiges Mittel!).
  • Schlafstörungen mit nächtlichem Erwachen, Ideen lassen nachts nicht los. FOLGEN VON SCHLAFMANGEL, Gähnen. Nächtliche Erektionen.
  • Gähnen und Schläfrigkeit tagsüber
  • Abends und nach dem Essen schläfrig (mehrere Stunden vor der Schlafenszeit), oder schlaflos aufgrund von Ideenzudrang. Wacht früh auf; nach 3 Uhr, kann nicht wieder einschlafen; endlich gerät er (am hellen Morgen) in Schlaf (voll schwerer Träume), bei Erwachen fühlt er sich elend. (Größere Müdigkeit nach dem Aufstehen als abends beim Schlafengehen.)
  • Besser nach kurze Schlaf, wenn dieser nicht gestört wird.
  • Laute schnarchende Atmung im Schlaf.
  • Schläft meist in Rückenlage

Träume

  • Angstträume; verfolgt zu werden, von Tieren, von Hunden und Katzen; schreckliche Visionen
  • Verliebte, erotische Träume.
  • Weinen und lautes Sprechen im Schlaf.
  • Sexuelle Träume.
  • Träume voller Geschäftigkeit und Eile.

BESONDERE HINWEISE

Dieses Mittel ist das größte unter den Polychresten, weil die Masse seiner Symptome denen der gängigsten und häufigsten Krankheiten in Ähnlichkeit entspricht. Es ist häufig das erste Mittel nach vieler Arzneimittelgabe, es stellt eine Art Gleichgewicht der Kräfte wieder her und wirkt den chronischen Auswirkungen der eingenommenen Medikamenten entgegen.

Nux vomica ist vorrangig, das Mittel für viele der Zustände, die mit dem modernen Leben zusammenhängen. Der typische Nux-Patient ist ziemlich dünn, mager, schnell, aktiv, nervös und reizbar. Er leistet eine Menge geistiger Arbeit; ist geistig angespannt und hat eine sitzende Lebensweise; wie bei langer Büroarbeit, zuviel Studium, bei eingehender Beschäftigung mit dem Geschäft und all den damit verbundenen Sorgen und Ängsten. Das sich im Hause abspielende Leben und die geistige Anstrengung lassen das Verlangen nach Stimulanzien, Kaffee, Wein, möglicherweise im Exzess, aufkommen; oder aber er hofft, seine Erregung zu mindern, indem er sich den beruhigenden Wirkungen des Tabaks hingibt, wenn er nicht gar den verführerischen Drogen wie Opium etc. zum Opfer fällt. Diese Dinge sind mit anderem Frönen vergesellschaftet: zu Tisch nimmt er vornehmlich schwere und anregende Speisen zu sich; Wein und Frauen tragen das ihrige dazu bei, ihn die intensiven Beschäftigungen des Tages vergessen zu lassen. So bleibt er immer bis zu späterer Stunde wach; ein dicker Kopf, Dyspepsie und Reizbarkeit sind die Folgen davon, die er in den nächsten Tag mitnimmt. Nun schluckt er ein paar Abführmittel, Leberpillen, oder er trinkt Heilwasser und gewöhnt sich rasch an die Einnahme dieser Sachen, die alles noch komplizierter machen. Da Männer diesen Schwächen eher anheimfallen als Frauen, ist Nux vomica vornehmlich ein Männermittel. Diese Zustände führen zu einem reizbaren Nervensystem, das überempfindlich und hochempfänglich für Eindrücke ist, hier wird Nux vomica viel zur Beruhigung und Besänftigung beitragen. Speziell geeignet bei Verdauungsbeschwerden, portaler Kongestion und darauf beruhenden hypochondrischen Zuständen.

Aussehen: Sportlicher Typ mit Krawatte. Schick, tragen Markensachen. Sauber und ordentlich. Robust gebaut oder hager,dünn. Kränkliches Aussehen, gelblich um den Mund und Nase. Gesicht häufig rot und geschwollen, gelblich. Oft bei gestressten Geschäftsleuten, Managern angezeigt. Meist finanziell ohne Sorgen, intelligent.

Bewährte Indikationen

Zu Beginn eines Schnupfens, wenn die Nase im Freien und in der Nacht stärker verstopft ist und am Morgen zu fließen anfängt. Empfindlich gegen Luftzug. Magenbeschwerden, Übelkeit und Sodbrennen nach zu reichlichem Essen, Verlangen nach Alkohol und Kaffee, die aber nicht vertragen werden, Verstopfung und Hämorrhoiden bei vergeblichem Stuhldrang und sitzender Lebensweise, Schlaflosigkeit mit Gedankenzudrang: wacht gegen 04.00 Uhr auf und ist gegen 07.00 Uhr wieder müde. Besonders für reizbar-nervös-cholerisch veranlagte Menschen, die zur Pedanterie neigen und sich vom modernen Berufs- und Geschäftsleben hetzen lassen.

Thema des Arzneimittels

Körperlich:


Psychisch:
WOLLEN MACHT ÜBER ANDERE AUSÜBEN -=> ARBEIT DIENT DABEI DEM REINEN SELBSTZWECK

ARBEIT, ARBEIT, ARBEIT
NUR ICH KANN ES RICHTIG UND ALLE ANDEREN SIND UNFÄHIG

oder NUX VOMICA,
das homöopathische Heilmittel für das moderne Arbeitsleben

oder VOM SCHREIEN UND BRÜLLEN ZUM SINGEN UND LOBEN
oder VIEL ARBEIT , MANCHMAL ZORN

Hinweise zur Signatur:


Symbolik, Mythologie, Analogien aus Literatur und Künsten:


VERWANDTE MITTEL

Verwandt

IGNATIA AMARA, LYCOPODIUM CLAVATUM [Pha]
Vorrausgehend: ARSENICUM ALBUM, IPECACUANHA, PHOSPHORUS, SULPHUR; Nachfolgend: BRYONIA ALBA, PULSATILLA PRATENSIS [A.C.Co]

Komplementärmittel

KALIUM CARBONICUM, PHOSPHORUS, SULPHUR [Pha]
SEPIA SUCCUS [WiBo]

Ergänzungsmittel

Folgemittel

Zyklen

Kollateralmittel/Vergleichsmittel

Antidote

COFFEA, IGNATIA AMARA, COCCULUS INDICA [WiBo]
ACONITUM NAPELLUS, BELLADONNA, CAMPHORA, CHAMOMILLA, COCCULUS INDICA, COFFEA, IGNATIA AMARA, PULSATILLA PRATENSIS; gegen große Drosen: Wein, Kaffee, Camphora, Opium [A.C.Co]

Es antidotiert

ARSENICUM ALBUM, CHAMOMILLA, CHINA, COCCULUS INDICA, COFFEA, OPIUM, PHOSPHORUS, PULSATILLA PRATENSIS; Es ist auch ein Antidot gegen Gewürze, Drastika, "scharfe Medikamente", Narkotika, Kaffee und Alkohol [A.C.Co]

Feindlich

ZINCUM METALLICUM

QUELLEN

C.M. Boger: Synoptik Key; Similimum-Verlag; ISBN 3-930256-30-4
Roger Morrison: Der Homöopathischen Leitsymptome und Bestätigungssymptome; Kai Kröger Verlag; ISBN 3-9801945-5-8
Eugene B. Nash: Leitsymptome in der homöopathischen Therapie; Haug; ISBN 3-8304-7122-X
William Boericke: Handbuch der homöopathischen Materia medica; Haug; ISBN 3-8304-7205-6
S. R. Phatak: Homöopathische Arzneimittellehre; URBAN & FISCHER; ISBN 3-437-56861-2
George Vithoulkas: Essenzen homöophatischer Arzneimittel; Faust Verlag; ISBN 987-3-929911-06-0

LINKS



Nase: Schnupfen, nachts verstopfte Nase. Niesen.

Darm: Alle möglichen VERDAUUNGSPROBLEME => Durchfall, VERSTOPFUNG - beides im Wechsel. Vergeblicher Stuhl- und Harndrang.

Niere: Lähmung der Blase, Urin tropft heraus. Nierenkoliken. Prostatavergrößerung.

GIT: MAGENKRÄMPFE, chron. Gastritis. ÜBELKEIT => ERBRECHEN (oder kann nicht erbrechen, fühlt sich aber wohler wenn). DARMKOLIKEN, Blähungen. Abdominelle Beschwerden. Obstipationen. Sodbrennen. SCHLUCKAUF nach dem Essen. Hämorrhoiden. Säuglinge mit Blähungskoliken.

Leber: LEBERPROBLEME, vergrößert, stechende Schmerzen => Ikterus. Folgen von Alkohol!

Galle: Probleme mit der Galle => Koliken, Steine, galliges Erbrechen.

Herz-Kreislauf: Herzklopfen, Angina pectoris, Hypertonie, Zusammenbruch.

Nerven: NERVEN REAGIEREN ÜBER, empfindlich auf äußere Reize mit => ZITTERN, Tremor, Krämpfe, Zuckungen. Neuralgien, WUNDHEITSGEFÜHL und Schmerzen können überall auftauchen. Delirium Tremens. Schmerzen sind unerträglich => schreien laut. Gefühl von Rauheit, Wundsein im Hals.

Rücken: Rheumatismus. Nackensteifigkeit. Rückenschmerzen => lumbal, sakral.



Auszug Vortrag Nux vomica Arne Krüger, Berlin: Als mein Bruder mir sagte, ich solle doch einmal an einem Vortrag über Nux vomica arbeiten und das Mittel dabei auch nehmen, war ich empört, wie er mir dieses mir bisher unsympathische Mittel zuordnen könne. Wie zuvor bei Arnica und Lycopodium habe ich bei der Beschäftigung mit diesem Mittel selbiges schätzen und lieben gelernt, und es hat auch viel bewirkt bei mir, wobei mein eigener Anteil an Nux vomica in erster Linie in Bereichen Arbeit und Überarbeitung, Überlastung und Folgekrankheit, Zorn und Wut lag.

Nux vomica war eines der ersten Mittel, die Hahnemann prüfte. Daher bringt einen die Beschäftigung mit diesem Mittel der Faszination Hahnemanns beim Entdecken dieser phantastischen Heilkunst nahe.


BOTANIK


Nux vomica, Strychnos nux vomica L. Syn. Strychnos colubrina Wight, Trychnos lucida R.Br., Poison nut tree (engl.), Noix vomique (franz.), Räva kager (dän.), Noce vomica (ital.), Revekake (norw.), Kulczyka (poln.), Czylibucha (russ.), Vrani oka (tschech.), Brechnuß, Krähenauge,

Der Name Strychnos war bei den griechischen Ärzten die Bezeichnung für verschiedene giftige Solanaceen. Als Arzneimittel werden die getrockneten Samen verwendet. Die Brechnuß, Nux vomica, gehört zu den Strychnosarten, der Familie der Loganiaceae (Loganiengewächse). Zu dieser Familie gehören auch die Pflanzen aus denen die Mittel Ignatia, Gelsemium, Spigelia und Curare gewonnen werden. Die Bäume werden ca. 10 - 15 m hoch. Die Brechnußbäume sind immergrün, ihre Zweige sind kreuzgegenständig und tragen breiteiförmige, gestielte und kahle Blätter. Die Blüten sind röhrenartig mit tellerförmig ausgebreiteten Kronzipfeln. Ihre Farbe ist rötlich und sie stehen in doldenartigen Blütenständen. Die Früchte sind orange-rote Beeren mit einem Durchmesser von 3 - 6 cm. Die Schale der Beeren ist ca. 1 - 3 mm dick und brüchig. Das Fruchtfleisch ist weiß und bitter und enthält 2 - 4 aufrecht gestellte Samen. Die Samen sind flach mit innerer Eindellung, ihre Form erinnert an eingerollte Präservative, Erythrozyten oder auch an Krähenaugen, daher der alte Name. Die Strychnosarten sind in den tropischen Regionen weltweit zu finden. Strychnos nux vomica L. kommt vor allem in Süd-Asien, Indonesien und Nord-Australien vor. Der Name Brechnuß ist wohl auf die Verwechslung mit einer anderen Strychnosart zurückzuführen, da die Brechnuß selbst keinen Brechreiz auslöst. Die Schale der Samen ist äußerst hart und steht unter starker Spannung. Bei Witterungswechsel, besonders wenn es feucht wird platzen sie explosionsartig an den Längsseiten auf und können dann auskeimen. Spannung und explosives Entladen finden wir wieder im homöopathischen Arzneimittelbild, ebenso als Modalität eine Besserung bei feuchtwarmer Luft. Die Kultivierung der Pflanze fand in Westafrika, im tropischen Indien, Sri Lanka, Java und Malaya statt, wobei die Nux vomica von Indien bis Nordaustralien verbreitet ist.


IDEE DES MITTELS


Andreas KRÜGER erzählte in einem Vortrag 1994 die Idee von Nux vomica am Beispiel des typischen Alka Seltzer Menschen. Dies ist der Arbeitsmensch, der exzessiv arbeitet und sehr fleißig ist. Als Belohnung für die viele Arbeit gönnt sich der Alka Seltzer Mensch dann auch viel Essen, Rauchen, Alkohol, Sex und Drogen. Nach einer durchzechten Nacht kommt die Alka Seltzer zum Einsatz und macht ihn wieder fit für die Arbeit und das Schaffen. Denn man ist ja schließlich nicht so ein Durchhänger wie die ganzen anderen Schlaffis. Die jähzornige und cholerische Seite des Arbeitstieres von Nux vomica finden wir sehr schön bei dem allseits bekannten HB-Männchen aus der Kino- und Fernsehwerbung, welches bei allem Fleiß zu exzessiven Zornausbrüchen neigt. Diese Zornausbrüche finden immer dann statt, wenn die Umgebung nicht so will, wie das HB-Männchen will.

Ein Nux vomica Wortspiel v.G.PFEIFFER

N ach dem Essen schlechter St U hldrang erfolglos Hyperse X exuell

V erlangen nach Fett Verst O pfung M ürrisch W I ll nicht berührt werden C holerisch Sp A stische Kolik

COULTER beschreibt Nux vomica als den "großen Reiniger", als Mittel zur Entgiftung nach schädlichen Einnahmen von Hausmitteln, homöopathischer Übermedikation und Genußmitteln. Sie zeigt als historische Persöhnlichkeit Napoleon Bonaparte auf. Napoleons Charakterstärke, seine Größe und seine Schwäche zeigen die Stärken und die Schwächen des Konstitutionsbildes von Nux vomica. Napoleon war wie der Nux vomica Mensch ein praktischer und pragmatische Denker, der mühelos pragmatische Strategien umgesetzt hat. Sein militärischer Genius zeigte sich in den Aussprüchen: " Gott ist auf der Seite der stärksten Bataillone ! " und " Eine Sache kann nur ein einziges Mal in hundert Jahren getan werden ! ". Napoleon hat in seinem Pragmatismus nicht nur militärisch Erfolge gehabt, sondern auch soziale, ökonomische, politische und religiöse Reformen eingeleitet. Er hat das Recht mit dem CODE NAPOLEON für alle Bürger im Gesetz verankert.

Dies geschah allerdings nicht aus hohem humanistischem Anspruch, sondern aus der Einsicht in den so pragmatisch organisierten Staat. In seiner Gesellschaftsvorstellung war Platz für jeden, der fleißig arbeitet und sich dem Wohl des Staates beugt. Das Krankhafte von Nux vomica zeigte sich aber auch bei Napoleon, in seiner Grobheit, seiner Boshaftigkeit, seiner Gehässigkeit, seinem Spott, seiner Gier, seinem Egoismus und seiner Eitelkeit. Der Niedergang Napoleons begann, als die Eitelkeit die Oberhand gewann, er sich zum Kaiser krönte und den Krieg um des Krieges willen ausweitete und institutionalisierte. Vielfach wird in der Homöopathie ja Napoleon als typisch für Lycopodium dargestellt. Sicher hat er eine lycopodische Teilpersönlichkeit gehabt, doch auch die Nux vomica-Züge sind recht deutlich. Die Niederlage bei Waterloo könnte man zum Teil einem schweren Anfall von Hämorrhoiden zuschreiben, wodurch Napoleon während der vier Tage der Schlacht zum Sitzen im Zelt gezwungen war, statt die Truppen in der Schlacht zu lenken. Durch die Verzögerung des Angriffs am letzten Schlachtmorgen, die eigentlich für Napoleon untypisch war, ermöglichte er es den preußischen Truppen Wellington zu Hilfe zu kommen und so die Schlacht zu entscheiden. Auch die typische Handhaltung des Napoleon könnte auf die permanenten gastrischen Beschwerden von Nux vomica hinweisen. Daß Nux vomica und Lycopodium gerade bei einer Person wie Napoleon als Vergleichsmittel herangezogen werden, sagt übrigens einiges über diese beiden großen Polychreste aus, die beide viel gastrische und hepatische Symptome haben und beide mit Macht und Machtmißbrauch zu tun haben. In der Arbeit zeigen sich die Teilpersönlichkeiten recht deutlich, Nux vomica ist sehr fleißig, Lycopodium tut häufig nur so. Ein meines Erachtens ebenso typischer Nux vomica Mensch war Wallenstein. Albrecht Wenzel Eusebius von Wallenstein war kaiserlicher Generalissimus im 30-jährigen Krieg. Ein glänzender Organisator, fleißig, erfolgreich und doch im Glanz seines Erfolges maßlos und auch anmaßend, berüchtigt für seine Wutausbrüche. Nach BOMHARDT ist eine ebenfalls typische Nux vomica Persönlichkeit Luis de Funes. Der französische Schaupieler, brillierte ja in erster Linie als schaffensreicher Choleriker und HB-Männchen.

NUX VOMICA von E.Gardemin

Nux ist das Mittel für den Magen Bei Übelkeit und Unbehagen - Wenn Appetit zum Essen fehlt Und dauernde Verstopfung quält.

Man drückt und preßt, doch will nichts kommen; Hat man sein Essen eingenommen, Dann liegt`s im Magen wie ein Stein, Viel Magensäure stellt sich ein.

Der Mensch muß seine Kleider lockern Oft findet man`s bei Stubenhockern, Doch auch der Schlemmer jeder Art Bleibt vor dem Leiden nicht bewahrt.

Der Schlaf nimmt folgenden Verlauf: Des Morgens wacht man munter auf, Dann aber schläft man wieder ein, Erwacht von neuem - und fühlt Pein.


ARZNEIZUBEREITUNG


Verwendet wird Semen strychni, der Samen von Nux vomica. Die Herstellung erfolgt nach Vorschrift 4a des HAB 1 ( Homöopathisches Arzneibuch ). Urtinktur = D 1, die D 2 wird mit Äthanol 62 % hergestellt, die D 3 mit Äthanol 62 % und ab der D 4 wird mit Äthanol 43 % potenziert.


PHARMAKOLOGIE UND TOXIKOLOGIE


Nux vomica enthält ein Reflexkrampfgift mit einer organotropen Wirkung auf Zentralnervensystem, Verdauungsapparat und Bewegungsapparat.

Als Inhaltsstoffe finden sich Alkaloide ( 2,5 - 3 %), Glykoside, fettes Öl, Phytostearine, Proteine, Chlorogensäure und Loganinsäure. Die Alkaloide sind Strychnin und andere Indolalkaloide, Brucin, Pseudostrychnin, Pseudobrucin, Alpha- und Betha-Colubrin, Novacin und Ijacin. Ebenso findet sich das Iridoidglykosid Loganin. Alkaloide sind stickstoffhaltige, basische Verbindungen mit einer ausgeprägten pharmakologischen Bedeutung. Ihnen sind heterozyklische Ringstrukturen eigen. Die Alkaloide werden in den Pflanzen aus Aminosäuren, Ketosäuren oder Aldehyden synthetisiert. Über die Bedeutung der Alkaloide im pflanzlichen Stoffwechsel ist bisher nur wenig bekannt. Man kann bei den pharmakologisch bedeutsamen Alkaloide zwischen den Abkömmlingen des Pyridin (Conium-Alkaloide, Nikotin, Pfeffer-Alkaloide), des Tropan (Belladonna-Alkaloide, Hyoscyamus-Alkaloide, Stramonium-Alkaloide, Cocain), des Chinolin (Opium-Alkaloide, Chinin), der Lysergsäure (Mutterkornalkaloide, LSD) und des Tryptophan (Colchicin, Reserpin und Strychnin-Alkaloide) unterscheiden. Die Struktur des Strychnins wurde 1949 von Robinson ermittelt und 1954 von Woodward vollständig synthetisiert.

Die Dosis Letalis (DL) des Strychnin liegt bei:

Pferd 200 - 300 mg/kg Beginn der Vergiftung ab 0,5 mg/kg Rind 200 - 400 mg/kg Beginn der Vergiftung ab 0,5 mg/kg Schwein 10 - 50 mg/kg Beginn der Vergiftung ab 1,0 mg/kg Hund 5 - 20 mg/kg Beginn der Vergiftung ab 0,8 mg/kg Katze Beginn der Vergiftung ab 2,0 mg/kg Huhn Beginn der Vergiftung ab 5,0 mg/kg Mensch 1 mg /kg Beginn der Vergiftung ab 0,2 mg/kg

Strychnin ist ein farbloses, in orthorhombischen, keilförmigen Prismen kritallisierendes Indolalkaloid. Die Resorption erfolgt enteral und parenteral über Haut, Schleimhäute oder Wunden. Die Verteilung findet in allen Geweben statt, wobei besonders hohe Konzentrationen in Leber und Nieren erreicht werden. Die Elimination geschieht durch Lebermikrosomenenzyme, wobei ein geringer Anteil der Giftstoffe auch über die Haut ausgeschieden werden. Das Vergiftungsbild zeigt Unruhe, Schreckhaftigkeit, schmerzhafte Muskelzuckungen, Steifheit, Dyspnoe, tonisch-klonische Krämpfe ( Krämpfe mit einem Wechsel von Spannung und wackelnder Bewegung), das Gesicht ist dunkelrot und cyanotisch, es kommt zur Anschwellung der Venen, vorgetretenen Augenbulbi und Mydriasis ( Pupillenerweiterung ). Der Exitus erfolgt in der Regel durch Atemlähmung. Bei der Strychninvergiftung sind die wichtigsten Gegenmittel Curare, Toxiferin I und Magnesiumsulfat. Strychninhaltige Gewächse sind Strychnos nux vomica und Strychnos ignatii

WIRKUNG DES STRYCHNIN:

Das Alkaloid Strychnin ist wie das Tetanustoxin ein Rückenmarkskonvulsivum. Das Strychnin löst im Bereich des Rückenmarks eine Krampfaktivität durch die Beseitigung postsynaptischer Hemmungen aus. Die Krampfaktivität braucht allerdings eine Auslösereiz, so z.B. Erschütterungen, Berührungsreize, Lageänderungen, optische oder akkustische Reize. Durch die postsynaptische Hemmung des Strychnins kommt es dann zu Überreaktionen im Rückenmark. Die Regulation zwischen den agonistischen und antagonistischen Muskeln wird aufgehoben, so daß beide gleichzeitig maximal kontrahieren. Dies führt zu tonischen (starren) Krämpfen. Die Krämpfe finden bei vollem Bewußtsein statt und sind wegen der Zerrung der Sehnen und Bänder sehr schmerzhaft. Es kann auch zu Rissen der Muskeln und Sehnen kommen. Die Wirkung des Strychnins besteht in der Blockierung der Wirkung des inhibitorisch wirkenden Neurotransmitters Glycin. Glycin wirkt inhibitorisch durch den Anstieg der Chlor-Permeabilität an den Nervenzellen. Das Strychnin hemmt chemisch den Angriff des Gylcins, einer Aminosäure, die in der postsynaptischen Hemmung des ZNS ihre Bedeutung hat. Glycin führt als Neurotransmitter durch inhibitorische postsynaptischen Potentiale ( IPSP ) zur Hemmung der Alpha-Motoneurone.

Einige südamerikanische Strychnosarten liefern das Pfeilgift Curare, welches im Unterschied zum Strychnin allerdings nicht konvulsiv sondern muskelrelaxierend wirkt. Das Strychnin spielt als Rückenmarkskonvulsivum nur noch eine toxikologische Rolle, aber keine therapeutische mehr, da die Stammhirnerregung durch die Krampfwirkung überlagert wird. Es führt in Vergiftungsfällen zu erhöhter Reflexbereitschaft und reflektorisch ausgelösten Streckkrämpfen, die besonders über die Atemlähmung tödlich enden.

Bei der Katze führt eine Strychninvergiftung zur Kontraktion der gesamten Muskulatur. Anfangs treten Unruhe und eine hohe Empfindlichkeit gegen äußere Reize auf. Es kommt zu einer steifen Körperhaltung und es treten vermehrt Zuckungen der Skelettmuskulatur auf. Äußere Reize lösen heftige Zuckungen und Krämpfe aus. Diese führen schließlich zur tonischen Starre der gesamten Muskulatur. Die Augäpfel sind starr und die Pupillen zeigen manchmal eine Mydriasis. Die Krämpfe dauern zwischen dreißig Sekunden und mehreren Minuten an. Der Tod tritt durch Atemstillstand oder Rückenmarksparalyse auf. Das Strychnin führt zur starken Steigerung der Reflexerregbarkeit des Rückenmarks und zu einer verstärkten Impulsausbreitung. Besonders neurovaskuläre und neuromuskuläre Anteile sind betroffen. Der synaptische Widerstand ist vermindert und bei einfachen sensiblen Reizen wird eine viel zu große Anzahl motorischer Neurone aktiviert. Es kommt zu überschießenden Reaktionen und tonischen Muskelkrämpfen. Es zeigt sich auch eine erhöhte Irritabilität des vegetativen Nervensystems. Die Nux-Krankheit tritt aufgrund dieser Toxikologie PLÖTZLICH ein. Strychnin wirkt durch die Aufhebung der Hemmung der Neurone. Steigerung der Sinnesfunktionen, Übelkeit, Tetanus der Muskulatur, Krämpfe beginnend an den Gesichtsmuskeln, dann folgen die Kaumuskeln, der Kehlkopf, Beuge- und Streckmuskeln und schließlich das Zwerchfell. Bei den Krämpfen können auch krampfhafte Erektionen auftreten. Der Tod tritt meist durch eine Atemlähmung ein. Als Anläße für Anfälle dienen geringfügige Erregungen, Berührungen, Reize auf Auge und Ohr. Nach den Anfällen folgen lähmungsartige Schwäche sowie unfreiwilliger Kot- und Harnabgang. Es kommt auch zu vegetativen Erregungen mit Pulsverlangsamung, Blutdrucksteigerung und Steigerung der Atemfrequenz.

Beim Versuchstier beginnen die klinischen Symptome 10 Minuten bis 2 Stunden nach Giftaufnahme. Die Tiere liegen fest und es zeigen sich Nervosität, Streckkrämpfe, eine gespannten Bauchdecke und eine angespannte Halsmuskulatur. Es finden sich heftige tetanische Krämpfe, welche spontan auftreten oder sekundär durch helles Licht, Geräusche und Berührung ausgelöst werden. Hier ist ein Vergleich zum homöopathischen Erregungsbild zu beachten. Die Tiere nehmen eine Sägebockstellung ein und haben tetanische Krämpfe mit steigender Frequenz und Intensität mit einer steifen Bein- und Körperhaltung, aufgerichteten Ohren, Gesichtskrämpfen, Mydriasis und Atemstillstand. Zum Exitus kommt es schließlich durch die Atemlähmung. Im Sektionsbefund finden sich weder makroskopische, noch mikroskopische Veränderungen. Das Bild der Strychninvergiftung ist im wesentlichen identisch mit dem Wundstarkrampf ( Tetanus ). Die Tiere zeigen tetanische, blitzartig auftretende Krampfanfälle. Es kommt zu einer steifen und gestreckten Haltung von Extremitäten, Hals, Wirbelsäule und Schweif. Die Tiere sind hochgradig schreckhaft. Die Kadaver strychninvergifteter Tiere sind auch noch nach vielen Tagen nicht verwest, was bedeutet, daß das Strychnin anscheinend eine konservierende Wirkung hat.


VOLKSHEILKUNDE


Die erste Verwendung der Brechnuß im 15.Jahrhundert begann wohl als Gift zur Schädlingsbekämpfung von Wild und Nagetieren. Nux vomica ist in der arabischen Medizin des Mittelalters beschrieben. Im 15. Jahrhundert ist die Nux vomica in die Europäische Medizin eingeführt worden. VALERIUS CORDUS beschreibt schon 1561 die Wirkungen der Nux vomica. Im 17. Jahrhundert findet die Nux vomica in England Verwendung zum Vergiften von Hunden, Katzen, Krähen und Raben, sowie als Tollköder zum Betäuben von Fischen. Die Vergiftung von Füchsen und wilden Katzen erfolgte durch ausgelegtes Fleisch, Heringsköpfe, Margarinepillen. Krähen, Raben, Ratten und Mäuse bekämpfte man durch vergifteten Weizen, Hafer oder durch Strychningrütze. In Indien findet sich die Nux vomica als Antirheumatikum und Mittel bei Schlangenbissen. Ungiftig ist die Nux vomica für Schnecken und der Nashornvogel ernährt sich u.a. von den Samen. LEESER beschreibt die Anwendung bei Eingeborenen gegen intermittierendes Fieber und Schweißbrüche.


KONSTITUTIONSBILD


Hahnemann beschreibt die Nux vomica Person wie folgt: " Diejenigen Personen sie häufiger bedürfen, welche sehr sorgfältigen, eifrigen, feurigen, hitzigen Temperaments sind, oder tückischen, boshaften, zornigen Gemüts ". Es sind aufbrausende, reizbare Personen, von besonders sitzender Lebensweise. Sie vertragen keinen Widerspruch sind gewöhnt an Reizmittel. Man findet überreizte Managertypen mit Bewegungsmangel und Folgen von übermäßigem Studieren, Sorgen, Nachtarbeit. Sie sind empfindlich gegenüber äußeren Einflüssen, Licht und Geräuschen. Nux vomica organisiert gut, macht Tischvorlagen, Overheadfolien und Sripten, ist aber gereizt, wenn sich die anderen nicht auch gut vorbereitet haben. Ein Nux vomica Mensch hat es nicht gerne, wenn Kritik geäußert wird. Wenn es zur Kritik kommt, muß diese konstruktiv sein, sonst rastet Nux vomica aus und beschimpft sein Gegenüber. Quängelnde und nörgelnde Kritik wird nicht ertragen und führt zum Wutausbruch. Wobei jede ungelegene Kritik häufig als Nörgelei abgetan wird. Wenn Nux vomica sauer ist, bringt Widerspruch ihn zum Rasen. Nux vomica besitzt eine körperliche und seelische Überempfindlichkeit mit großer Reizbarkeit, Streitsucht und Ärgerlichkeit. Es findet sich eine Geladenheit, die bei geringfügigsten Anlässen zum Ausbruch führt. Der Nux vomica Patient kann sich im Zorn Luft machen, ohne nachher Reue zu zeigen. "Wer mich kennt, wird schon erkennen, daß es ja nur zu seinem besten war " ist ein beliebter Nux vomica Satz zur Entschuldigung. Wer dies nicht so sieht, kann dem Nux vomica Menschen gestohlen bleiben. Es sind beherzte Geschäftsleute und Manager, besonders Männer, aber auch Frauen mit heftigem, aktivem und reizbarem Temperament. Die Patienten kommen häufig wegen ihrer Unterleibsprobleme und Hämorrhoiden, sie klagen über spastische Obstipation, einen Reizmagen und die Neigung zum Sodbrennen. Nux vomica Menschen sind häufig Börsenmakler, Fluglotsen, Geschäftsleute, Journalisten, Kassenärzte, Lehrer, Manager, Pharmareferenten, Reporter, Taxifahrer, Vertreter und Werbemanager. Man wird selten Beamte finden, es sei denn, es sind adrenalinreiche Berufe, denn der Nux vomica Mensch kann nicht so wenig arbeiten, wie daß viele Beamte nur tun ( typische Nux vomica Meinung ). Wenn ein Nux vomica Mensch als Beamter wenig tun und viel sitzen muß, wird er seine Verstopfung nicht loswerden und ein Drittel sein Berufslebens auf der Toilette verbringen. Nicht ohne Grund brauchen unsere Behörden so viel Toiletten. Hier paßt die Begrifflichkeit des STAATSHÄMORRHOIDALIKERS. Beim Nux vomica Menschen fällt sein starkes Bedürfnis nach Reizmitteln wie Tabak, Alkohol, Kaffee und Gewürzen auf, obwohl darauf meist eine Verschlimmerung des Befindens folgt. Als Hobbys findet man Fernsehen, vor allem Actionfilme, Channelcrossing, Flippern, Tischfußball, Video. Nux vomica kann viele Dinge kombinieren, so z.B. Fernsehen plus Zeitung lesen plus Kaffeetrinken plus Hund streicheln. Bei mir selbst erlebe ich diese günstige Kombination immer dann, wenn die Arbeit am Computer alleine zu langweilig wird und ich, um durchzuhalten nebenbei fernsehen muß.

Symbolische Spielfilme sind EIN MANN FÜR GEWISSE STUNDEN oder Chaplins MODERNE ZEITEN. Die Nux vomica Wut paßt auch zu FALLING DOWN mit Michael Douglas. Nux vomica muß als moderner Mensch immer erreichbar sein, als modernes Vehikel hat dieser Mensch ein Mobiltelefon. Nux vomica telefoniert im Restaurant, auf dem Klo, im Auto, auch bei 140 km/h auf der Autobahn, im Stau, um über die Dusseligkeit der anderen zu schimpfen. Wenn es technisch möglich wäre, würde Nux vomica sogar in der Sauna telefonieren.

MÄRCHEN


BOMHARDT beschreibt als typisches Nux vomica Märchen das Lumpengesindel der Gebrüder Grimm.


GEMÜTSSYMPTOME


Beim Nux vomica Menschen finden sich eine Reihe von auffälligen Gemütssymptomen. Sie zeigen Ärger über Kleinigkeiten, eine ausgeprägte Streitsucht und leicht eine ärgerliche Mißstimmung und Mißmut. Besonders wenn etwas nicht so klappt, wie sie es sich vorstellen, kommt es zu Jähzorn und Zanksucht. Neben diesem eher dominanten Verhalten hat der Nux vomica Mensch große Angst und fürchtet, der Tod stehe bevor. Man findet eine Überempfindlich gegen äußere Eindrücke, Musik und starke Geräusche außerdem ein ehrgeiziges, feuriges Temperament. Die Nux vomica Menschen haben eine Neigung zu Vorwürfen gegenüber Mitarbeitern und Angestellten, wobei sie hier häufig mürrisch und nörgelig sind. Sie können sich nicht entspannen und sind innerlich unruhig, was im positiven Fall zu Fleiß und emsiger Arbeit führt, im negativen Fall, in dem sich der Nux vomica Mensch über Kleinigkeiten ärgert. Er kann so gereizt und ungehalten sein, daß er sich zähmen muß, um nicht jedem, der ihm widerspricht, ins Gesicht zu schlagen. Die Zanksucht kann bis zu Tätlichkeiten gehen. Vor einer Entscheidung zeigt ein Nux vomica Mensch häufig eine ausgeprägte Unschlüssigkeit und ein beständiges Schwanken in seinen Vorhaben. Wenn sich der Nux vomica Mensch aber etwas vorgenommen hat, wird dieses Ziel tatkräftig angegangen und mögliche Konkurrenten werden wie mit einer Dampframme niedergemacht. FRIEDRICH beschreibt den Nux vomica Menschen im positiven Sinn im Besitz von Selbstvertrauen, Tüchtigkeit und Fähigkeit zu selbständiger Arbeit. Der kranke Nux vomica Mensch zeigt übertriebenen Ehrgeiz und enorme Arbeitswut. Da er mit Gefühlsangelegenheiten nicht viel anzufangen weiß, kompensiert er diese Unzulänglichkeit mit Leistung, Fleiß und krankhaft übersteigerter Tätigkeit. Schlaf:

Nux vomica Menschen haben häufig Schlafstörungen. Sie erwachen nachts zwischen 3 und 4 Uhr oder ihr Schlaf wird schon am frühen Morgen unterbrochen. Morgens ist der Nux vomica Mensch häufig unausgeschlafen, unlustig, verdrossen und leidet auch häufig unter Übelkeit. Die Patienten wachen mit einem elenden Gefühl auf. Die Träume sind voller Aktivität und Eile, wobei in diesen Träumen oft die Geschäfte des kommenden Tages vorkommen. Der Schlaf ist häufig unterbrochen und voll ängstlicher Träume. Träume von dringenden Geschäften. Der Nux vomica Mensch neigt auch zu ängstlichen Träumen über die unangenehmen Dingen des Tages zuvor. Auch Monster und wilde Tiere können in den Träumen vorkommen.

Eine große Rolle in der homöopathischen Praxis können auch Nux vomica Kinder spielen, hierzu ein Auszug aus einem Vortrag von Andreas KRÜGER.

DAS NUX VOMICA KIND

Fritz, 14 Jahre, genannt The Cat, weil er der Filmfigur so ähnlich ist, ist ein Neffe des Heilpraktikers Alois Sykoshilf; beide haben ein sehr vertrautes Verhältnis zueinander und Fritz wird auch von seinem Onkel homöopathisch behandelt. So schreibt nun Fritz, The Cat, der sich im Schullandheim aufhält an seinen Onkel, den Heilpraktiker, folgendes:

" Hallo Alter! Ich kann dir gar nicht sagen, wie ätzend hier alles ist, wenn ich nicht so ein dickes Fell hätte, würde ich vor lauter innerer Spannung und Wut hier laufend platzen. "

Merke : Die Schale der Brechnußsamen ist äußerst hart und steht unter starker Spannung.

" Ein paar mal, als es gar nicht mehr auszuhalten war, so ganz ohne Video und Heimcomputer, bin ich dann doch ausgeflippt, daß die anderen ganz blöd aus der Wäsche geguckt haben. "

Merke : Spannung und explosive Entladung finden wir im Arzneimittelbild.

" Da muß oft gar kein Grund da sein, bloß daß mich vielleicht einer blöd anguckt - dann rumst's. "

Merke : Nux vomica ist explosiv, zornig, wütend, entlädt seine Spannung oft mit Reaktionen, die völlig unangemessen im Verhältnis zum Auslöser sind.

" Letztens bin ich geplatzt - nur weil mir einer nicht sofort die Cola und die Zigarette rübergereicht hat. "

Merke : Wutanfälle treten auf, wenn etwas nicht nach seinem Willen geht.

" Weißt du, überhaupt fühle ich mich ganz verkrampft - es braucht mich bloß einer vorsichtig anzufassen - und schon fangen meine Muskeln an zu zucken. "

Merke : Spannung der Muskulatur und übermäßige Reflexerregbarkeit bei Nux vomica passen zum Strychnin als Pfeilgift.

" Letztens war auch endlich mal eine coole Fete - du weißt ja, ich vertrage ja keinen Alk usw., aber das habe ich natürlich vor den Kumpels und den Bräuten nicht gezeigt - sonst erkennen die mich ja nicht mehr als ihren Leader an. Also haben wir den heimlich mitgebrachten Korn verdrückt - reichlich geraucht - und zum Schluß kreiste noch ne Tube Pattex und am nächsten Morgen war mit kotzübel. Kotzen mußte ich dann auch und tagelang hatte ich Sodbrennen. Aber da habe ich ja immer die Rennies dabei, die ich in der Apotheke geklaut habe. "

Merke : Nux vomica Menschen sind Angeber, müssen protzen und den Führer spielen. Es finden sich kleine Diebereien, eine Überreizung des Magens durch Alkohol, Zigaretten und Drogen. Es kommt zum Erbrechen, zum "Kater", Übersäuerung und Sodbrennen. Man findet Medikamentenmißbrauch.

" Was hier ganz toll ist - ist, daß mich meine Mutter nicht mehr mit dem Müsli nervt - was du ihr aufgeschwatzt hast. Hier kann ich wieder essen, was mir so richtig schmeckt - jede Menge Curries mit Pommes rot-weiß und massenhaft Cola - auch das eklige Vollkornbrot tangiert mich hier nicht - ihr habt zwar recht - daß durch die Körner die Käckerei besser geht - wenn ich zu Hause im Mittelstufenzentrum in der Pause nur Hot-dog essen, kann ich oft tagelang nicht aufs Klo - aber da klau ich Oma die Bekunis-Dragees und dann geht's -. "

Merke : Die Kinder haben ein starkes Verlangen nach Medikamenten, sie ahmen darin ihre Eltern nach. Es sind Kinder einer sykotischen und künstlichen Welt, Kinder der Städte, Kinder der Steine. Die Städte, aus Stein und mit einem Aussehen wie Warzen stehen symbolisch für den sykotischen Exzeß. Zum Nux vomica Kind paßt auch das sogenannte Mittelstufenzentrumsyndrom mit Aggression, Zerstörungswut, Bandenbildung, Raserei mit Mofas, Alkohol und Drogenmißbrauch, Medienfülle mit Mediotheken, EDV, Videos im Unterricht und dauernder Walkmannbeschallung. Solange es eine sykotische Gruppenkonstituion ist, ist die Situation noch beherrschbar, gefährlich wird es dann, wenn die Gruppenkonstituion in das luesinische und destruktive umschlägt. Hier ist die Homöopathie mehr als nur eine Einzeltherapie, sie kommt in den Rang der sozialhygienischen Therapie.

" Letztens sagte doch so ein Idiot - ich sehe aus wie eine gelbe Bohne - da sind mir doch fast die Sicherungen rausgeflogen - ist doch kein Wunder - beim Leistungsstreß, den wir heute in der Schule haben - daß man da kein Fetti wird - und gelb aussieht - ja das ist besonders, wenn ich halt nicht aufs Klo kann, aber ist doch auch kein Wunder - an unserem Schulzentrum sind wir 1.500 Leute - da wird man doch zum Chinesen. "

Merke : Der Nux vomica Typus ist mager und hager, er hat oft eine gelbliche Gesichtsfarbe.

" Das Schärfste war, gestern wollte doch unser Alter (DER LEHRER) auch noch ein Diktat schreiben. Wurde natürlich, wie immer, eine Katastrophe. Weißt du, ich kann nichts dafür, aber ich lasse einfach immer ganze Wörter und Silben aus. "

Merke : Hahnemann schreibt, daß sich Nux vomica leicht verredet und verschreibt. Er läßt Silben und ganze Worte aus.

" Ich würde ja selbst gerne etwas ruhiger sein, aber diese Unruhe läßt mich ja sogar nicht richtig schlafen, besonders wenn ich abends zuviel gegessen habe. Und träumen tue ich dann einen Scheiß. Von Löwen und Ungeziefer, daß mir die Zähne ausfallen und die Kumpels sagen dann am nächsten Morgen, ich hätte im Schlaf gestöhnt und gewimmert. Wenn ich so schlecht schlafe, kann ich natürlich den ganzen nächsten Tag vergessen. So unter dem Motto: WAS KANN EIN TAG SCHON BRINGEN, DER MIT AUFSTEHEN ANFÄNGT. Nach solchen Nächten bin ich dann besonders reizbar, und platze sofort, und was mir ja so gar nicht recht ist, da ich ja eigentlich unheimlich cool bin, bin ich auch oft traurig, besonders nach dem Essen.

So mach's gut, Alter, schreib doch und schick mal wieder ein paar Kugeln. Dein Fritz - The Cat. "

Merke : Nux vomica will an seinem Leben nichts ändern, keine Verantwortung übernehmen. Die Pille soll es richten. Auf den Brief hin schickte der Heilpraktiker Alois Sykoshilf seinem Neffen einen kleinen Brief zurück in das Schullandheim, in ihm auch 5 Kugeln Nux vomica C 30.

" Lieber Fritz nimm alle auf einmal unter die Zunge, gute Besserung. "

Nach zwei Wochen kam wieder ein Brief von Fritz.

" Hallo, lieber Onkel Alois! Deine Kugeln waren prima. Ich fühle mich ganz entspannt und ärgere mich auch kaum noch, schlafen tue ich wie ein Murmeltier, aber was ich am tollsten finde, alle anderen Mitschüler, die vorher eher Angst vor mir hatten, haben mich jetzt echt gerne. Letztens haben sie mich sogar zum Klassensprecher gewählt. Toll - was? Mein Lehrer sagte noch: Lieber Fritz, auch wenn man es hinter deiner harten Schale nicht oft bemerkt hat, im Kern bist und warst du immer ein feiner Kerl, mit einem guten Gefühl für Recht und Unrecht. "

Merke : Als das eintausenddreihundertste Nux vomica-Symptom bei Hahnemann steht: Kontrapunktisch erscheint ein Wesenszug, der wohl häufig durch die Störungen und Mißhelligkeiten des Nux-Zustandes überdeckt bleibt, aber eine Erklärung gibt für den tiefen inneren, zur Gesundheit strebenden Kern von Nux vomica. Nux vomica hat ein heiles Bewußtsein seiner Existenz, ein feines, starkes und richtiges Gefühl für Recht und Unrecht.


ORGANBEFUNDE


Kopf:

Nach LEESER, BOERICKE und MEZGER finden sich Kopfschmerzen, wobei der Kopf besonders am Morgen schmerzhaft ist. Man findet Schwindel am Morgen und nach dem Essen, sowie Migräne als Folge von Überarbeitung, Genußmitteln und Völlerei. Der typische Nux vomica Kopfschmerz ist auch der Katerkopfschmerz. Die Kopfschmerzen sind am Hinterkopf und über den Augen lokalisiert. Der Schwindel geht mit Bewußtseinsverlusten und dem Gefühl der Trunkenheit einher. Die Patienten fühlen wie betrunken und benebelt, sie schwanken beim Gehen oder leiden unter Drehschwindel. Es kann ein pressender Schmerz auf dem Scheitel vorkommen, wie von Nägeln. Der Stirnkopfschmerz kann mit dem Wunsch etwas gegen den Kopf zu pressen verbunden sein. Die Kopfschmerzen sind oft mit Übelkeit und Erbrechen verbunden. Es finden Kopfschmerzen nach geistiger Arbeit. Schmerzen, die schlimmer werden vom Bücken und Husten und nach dem Essen. Es finden sich auch reißende Schmerzen in Kopf und Gesicht. Beim Essen zeigt sich oft heftiges Schwitzen am Kopf, verbunden mit Rötung der Wangen und einem Hitzegefühl am Kopf. Die Kopfschmerzattacken können Reißend sein und verbunden mit krampfartigem Zucken in Gesicht und Kiefermuskeln, wobei die Kiefer auch krampfhaft geschlossen sein können.

Atmungsapparat:

Die Nase ist oft verstopft oder zeigt Schnupfen mit unerträglichem Juckreiz und dem Bedürfnis zu Schniefen. Die verstopfte Nase zeigt sich dabei vor allem nachts während sie am Tage fließt. Die Patienten zeigen eine Neigung zum Nasenbluten. Es kommt häufig zu Hustenanfällen, die in Erbrechen übergehen können. Dieser Husten tritt bei Streß und Zeitdruck auf. Es finden sich Erkältungen, die den Patienten benommen machen. Manche Gerüche rufen leicht Ohnmachten hervor. Dies ist mit der besonderen Empfindlichkeit des Nux vomica Menschen gegen Gerüche kombiniert. Die Absonderung sind insgesamt eher gering, schleimig und flüssig. In der Regel sind die Absonderungen mild, wobei auch scharfe Absonderungen mit Verstopfungsgefühl der Nase vorkommen können. Im Hals hat der Nux vomica Patient ein rauhes und abgekratztes Gefühl. Man findet eine katarrhalische Heiserkeit mit Kitzeln nach dem Aufwachen sowie Enge und Einschnürung im Rachen. Die Uvula kann geschwollen sein. Es findet sich das Gefühl von Stichen vom Rachen in Richtung Ohr. In der Lunge findet sich häufig Asthma mit einem Völlegefühl im Magen, besonders abends oder nach dem Essen. Es kommt zum Husten mit dem Gefühl, als ob etwas in der Brust losgerissen würde. Die Atmung ist flach und beklemmendend. Es findet sich ein trockener, hackender Husten mit dem Gefühl der Brustenge. Der Husten ist zeitweise von blutigem Auswurf begleitet. Beim Husten zeigt sich ein berstender Kopfschmerz mit einem Prellungsschmerz im Oberbauch. Man findet den Schnupfen und die Bronchitis häufig nach Klimaanlagen, ICE, Zugluft oder Streß.

Verdauungsapparat:

Die Kiefer sind bei Nux vomica Patienten häufig kontrahiert. In der Mundhöhle zeigen sich kleine aphthöse Ulcera und es findet sich ein blutiger Speichel. Die Zähne sind schmerzhaft, das Zahnfleisch ist geschwollen, weiß und blutend. Es können Zahnschmerzen mit großer Überempfindlichkeit gegen Kälte auftreten. Die Zunge ist häufig weiß belegt, trocken und die Patienten haben heftigen Durst. Die Zunge ist stark belegt mit einem üblen Mundgeruch. Die vordere Hälfte der Zunge ist sauber, die hintere bedeckt mit einem dicken Belag. Es findet sich ein saurer und bitterer Geschmack, wobei dieser besonders nach dem essen auftritt. Das Essen bewirkt ein Völlegefühl und häufig auch Übelkeit. Den Nux vomica Menschen ist dann zum Erbrechen schlecht und sie haben einen Magendruck wie von einem Stein. Früh morgens schon zeigen sich Übelkeit und Erbrechen, begleitet vom bitteren, sauren oder fauligen Geschmack. Es kann zum Erbrechen kommen mit dem Herauswürgen von wässriger Flüssigkeit oder von Speisen, Schleim, Galle und Blut. Man findet Verdauungsbeschwerden von Kopf- und Geistesarbeitern besonders akute und chronische Gastritiden. Man findet eine Krampfneigung des Magens und des Darms, häufig verbunden mit einer spastischen Obstipation und dem Abgang nur geringer Kotmengen. Die Patienten zeigen Hunger trotz vorhergegangener Übelkeit und Hunger mit Abneigung gegen das Essen. Die Magengegend ist empfindlich gegen Druck von außen, z.B. gegen den Druck von Kleidung. Der Patient öffnet nach dem Essen gleich den Hosengürtel um den unangenehmen Druck zu mindern. Nach dem Essen kommt es zu einem Völlegefühl und zur Auftreibung des Leibes. Es kommt zum Bedürfnis aufzustoßen, doch dabei fühlt der Nux vomica Mensch häufig eine krampfartige Zusammenschnürung der Speiseröhre. Die Magenbeschwerden sind 1-2 Stunden nach der Nahrungsaufnahme besonders stark vorhanden. Auffällig ist, daß es zu Heißhunger kommt, besonders einen Tag vor dem Auftreten von Beschwerden. Die Nux vomica Patienten zeigen ein Verlangen nach fetten Speisen, die allerdings nicht vertragen werden. Es zeigt sich ein Widerwillen gegen die gewohnten Speisen, besonders gegen Fleisch. Es kann zu einer Abneigung gegen Alkohol und Tabak kommen. Die Patienten zeigen einen stechenden oder klopfenden Schmerz in der Lebergegend.

STUHLGANG:

Es findet sich häufig Verstopfung mit heftigem, erfolglosem Drängen. Der Stuhlgang ist unvollständig und nicht erleichternd. Der Nux vomica Mensch hat oft das Gefühl als ob ein Teil zurückbliebe. Die Peristaltik ist unregelmäßig. Es kommt zu Verstopfung und Durchfall im Wechsel, besonders nach dem Abführmittelmißbrauch. Man findet Durchfall nach Ausschweifungen. Der Stuhlgang ist schwierig, gefolgt von erneutem Drängen, als ob noch nicht alles abgegangen wäre. Der Stuhlgang ist kleinkalibrig wie Ziegenkot, mit einem zusammenschnürenden Gefühl im Mastdarm. Der Stuhlgang wird als frustral beschrieben. Die Patienten Rauchen gerne auf dem Klo und sind häufig Dauersitzer. Es kommt zu Schmerzen beim Stuhlgang, teilweise verbunden mit lautem Schreien. Die Nux vomica Menschen sind leidenschaftlicher Abführmittelnehmer. Sie haben gerne Durchfälle, weil dann der Stuhlgang leicht abgeht. Durch das lange Sitzen auf der Toilette kommt er verbunden mit dem heftigen Pressen beim Stuhlgang zu Hämorrhoiden. Die Begrifflichkeit des Staatshämorhoidalikers ist im Konstitutionsbild schon erörtert worden.

Harnapparat:

Man findet einen schmerzhafter vergeblicher Harndrang mit Brennen in der Harnröhre und dem Gefühl auch beim Harnlassen nicht fertig zu werden. Die Patienten haben häufig eine Reizblase bedingt durch Spasmen des Blasenschließmuskels. Es kommt zum häufigen Harnlassen und dauerndem Harndrang. Der Harndrang ist häufig erfolglos. Es kann zu spastischen Nierenkoliken mit stechenden Schmerzen kommen. Man findet ein Jucken in der Urethra und Schmerzen und Reißen im Blasenhals beim Harnlassen. Ebenso kommt es zum Urintröpfel. Man findet vermehrt Blasenkatarrhe nach Erkältungen, sexuellen Exzessen oder Alkoholgenuß.

Geschlechtsorgane:

MÄNNLICHE GENITALE:

Es kommt zu einem starken sexuellen Verlangen. Es findet sich ein leicht gereiztes Verlangen. Die sexuellen Erfolge infolge flotten Lebens sind für den Nux vomica Menschen wichtig. Es kommt auch zu Krankheitsfolgen sexueller Exzesse und sexueller Erregung auf geringste Anlässe. Morgentliche Erektionen sind verstärkt zu finden und auch vermehrte Pollutionen. Es kommt zu Einschnürungsschmerzen in den Hoden, zur Orchitis und zur Spermatorrhoe bei Träumen. Es finden sich Rückenschmerz und ein Brennen in der Wirbelsäule beim Verkehr. Die Sexualität ist gekennzeichnet durch Schwäche und Reizbarkeit. Die Libido ist ohne Kraft und Beständigkeit. Die Nux vomica Menschen zeigen eine starke Neigung zu schnellem Sex, Quickis und eine Onanieneigung. Sie sind Abends wegen der vielen täglichen Arbeit oft zu Müde zum Sex. Viele Nux vomica Menschen haben oft Verhältnisse mit der Sekretärin, da dies gut mit der Arbeit zu kombinieren ist. Auch beim Sex muß alles schnell gehen. Der Nux vomica Patient möchte sehr potent sein, ist aber wegen der vielen Gifte die er zu sich nimmt nicht mehr voll potent. Er braucht sexuelle Stimulantien, Hilfmittel und sexuelle Anregungen durch Magazine oder Pornos.

WEIBLICHE GENITALE:

Es kommt zur Regelbeschwerden mit verfrühte Periodenblutungen, Kreuzschmerzen mit Übelkeit und ein krampfhaftes Drängen des Uterus nach unten. Die Menses kommt zu früh, dauert zu lang und ist oft unregelmäßig. Das Menstruationsblut ist schwarz und die Menses geht oft mit Ohnmachtsanfällen einher. Es kann zum Prolaps des Uterus kommen, Dysmenorrhoe mit Schmerz im Os Sakrum und dauerndem Stuhldrang. Die genitalen Schmerzen strahlen zum Rectum aus und sind mit Stuhldrang und häufigem Wasserlassen verbunden. Es kann zur Metrorrhagie kommen, mit dem Gefühl, als ob der Darm sich bewegen wolle. Die Libido ist erhöht mit einer übermäßigen Erregung des Geschlechtstriebes.

Haut:

Auf der Haut zeigt sich ein großes Kältegefühl welches weder im Bett, noch in der Wärme schwindent. Es kann aber auch zur Hitze mit heftigem Schwitzen kommen. Die Nux vomica Menschen haben eine große Scheu vor frischer Luft mit einer starken Erkältungsneigung. Der Körper wird als brennend heiß empfunden, besonders im Gesicht. Der Patient kann sich nicht bedecken oder aufdecken, ohne sich kalt zu fühlen. Man findet Nesselsucht begleitet mit Magenstörungen. Die Nux vomica Menschen leiden vermehrt an Akne und roter und fleckiger Haut. Man findet einen extremen Rigor mit Zyanose der Fingernägel und häufig sauren Schweiß, meißt nur auf einer Körperseite.

Bewegungsapparat:

Man findet eine Krampfneigung der Rumpfmuskulatur. Die Nux vomica Patienten leiden unter nächtlichen Kreuzschmerzen, die so stark sind, daß sie das Umwenden im Bett verhindern. Die Patienten leiden unter Steifheit und Reißen im Rücken, besonders zwischen den Schulterblättern. Es kommt oft zum Einschlafgefühl der Glieder und anfallsweisen Muskelkrämpfen am ganzen Körper. Die Rückenschmerzen finden sich besonders im Lendengebiet. Auch ein Brennen in der Wirbelsäule kann beobachtet werden ebenso wie ein Prellungsschmerz zwischen den Schulterblättern. Die Bewegungsschmerzen verschlimmern sich zwischen 3 - 4 Uhr. Die Patienten müssen sich aufrichten, um sich im Bett drehen zu können. Bei den Extremitäten findet man ein häufiges Einschlafen der Arme und Hände. Es kommt zur Parese der Arme mit Schockwellen in diesen. Die Beine sind taub und die Patienten haben des Gefühl einer Lähmung. Es kommt zu Krämpfen in den Waden und Sohlen und zu partielle Lähmungen durch Überanstrengung oder Durchnässung ( Vergl. Rhus tox. und Dulcamara ). Es findet sich ein Knacken in den Kniegelenken bei Bewegung. Die Nux vomica Menschen schleifen häufig mit den Füßen beim Gehen. Es kommt zum Gefühl des plötzlichen Kräfteverlustes in Armen und Beinen am Morgen. Die Krämpfe der Extremitäten können sich auch auf den Hals, den Nacken, die Kaumuskeln und die Atemmuskeln ausdehnen. Es kann zur völligen Steifheit und Verkrampfung kommen, wobei diese besonders als Anfälle durch Berührung oder Geräusche ausgelöst werden können. Im Extremfall findet sich ein Trismus ( Kiefernklemme ), ein Opisthotonus und eine Muskelstarre des Thorax.

Nervensystem und Sinnesorgane:

AUGEN:

Die Nux vomica Menschen sind oft Lichtscheu, besonders nach einer durchzechten Nacht. Besonders Morgens kommt es zu einem trockenen Gefühl in den inneren Augenwinkeln und zur Verklebung der Lider. Es kann zur Parese der Augenmuskeln und zur Atrophie des Sehnerven kommen. Ein Zucken in den Augenhöhlen ist anzutreffen und auch eine Neuritis des Sehnerven. Die Lichtempfindlichkeit ist typisch.

OHREN:

Es findet sich ein zum Teil heftiges Jucken in den Ohren. Der Gehörgang ist trocken und empfindlich. Die Patienten klagen über Ohrenschmerzen, die sich im Bett verschlimmern. Es kann zur Hyperästhesie des Hörnerven kommen. Laute Klänge und Geräusche werden als reizend empfunden, passend zur allgemeinen Hyperästhesie.

NERVENSYSTEM:

Es kommt zu Schwindel und dumpfen Kopfschmerzen. Die Patienten bekommen tonische Krämpfe im Gesicht, im Nacken, im Rücken und in den Extremitäten. Die Patienten leiden unter geistiger und körperlicher Müdigkeit. Die Glieder sind taub, kribbelnd und fühlen sich wie eingeschlafen an. Man findet ein Gürtelgefühl um die Taille und auch Beinkrämpfe. Es kommt häufig zu Schwindel, besonders nach dem Essen und beim Gehen. Der Schwindel wird beim Sehen besser.


MODALITÄTEN


CAUSA - ÄTIOLOGIE:

Zur Ätiologie gehört zum einen die hektische Lebensweise des Nux vomica Menschen, zum anderen aber die vielen Stimulantien wie Kaffee, Tee, Nikotin, Alkohol, Medikamente etc.. Auch äußere Faktoren wie elektrische Spannungen und Magnetfelder in Räumen, Stromschläge, zuviel Essen, Klimaanlagen, Zugluft, ein nasser Kopf, Nachtarbeit, Narkosen, Schlafmangel, Zeitverschiebungen beim Reisen, Zorn und vieles andere.

SPEISEN - VORLIEBEN:

Als Speisevorlieben findet sich das Verlangen nach Stimulantien, Fett, Gewürze, Kaffe, Sahne, scharfe Speisen, Zucker, Öl, Alkohol, Kaffe und kalte Coca Cola. Cola Ligth wird dabei allerdings als kastrierte Cola abgelehnt.

SPEISEN - ABNEIGUNGEN:

Als Speiseabneigungen finden sich manchmal Fleisch, öfters aber "Diätfutter", Müsli, Dinkel und ähnliche gesunde Nahrung. Zur Abneigung gegen sogenannte Ökonahrung paßt der Spruch : " Am Anfang war das Wort, und das Wort wurde zu Fleisch !, von Müsli und Vollkorn steht nichts in der Bibel. "

SONSTIGES VERLANGEN:

Neben den Nahrungsvorliegen findet man auch das Verlangen nach Aufputschmitteln, nach Beruhigungsmitteln, nach Fernsehen und Video, kräftige Massagen, nach Ruhe und Stille. Man findet das Verlangen nach Arzneien, nach Alka Seltzer, Legapas, Passage-Salz, Enzym-Lefax oder Buscopan. Nux vomica antidotiert auch leidenschaftlich gern.

SONSTIGE ABNEIGUNGEN:

Ein Nux vomica Mensch mag ungern angesehen oder angesprochen werden. Er mag keine Kindereien und vor allem keine Kritik die nicht konstruktiv ist. Man findet auch eine Abneigung gegen das Helfen des homöopathischen Mittels wodurch man auch vermehrte Erstverschlimmerungen findet.

VERSCHLIMMERUNG:

Eine Verschlimmerung findet sich Morgens nach dem Erwachen (Morgenmuffel), durch kalte Luft, Kälte, und kalten Wind, durch Ärger und Sorgen, eine sitzende Lebensweise, nach geistiger Anstrengung, besonders nach Nachtarbeit. Ebenso kommt es zur Verschlimmerung nach dem Essen, besonders nach reichlichem Essen, bei Berührung, durch Gewürze, Stimulantien und Narkotika. Verschlimmernd wirken auch Zorn und Ärger, sexuelle Ausschweifungen und Exzesse. Der Nux vomica Zustand verschlimmert sich ebenfalls in frischer Luft und bei trockenem Wetter. Ebenfalls verschlimmernd wirken ein Abkühlen und im besonderen das Kaltwerden der Füße. Auch durch Genußmittel wie Kaffee, Alkohol und Tabak kommt es zur Verschlimmerung, obwohl die Patienten danach verlangen. Nach langem, ununterbrochenem Schlaf geht es dem Patienten ebenfalls schlechter. Nahrungsmittel die verschlimmernd wirken können sind Fett, Milch, Ingwer und Kamillentee. Es kommt zur Verschlimmerung durch das Gehen, Bewegung und Berührung, durch Tageslicht und auch bei Neumond. Verschlimmernd wirken auch das Gähnen, die Ejakulation, der Zustand während und nach der Menses und nach dem Ausziehen. Ebenso wirken auch der Winter und Stuhlgang. Eine zeitliche Verschlimmerung zeigt sich morgens zwischen 5.00 und 9.00 Uhr und abends zwischen 18.00 und 21.00 Uhr.

BESSERUNG:

Eine Besserung kommt in Ruhe und Abends zustande, durch Wärme und im warmen Zimmer, durch warme Speisen, bei stärkerem Druck auf den Magen ( wobei leichter Druck eher verschlimmert ). Nach kurzen Schlaf kommt es zur Besserung, wobei der Patient aber nicht geweckt werden darf, sondern von selbst erwachen muß. Zur Besserung kommt es auch bei nassem und feuchtem Wetter. Ein auffallendes Wohlbefinden zeigt sich beim Nux vomica Patienten vor dem Ausbruch der Krankheit, und in der Stimmung nach dem Frühstück. Zornausbrüche bessern zwar akut, führen auf Dauer aber zur weiteren Verkrampfung des Patienten. Zur Besserung kommt es auch durch das Liegen in Seitenlage und nach dem Stuhlgang.


HOMÖOPATHISCHE ANWENDUNG BEIM MENSCHEN


Als bewährte Anwendung finden sich die Aufhebung der Schäden zu stark dosierter und unpassender Arzneimittel. Ebenso eignet sich Nux vomica bei Angina pectoris und dem Roemheld-Komplex, bei Asthma bronchiale, bei Beschwerden der Verdauungsorgane, einem Reizmagen und Gastritis, besonders wenn diese mit Völlegefühl und Magendruck nach dem Essen einhergehen. Nux vomica eignet sich auch bei Sodbrennen und Verstopfung, bei Ulcus ventriculi, bei einer Reizung des vegetativen Nervensystems, besonders bei übermäßiger Einwirkung von Genußmitteln wie Tabak, Alkohol, Kaffee. Nux vomica eignet sich bei Beschwerden nach homöopathischen Arzneimittelprüfungen, bei Fieberzustände mit ständigem Frieren (Wärme und zudecken bessern nicht), wobei es hierbei am Tage zu Fließschnupfen, und nachts zur trockenen Nase kommen kann. Bei lumbalen oder dorsolumbalen Schmerzen, die besonders nachts auftreten ist Nux vomica ebenfalls angezeigt. Dies gilt besonders, wenn das Umdrehen im Bett nicht möglich ist, sondern die Patienten sich dazu erst aufrichten müssen. Eine besondere Indikation sind Hämorrhoiden mit schmerzhaftem Stuhlgang. Nux vomica eignet sich bei den Folgen von geschlechtlichen Exzessen, von Verstopfung und ausbleibenden Hämorrhoidalblutungen. Auch Blutungen aus Nase, Lungen, Magen und Darm gehören zu den Nux vomica Indikationen, sowie Erkältungsfieber mit Brennen am ganzen Körper und rotem, heißem Gesicht. Trotz Fieberhitze wollen die Patienten dabei warm bedeckt sein. Gastrischer Kopfschmerz und angiospastische Migräne, Epilepsien, Krämpfe, Spinalirritationen und Neuralgien gehören auch zum Indikationsspektrum von Nux vomica. Ebenfalls Hyperemesis, Leberschwellungen, akute Cystitis und Cystitis bei Protatahypertrophie sowie sexuelle Reizbarkeit und Schäche, Menorrhagie oder krampfhafte Wehen.


ARZNEIMITTELBILD BEIM TIER


Konstitutionsbild:

ALLGEMEINES:

Nach KING und PFEIFFER ist die Konstitution der Nux vomica Tiere entweder kräftig muskulös, lithämisch oder auch schlank bis mager und asthenisch. Die Tiere können ausgesprochen nervös und reizbar sein, wobei eine deutliche Aggressivität bestehen kann. Es zeigt sich eine starke Erregbarkeit und eine Hyperästhesie aller Sinne, mit einer erhöhten Empfindlichkeit auf Geräusche, Licht, Gerüche oder starke psychische Irritationen. Es ist oft ein Mangel an körperlicher Bewegung festzustellen und häufig ist das Verhalten der Tiere eine Folge von unangenehmen Erfahrungen. Zum Beispiel bei Tieren die viele Besitzer gehabt haben, oder aus Tierheimen stammen. Es können auch Folgen von unsachgemäßer Behandlung und grobem Umgang mit dem jungen Tier vorliegen, sowie von Mißhandlungen oder ähnlichen Erlebnissen.

HUNDE:

WOLFF beschreibt den Nux vomica Hund als Freund gepflegter Feindschaften, irgendjemanden hat er immer im Visier, sei es der Briefträger, ein bestimmter bekannter Mensch oder Hund. Der Nux vomica Hund ist schnell erregbar und würde am liebsten jeden Besucher zerfleischen. Wenn der Besuch eine Zeitlang im Haus ist, gewöhnt er sich an ihn, um dann beim Gehen des Besuches wieder aufmüpfig zu werden. Der Nux vomica Hund bellt viel und ärgert sich über Kleinigkeiten. Er neigt zu Jähzorn und Heftigkeit und sucht von selbst den Kampf mit den anderen Rüden. Es sind Morgenmuffel die scheinbar oft Sodbrennen haben und deswegen alles erreichbare belecken, z.B. Teppiche und Fußböden. Ein bis zwei Stunden nach der Nahrungsaufnahme ist der Bauch aufgetrieben und das Aufstoßen gelingt meist nicht. Der Oesophagus ist zusammengeschnürt und es herrscht ein vergeblicher Drang zum Kotabsatz. Der Nux vomica Hund kann nach dem jähzornigen Beißen, aus Angst oder Erschrecken urinieren. Der Hund zeigt deutliche Schuld- und Reuegefühle, sowie Angstgefühle nach Erlebnissen mit Unfall, Schlag, Mißhandlung und Stürzen. Nach WESTERHUIS sind Nux vomica Tiere sind häufig extrovertiert, ruhelos, untertänig, und können nicht allein gelassen werden. Sie sind sehr empfindlich für Sinneseindrücke und besonders unruhig in fremder Umgebung. Die Tiere können überaus schmerzempfindlich sein und seine Schmerzhaftigkeit steht in keinem Verhältnis zu den Veränderungen. Man findet bei Nux vomica häufig Hunde mit zuwenig Bewegung und einer reizbaren und überempfindlichen Art. Das Verhalten ist häufig Folge von unangenehemen Erfahrungen. Die Tiere zeigen eine starke Gewöhnung an eine bekannte Person und haben Angst vor fremden Eindrücken. Dies ist möglicherweise auch die Ursache für die Schreckhaftigkeit und Übersensibilität der Hunde. Sehr unangenehm kann beim Nux vomica Hund die Eifersucht sein, besonders, wenn neugeborene Kinder die Aufmerksamkeit der Besitzer ablenken.

WESTERHUIS beschreibt in seinem Buch Homöopathie für Hunde ( siehe Literaturverzeichnis ) einen sehr deutlichen Nux vomica Fall bei dem ein Hund schon auf dem Behandlungstisch wie festgenagelt und völlig verspannt war. Der Hund zitterte und erwartete sein Schicksal starr wie eine Statue. Es handelte sich um einen Rüden, den die Besitzerin im Alter von einem Jahr aus dem Tierheim geholt hatte. Der Hund hatte entsetzliche Angst vor fremden Menschen und ganz normalen Dingen wie einer Zeitung. Der Hund war übertrieben unterwürfig, wenn er einmal etwas verbotenes angestellt hatte. Ansonsten war der Hund lebenslustig, anhänglich und verspielt. Der Hund suchte keinen ernsthaften Streit, bluffte aber andere Rüden manchmal etwas an. Der Hund konnte nicht allein sein und jaulte in diesem Fall die ganze Zeit. Das Hauptproblem bestand bei dem Hund in Durchfällen, die sehr hartnäckig waren. Der Hund litt unter Durchfall und Verstopfung im Wechsel und hatte vor allem immer Schwierigkeiten beim Kotabsatz. Dabei mußte er endlos pressen, oft auch vergeblich. Der Appetit war trotz Durchfall unverändert. Nach Behandlung mit Nux vomica C 30 verschwand die Durchfallneigung und der Hund vertrug auch später Futterumstellungen besser als zuvor.

KATZEN:

Nux vomica findet man häufig bei Katzen die immer im Haus gehalten werden. Auch das Verhalten der Nux vomica Katze ist häufig eine Folge von unangenehmen Erfahrungen. Die Katzen sind häufig boshaft und urinieren gezielt gegen den vermeintlichen Feind. Oft tun sie daß, sobald der "Feind" den Raum verlassen hat.

PFERDE:

Nux vomica Pferde sind unruhig, nervös und neigen zu überschießende Reaktionen bei Aufregung und in ungewohnten Situationen. Nux vomica Pferde lassen sich schlecht verladen oder behandeln. Die Tiere neigen zu Koliken bei Aufregung und nach Futterabusus ( Überfressen ). Nux vomica Pferde sind lebhafte, unruhige, oft launische Pferde. Auf unangenehme Arbeit reagieren sie mit Verweigerung und aggressivem Verhalten. Ebenso wenn sie lange im Stall gestanden haben. Dann reagieren sie auf Bewegung auch häufig mit Koliken.

RINDER:

Nach RAKOW 88/89 stehen Nux vomica Rinder scheinbar unruhig und stoisch im Stall. Bei der Untersuchung sind die Tiere sehr berührungsempfindlich, schmerzempfindlich, und auch geräuschempfindlich. Die Tiere lassen sich aber mit etwas Zuspruch beruhigen. Die Rinder haben eine Neigung zu Verdauungsstörungen ( Indigestion ) nach zu viel Futter, falsch zusammengesetztem Futter und nach Futterwechsel. Man findet häufig Tiere in reiner Stallhaltung mit der Folge mangelnder Bewegung. Die Tiere neigen zu Spasmen mit Blähungen, Durchfall und Verstopfung. Es kommt bei einem heftigen Nahrungsabusus dazu, daß die Tiere eine langsame Futteraufnahme zeigen, zahlenmäßig verminderte Wiederkauakte, sowie gedämpfte Pansenbewegungen und Pansengeräusche. Durch die gestörte Peristaltik im gesamten Dünn- und Dickdarmbereich kommt es zu Spasmen und Blähungen mit ständigem Kotdrang. Die erhöhte Leberempfindlichkeit der Schmerzpunkte zeigt sich wie bei Phosphorus. Die Nux vomica Kuh ist sehr empfindlich auf äußere Reize wie Geräusche, Berührung, Licht, und die Untersuchung durch den Tierarzt. In Ruhe steht die Kuh ruhig, mit abgestellten Schwanz und mit leicht aufgekrümmtem Rücken da. Auf den ersten Blick macht die Kuh einen ruhigen und ausgeglichenen Eindruck, doch wenn man sich dem Tier nähert wird das Tier unruhig und zeigt plötzlich nervöse und überschießende Reaktionen. Die leiseste Berührung läßt die Tiere an der Kette hin- und herziehen, die Kuh geht vor und zurück und zur Seite. Die Bauchdecke erscheint gespannt und bei der rectalen Untersuchung vollführt das Tier Anfangs einen Seiltanz. Auf Zwang reagieren die Tiere mit Tachycardie, Speicheln, Harn oder Kotabsatz, zum Teil auch mit Festliegen. Wenn Nux vomica Kühe von unbekannten Personen gemolken werden, ziehen sie die Milch hoch (KING).

Gemüt und Verhalten:

Nach WESTERHUIS sind Nux vomica Hunde häufig Rüden. Zu bekannten Menschen sind die Hunde lieb und anhänglich und zu fremden Menschen sind die Hunde ängstlich und schreckhaft. Die Dominanz des Nux vomica ist meistens Bluff, kann in seltenen Fälle aber in Aggression umschlagen. Nux vomica Welpen machen sich häufig bei Angst oder Freude naß. Die Tiere können nicht alleine sein. Wenn man sie alleine läßt, kommt es zur Urination in die Wohnung oder zu Zerstörungswut. Die Tiere sind meißt freundlich aber unsicher, die Hunde wedeln freundlich und schnüffeln vorsichtig. Sie können aber im Vorbeigehen noch einmal schnell hinterherschnappen. Im Sprechzimmer sind die Nux vomica Hunde unruhig und laufen japsend hinterher. Auf dem Behandlungstisch stehen die Tiere wie angenagelt und völlig verspannt. Falls man bei Rüden die Augen fixiert kann es sein, daß der Hund einen anknurrt. Die Tiere können auf Kinder sehr eifersüchtig reagieren, aber vorwiegend wenn die Hunde nach Ankunft des Kindes nicht genug beachtet wurden. Die Tiere sind Empfindlich gegen starke Gerüche, besonders gegen Tabak. Sie haben eine Abneigung gegen helles Licht, gegen Berührungen oder den Versuch sie hochzuheben. Bei der Untersuchung sind die Tiere völlig verkrampft und zittern auf dem Untersuchungstisch, sie können auch knurren und beißen manchmal auch zu. Während des Schlafes zucken die Tiere mit den Gliedmaßen und schrecken dann plötzlich hoch, schlafen darauf aber gleich wieder ein.

Kopf:

Der Hals der Nux vomica Tiere ist gestreckt. Der Kopf wird wenn möglich dem Wind zugeneigt und der Rücken ist gewölbt.

Atmungsapparat:

Der gesamte Bereich des Kehlganges ist geschwollen, einschl.d.Lymphknoten. Das Schlucken der Nux vomica Tiere ist erschwert. Es findet sich häufig Stockschnupfen mit trockener Nase, vor allem morgens.

Herz und Kreislaufapparat:

Man findet Herzklopfen, Tachycardie und Tachypnoe ( beschleunigte Atmung ) bei kleinster Anstrengung.

Verdauungsapparat:

Nux vomica Tiere fressen meist sehr hastig, und können dadurch auch Erbrechen. Im Dickdarm zeigen die Tiere oft die körperliche Reaktion auf äußere Reize hin. Bei der geringsten Futterumstellung oder Erregungszuständen treten Durchfall oder Krämpfe auf. Der Durchfall kann mit Verstopfung oder normalem Stuhl wechseln, doch ist die Entleerung stets anstrengend für die Tiere. Oftmals ist der Kot mit Schleim eingehüllt. Der Appetit der Nux vomica Tiere ist meist gut, wobei die Tiere sehr hastig und gierig fressen. Man kann eine Gastritis mit Erbrechen finden, die 1-2 Stunden nach der Futteraufnahme auftritt. Das Abdomen ist hart und gespannt und die Leberpunkte sind schmerzhaft. Die Gastritis zeigt sich mit klarem oder weißen Erbrechen, dabei sind die Tiere meist durstlos. Das Erbrochene riecht faulig oder sauer. Nach dem Fressen sind die Tiere meist schläfrig und wenn sie gestört werden, können sie auch aggressiv reagieren. Auf der vorderen Zungenhälfte kann sich ein weißlich-gelblicher Belag zeigen. Man findet einen Widerwillen oder eine Abneigung gegen das sonst gerne gefressene Futter. Hunden können auch einen ausgesprochenen Futterneid zeigen. Bei der Auskultation hört man knurrende und polternde Darmgeräusche.

HUNDE UND KATZEN:

Die zeigen Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen sowie hartnäckige und schleimige Durchfälle. Es kommt Blähungen und abdominale Schmerzen. Die Tiere zeigen spastische Obstipationen mit schafsähnlichem, trockenem und hartem Kot. Der Leid der Tiere ist aufgetrieben und gespannt, bei der Untersuchung hart und schmerzempfindlich. Bei der Palpation zeigen die Tiere eine heftige Abwehr beim berühren oder hochheben. Sie zeigen Schwierigkeiten beim Kot- oder Harnabsatz. Auffallend ist, daß die Tiere beim Kot- oder Harnabsatz nicht beobachtet werden wollen. Bei der Verstopfung findet sich oft auch ein Krampf der Afterschließmuskeln mit heftigem vergeblichem Stuhldrang. Auch Entzündungen der Analdrüsen passen zu Nux vomica.

PFERDE:

Nux vomica ist das Hauptmittel der Kolikbehandlung beim Pferd. Zum Nux vomica Pferd passen Koliken, besonders intoxikationsbedingte Koliken. Man findet primäre und sekundäre Magenüberladungen und eine schmerzhaft zusammengezogene Bauchmuskulatur. Die Tiere zeigen einen gekrümmten Rücken und eine Anschoppung der Colon-Querlage bis zur schweren Blinddarmkopf-Verstopfung. Es kommt zu Darm- und Blasentenesmen. Die Tiere stehen häufig in einer Sägebockstellung, sie sind anfangs unruhig und zeigen ein häufiges hinlegen und wiederaufstehen. Durch die Leibschmerzen schlagen sie mit dem Kopf oder der Hinterhand an den Leib. Darmspasmen mit lauten Darmgeräuschen sowie Durchfall oder Verstopfung, jeweils mit heftigem Kotdrang sind zu finden. Auf den Versuch zu rektalisieren reagieren die Tiere sehr gereizt und unwillig. Die Magen-Darm-Symptome finden sich häufig bei Pferden, die lange im Stall stehen müssen. Die Verdauungsbeschwerden treten dann vermehrt nach Futterumstellungen auf.

RINDER:

Bei den Wiederkäuern finden sich bei Nux vomica Tieren chronische Indigestionen wobei das Wiederkauen meist verzögert ist oder völlig sistiert. Die Digestionsstörungen treten häufig infolge von Geburten auf, oder im Rahmen von Gebärparesen. Es kommt zu Störungen der Vormagenmotorik und Peristaltik, wodurch es zu primärer und sekundärer Pansenparese kommen kann. Man findet eine Pansenacidose, Pansenanschoppung und Pansenüberladung. In seltenen Fällen kann es auch zur Psalterüberladung kommen. Der Panseninhalt ist hart und nimmt kaum einen Handeindruck an. Die Nux vomica Kühe sind Tiere mit nervöser und spastischer Ausgangslage, die häufig Pansentympanien haben mit Diarrhoe oder Verstopfung. Der Stuhlgang ist hell und weich, oder dunkel und hart. Auf eine Untersuchung reagieren die Tiere äußerst gereizt und machen dann auch Abwehrbewegungen.

Harnapparat:

Beim Welpen findet sich häufig ein spontaner Harnabsatz bei Angst und Freude. Es kommt zur Unsauberkeit beim Alleinsein, zu beim Schwierigkeiten beim Harnlassen oder unwillkürlichem Harnverlust, besonders bei Erregung oder im Schlaf.

Geschlechtsorgane:

Man findet Krämpfe und Speichelfluß bei starker Erregung der Tiere. Bei Rüden finden sich Prostatavergrößerungen mit Problemen beim Kotabsatz. Die Kotabsatzprobleme bei Hunden mit Prostatavergrößerung entspringen im übrigen keiner Nux vomica Besonderheit, sondern haben den anatomischen Hintergrund, das im Unterschied zum Menschen die Hundeprostata keine derbe Kapsel hat und so nach außen hin wuchert. Durch diese Wucherung kommt es schließlich zur Kompression des Darmes. Nach Geburten sind bei Nux vomica Tieren häufig Digestionsstörungen zu finden, es kann aber auch zur Gebärparese kommen, welche teilweise mit dem Festliegen der Tiere verbunden ist. Die Gebärparese, welche mit einem Calciummangel in Zusammenhang steht, wird mit Krämpfen und Lähmungen begleitet, hervorgerufen durch die fehlende membranstabilisierende Wirkung des Calciums. Besonders bei den Gebärparasen der schweren Runderrassen findet sich Nux vomica als passendes Mittel. Zum Arzneimittelbild von Nux vomica gehören auch die Abnahme der Milchmenge bei Kühen, besonders wenn sich keine euterbedingten Gründe finden lassen.

Haut:

Die Tiere zeigen eine starke Kälteempfindlichkeit, neigen zu Frostschauern und Fieberzuständen.

Bewegungsapparat:

Die Tiere zeigen tetanische Zustände und stehen meist in einer Sägebockstellung. Der Schwanz der Tiere steht horizontal ab und man findet ein Zittern der Glieder, Muskelzuckungen und spastische Bewegungen. Der steife Gang ist auffällig und oft verbunden mit einer gekrümmten Wirbelsäule. Man findet Bandscheibenschäden, besonders der Dackel. Die Extremitäten zittern nervös, und die Tiere zeigen starke Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule die bis in die Extremitäten ausstrahlen. Der Rücken ist aufgekrümmt, Bauch und Rückenmuskeln sind hart, gespannt und schmerzhaft bei jeder Berührung. Die Tiere lassen eine Bewegungsscheu erkennen und reagieren auf Zwangsbewegungen mit Abwehr. Der Gang der Tiere ist unsicher und ataktisch, die Tiere gehen steif, tapsig und trippelnd. Die Hinterbeine werden von den Tieren vermehrt unter den Leib gestellt, besonders kreuzweise voreinander. Beim Wenden zeigt sich häufig ein Verlust des Gleichgewichtes und die Tiere fallen mitunter um. Es findet sich beim Laufen auch ein Hinterschleifen der Hintergliedmaßen. Im Liegen können sich die Tiere ohne Hilfe häufig nicht auf die andere Seite drehen. Man findet spastische Paresen der Hintergliedmaßen, bis hin zum Festliegen. Im Liegen schreien die Tiere häufig ohne erkennbare Ursache auf und lassen sich das Hochheben nicht gefallen. Auch plötzliche Lähmungen alter Hunde gehören zum Arzneimittelbild von Nux vomica.

Nervensystem und Sinnesorgane:

Anfangs besteht bei den Nux vomica Tieren oft eine Myosis, später eine starke Mydriasis. Es kann zum Exophthalmus mit Verdrehung der Augen kommen. Eine ausgeprägte Lichtscheu der Augen ist ebenfalls festzustellen.

Modalitäten:

CAUSA - ÄTIOLOGIE:

Als Ursachen der Nux vomica Krankheit bei den Tieren finden sich Streß, Medikamenten- oder Nahrungsabusus, Bewegungsmangel und Ärger. WESTERHUIS sieht ursächlich eine zu starke Mutterbindung oder psychotraumatische Erfahrungen wie Streß oder Mißhandlung an. Als Ätiologie finden sich auch langes Stehen im Stall, zu viel oder falsches Futter und äußere Reize wie Licht, Gerüche und Geräusche.

VERSCHLECHTERUNG:

Zur Verschlechterung beim Tier kann es durch Ärger, naßkaltes Wetter, Bewegungsmangel und beim Autofahren kommen. Eine Verschlechterung zeigt sich besonders morgens und nach dem Essen. Auch Berührungen, Zwangsmaßnahmen, der Aufenthalt im Freien, Kälte, Lärm, Licht und laute Geräusche wirken verschlechternd.

BESSERUNG:

Zu einer Besserung der Symptome kann es durch Zimmerwärme, Abends, beim Fressen und nach kurzem Schlaf kommen. Auch Liegen und Ruhe und der Abgang wasserklarem Urins können zur Besserung führen.


HOMÖOPATHISCHE ANWENDUNG BEIM TIER


NUX VOMICA als Gedicht von Christel Paarmann

Wie ein Wunder wirkt das Mittel, wenn des Hundes hintres Drittel plötzlich wie gelähmt erscheint. Bandscheib'nschaden, Hexenschuß, Nux macht mit den Krämpfen Schluß. Es wirkt schneller, als man meint, selbst bei Magen-Darm-Beschwerden, (und wenn Gase riechbar werden), Vergiftungen, auch von Arznei, Koliken von Darm und Nieren. Alle Spasmen reagieren gut auf Nux, wenn Streß dabei. Und es paßt, wenn man erkennt: Reizbar ist der Nux-Patient. Es sucht Streit mit andern Rüden, ihn stört Krach, Geruch und Licht, Zärtlichkeiten mag er nicht. Nichts kann ihn so schnell ermüden.

Anwendung bei Hund und Katze:

Als bewährte Anwendungen beim Hund finden sich Lähmungen der Hinterhand, besonders bei Dackellähmung. Ebenfalls hilfreich ist Nux vomica bei Bandscheibenvorfällen, Nervenausfällen und Spondylosen der Wirbelsäule. Auch bei nervösen Folgeerscheinungen von Infektionskrankheiten, z.B. dem Gliederzucken nach Staupe kann Nux vomica erfolgreich verwendet werden. Zu den Indikationen für Nux vomica gehören Erbrechen und Durchfall durch Nervosität oder Ernährungsstörungen und durch Aufregung. Explosionsartiges Erbrechen, Blasenstörungen, besonders nach Rückenmarkserkrankungen und Blasenentzündungen nach Blasenstörungen. Nux vomica kann angewendet werden nach Aufnahme von zuviel Futter, nicht artgerechter oder verdorbener Nahrung, bei Bauchschmerzen, Blähungen und Erbrechen, Durchfällen mit ständigem Kotdrang oder Futterverweigerung. Auch bei der Fahrkrankheit mit großer Unruhe und mit umherspringen im Auto ist Nux vomica angezeigt. Die Tiere sind hierbei unruhig, stehen die ganze Zeit, wollen sich nicht setzen, jaulen die ganze Zeit und stürzen sich von einer Seite auf die andere. Auch bei einem Torticollis mit plötzlichem Schmerz bei bestimmten Bewegungen kann Nux vomica helfen. Man kann Nux vomica auch verwenden bei der Gier Steine zu fressen und zu verschlucken und als Mittel bei Vergiftungen, besonders bei Tieren die häufig Erbrechen und das Erbrochene gleich wieder auffressen. Nux vomica hilft auch als Tonikum für reizbare und überforderte Tiere mit einer Neigung zur Verstopfung und Magenverstimmung.

Anwendung beim Pferd:

Beim Pferd hilft Nux vomica bei akuter Kehlkopflähmung, besonders beim Kehlkopfpfeifen (nach Druse), bei untypischen ( ohne Unruhe) oder typischen ( mit Unruhe ) Koliken. Nux vomica kann auch bei Verstopfungen infolge von Intoxikationen, bei erfolglosem Kotdrängen und leichten Spasmen mit heftigem Drängen nach dem Kotabsatz eingesetzt werden. Ebenso hilft es bei Blinddarmanschoppungen der Pferde. Wegen der Kehlgangeinengung wird das Mittel auch direkt bei Druse empfohlen.

Anwendung beim Rind:

In der Rinderpraxis findet Nux vomica Anwendung bei Pansenüberladungen mit Obstipation und fehlender Pansenmotorik. Auch bei Diarrhoen nach Futterschädigung hilft Nux vomica, besonders wenn die Tiere nicht Wiederkauen und keinen Ructus zeigen. Die Tiere sind mitunter schreckhaft oder leicht erregbar mit sofortigem Kotabsatz bis zur Diarrhoe. Nux vomica wirkt auch beim Rind bei Lähmungen der Hinterhand bis zum Festliegen und bei Folgen von Intoxikation oder Durchnässung. Auch bei Verdauungsstörungen der Kälber in der Absetzphase hat sich Nux vomica bewährt.

Anwendung beim Schwein:

Bei Schweinen hilft Nux vomica bei übernervösen Tieren, die unter Streß stehen, besonders beim Umstallen oder beim Transport. Nux vomica ist angezeigt bei berührungsempfindlichen Tiere und Tieren die an Indigestionen nach Futterschädlichkeiten oder einseitiger Fütterung leiden. Besonders bei einem falschen Verhältnis zwischen Rübengabe und Kraftfutter kann es zur Nux vomica Verdauungsstörung kommen. Auch Schweinekrankheiten mit einer Leberbeteiligung verlangen nach Nux vomica. Nux vomica ist also daß Arzneimittel schlechthin für das moderne Mastschwein. Hierbei muß sich aber die Homöopathie kritisch die Frage stellen, ob man durch die Behandlung den Tieren wirklich gutes tut, oder ob es nicht einer grundsätzlich anderen Schweinehaltung bedarf.

Anwendung bei anderen Tieren:

DAY berichtet von einem kleinen Waran, der immer an Verstopfung litt, nicht fressen wollte, sehr bösartig war und leicht in Rage geriet. Zudem reagierte er sehr heftig auf Geräusche und Störungen. Ein typischer Nux vomica Typ. Eine Nux vomica Injektion genügte, um die Beschwerden verschwinden zu lassen.


VERGLEICHSMITTEL


Als Vergleichsmittel muß man neben Nux vomica an Aconitum, Abies nigra, Anacardium, Antimonium crudum, Bryonia, Chamomilla, Cocculus, Coffea, Euphrasia, Gelsemium, Graphites, Ignatia, Kalium carbonicum, Kupfer (vergl.Krampftendenz, Kupfer in Nux Samen), Lycopodium, Magnesium carbonicum, Natrium muriaticum, Phosphorus, Staphisagria, Strychninum und Sulfur denken.

Vergleichsmittel nach MEZGER sind bei morgentlicher Übelkeit mit Kopfschmerzen: Magnesium carbonicum, Bryonia, Mandragora, Natrium muriaticum, Sulfur und Lachesis.

Bei einem Gefühl des Steins oder Klumpens im Magen: Abies, Bryonia und Antimonium crudum.

Bei Übelkeit und Erbrechen nach schweren Speisen, Rauchen oder Alkoholgenuß: Antmonium crudum, Carbo vegetabilis, Ipecacuanha und Pulsatilla.

Bei der Verschlimmerung und Folgen von Alkoholgenuß: Alumina, Antimonium crudum, Acidum sulfuricum, Carbo vegetabilis, Kalium bichromicum, Sulfur und Mandragora.

Bei einer Neigung zu Zorn und Ärger und den Folgen von Ärger: Bryonia, Colocynthis, Chamomilla, Anacardium, Lycopodium, Magnesium carbonicum, Natrium muriaticum und Staphisagria.

Bei einer deutlichen Überempfindlichkeit gegen Sinneseindrücke: Belladonna, Chamomilla, Coffea, Ignatia, Opium, Phosphorus und Zincum.

Bei einer Verschlimmerung und Folgen geistiger Arbeit: Acidum phosphoricum, Acidum picrinicum, Calcium phosphoricum (Schulkopfschmerz), Ignatia, Iris, Natrium muriaticum, Phosphorus, Silicea und Strychninum phosphoricum.

Beim Erwachen morgens um 3 Uhr: Magnesium carbonicum, Kalium carbonicum, Mandragora und Natrium muriaticum.

Beim Schnupfen der im Freien besser wird: Allium cepa, Jodum, Hedera und Pulsatilla.

Schließlich beim Schnupfen der im Freien schlimmer wird: Arsenicum album.


ANTIDOTE


Als Antidote sind Aconitum, Arsenicum album, Belladonna, Camphora, Chamomilla, Cocculus, Coffea, Euphrasia, Ignatia, Opium, Pulsatilla, Stramonium und Thuja beschrieben. Als feindliches Mittel wird Zincum beschrieben, wobei ich die Feindlichkeit von Mitteln für etwas problematisches halte.


SCHLUßBEMERKUNG


Mein Bruder Andreas empfiehlt für das erhitzte Gemüt des Nux vomica Menschen folgendes Gebet:

GOTT ACHTET AUF MICH - WENN ICH ARBEITE
GOTT IST BEI MIR - WENN ICH BETE
GOTT LIEBT MICH - WENN ICH SINGE